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Tim Morse

Yesstories. Yes in their own words

über: Yes



Yesstories. Yes in their own words

Informationen

Erscheinungsjahr: 1996
ISBN: 0-312-14453-9
Verlag: St. Martin's Press
Verlagsort: New York


Rezensionen


Von: Nik Brückner


"Yesstories" ist eine inoffizielle Yes-Biographie, die Tim Morse aus Interviewschnipseln zusammengestellt hat. Angesichts der Menge an Interviews, die die zig Bandmitglieder über die Jahre gegeben haben, ist das eine sehr löbliche Tat. Das Buch ist zunächst chronologisch aufgebaut, erst werden die Anfänge der Musiker und der Band geschildert, dann geht es quer durch die Alben, von "Yes" (1969) bis "Talk" (1994). Dabei gibt es jeweils eine kurze, meist nur ein paar Zeilen lange, Einleitung von Morse, es folgen Äußerungen der jeweiligen Mitglieder über die Entstehung des Albums und zu einzelnen Songs. Ein eigenes Kapitel ist der Live-Historie gewidmet, hier werden Anekdoten aus 30 Jahren "on the Road" versammelt, ein weiteres den Reflexionen über die Band selbst. Ergänzt wird das Buch durch ein Kapitel mit zwei Fragen, die Tim Morse selbst allen Bandmitgliedern gleichermaßen gestellt hat: nach ihren Inselalben und nach dem Song oder dem Album, dass Yes für sie auf den Punkt bringt, einer Auswahldiskographie und ein Quellenverzeichnis.

Die Erfahrung zeigt, dass es nicht immer glücklich ist, Künstler über sich selbst und ihr Werk sprechen zu lassen, weil ihnen die Distanz dazu fehlt. Viele Künstler tun das auch gar nicht gern - wobei Rockmusiker dabei oft Ausnahmen sind, nicht immer positive. Auch ist eine Band wie Yes natürlich daran interessiert, ihr Image und ihre Geschichte von unschönen Details reinzuhalten. Natürlich sagt keiner: "Open Your Eyes war ein mieses Album, weil sich Chris Squire durchsetzen mußte und ich nur wegen des Geldes mitgemacht habe" oder "wir haben Kaye rausgeworfen, weil er zu schlecht war und ihn in den 80ern nur deshalb wieder aufgenommen, weil er ein Gründungsmitglied war und damit keines der Exmitglieder wegen der Verwendung des Namens "Yes" klagen konnte". Solche Sachen sucht man vergebens. Aber bei den - immerhin auch - vorhandenen kritischen Aussagen ergeben sich leider oftmals Widersprüche, sei es durch persönliche Meinungen oder den zeitlichen Abstand bedingt, und hier hätte man sich an vielen Stellen einen ordnenden Eingriff des Herausgebers gewünscht. Leider ist das nicht geschehen, und so widersprechen sich die Beteiligten bisweilen selbst: So sagt Moraz mal, dass er aus der Band herausgedrängt worden, mal, dass er freiwillig gegangen sei.

Andererseits bietet das Buch häufig längere Ausschnitte von Interwies, die auch in den zahlreichen Bandbiographien zitiert worden sind, dort aber stärker gekürzt wurden. So lässt sich, wenn man die Bücher im Vergleich liest, bei Morse doch die eine oder andere Nuance finden, die in den Biographie zu kurz kommt.

Alles in allem eine gute und solide, wenn auch keine ganz essenzielle Ergänzung zur Yes-Bibliothek.

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