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Belmo

20th Century Rock and Roll: Psychedelia



20th Century Rock and Roll: Psychedelia

Informationen

Erscheinungsjahr: 1999
ISBN: 9 781896 522408
Verlag: Collector's Guide Publishing
Verlagsort: Burlington


Rezensionen


Von: Christian Rode


Psychedelische Rockmusik steht einerseits für eine bestimmte Phase der Entwicklung der Rockmusik, nämlich den Übergang vom Beat der 60er zur Rockmusik der 70er und bezeichnet hier speziell den Zeitraum von etwa 1966-1969. Die Psychedelic wird von bekannten Chronisten des Prog-Genres (Macan, Stump, Martin etwa) aber auch als Geburtsstunde des Progressive Rock beschrieben. Psychedelische Rockmusik gibt es andererseits noch heute, da damit - ähnlich wie mit dem Begriff Prog - eine bestimmte Spielart der Rockmusik bezeichnet wird, die auch heute noch von zahlreichen Bands reproduziert und weiterentwickelt wird.

Belmo (Scott F. Belmer) widmet sich in dem schmalen Bändlein "Psychedelia" aus der Reihe 20th Century Rock and Roll auf gerade einmal 150 Seiten dem Phänomen in seiner historischen Spielart, d.h. es steht ganz klar die klassische psychedelische Zeit von 1966-1969 im Vordergrund seiner Darstellungen.

Das Buch enthält eine gar nicht mal so schlechte Einleitung in das Thema - im Verhältnis zum Gesamtumfang des Bandes gesehen. Belmo beschreibt die Zeit und die Musik der Psychedelic. Er versucht dabei, die Psychedelic und ihre Subgenres zu beschreiben und historisch einzuordnen. Dies bleibt jedoch ein rudimentäres Unterfangen. Der Hauptnährwert des Bandes liegt in der Auswahl der Bands und der damit immanent enthaltenen Theorie.

Ähnlich wie sein Kollege Jerry Lucky zum Thema Progressive Rock in der gleichen Reihe gibt Belmo einen Überblick über die 50 wichtigsten Bands des Genres. Da finden sich neben den "üblichen Verdächtigen" (Beatles, Pink Floyd, Grateful Dead, Jefferson Airplane, Moby Grape, Love, It's a beautiful day, Soft Machine) auch weniger bekannte Vertreter des Genres (Thirteenth Floor Elevators, The Blues Magoos, Chocolate Watch Band, Quicksilver Messenger Service). Der Leser findet hier tatsächlich einige interessante Anregungen. Aber es werden auch Bands beschrieben, die der Hörer nicht sogleich der Psychedelic zuordnen würde, die aber gleichwohl dazu gehören, weil sie in der fraglichen Zeit den Stil nicht unwesentlich mitgeprägt haben (Doors, Jimi Hendrix, Big Brother & the Holding Company, Rolling Stones, Who, Cream). Und es werden Bands vorgestellt, die schon den Übergang von der klassischen Psychedelic zum klassischen Prog markieren (The Nice, Zappa, King Crimson). Das ist vielleicht das eigentlich Überraschende an "Psychedelia": Was aus Sicht des Prog als Beginn einer neuen Art Musik gefeiert wird (In the Court of the Crimson King) ist aus psychedelischer Sicht ein später Ausläufer der Psychedelic.

Zahlreiche s/w-Bilder ergänzen die Texte und - was in diesem Fall besonders erfreulich ist - acht Farbseiten mit insgesamt 48 LP-Covern. Das lässt den Band auch visuell sehr anschaulich werden. Ergänzt wird die Darstellung durch die Auflistung von 100 herausragenden psychedelischen Alben und 200 psychedelische Songs. Außerdem werden noch die z.T. witzigen Namen von Psychedelic-Bands aufgereiht und ein paar Sammlerstücke aufgeführt.

Insgesamt also ein ganz nettes, liebevoll gestaltetes Bändchen. Aber natürlich nur ein Appetitanreger.

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