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GLOSSAR: C
Canterbury
chamber rock
Chapman Stick
Charisma Records
Charts
Chorus
Christian Progressive Rock
Clavinet
Clicktrack
Clinic
Colossus
Cover
Crafty Guitarists
Credits
Cuneiform
Cycle of the 5th
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23482 Rezensionen zu 16042 Alben von 6226 Bands.
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Glossar:

C



Canterbury:


Eine bestimmte Gruppe von Bands und Musikern, die zum grössten Teil aus dem Raum rund um das englische Canterbury stammen oder zumindest zeitweilig dort lebten, wird als Canterbury-Szene bezeichnet, die von ihnen gespielte Abart des Prog als "Canterbury". Diese Szene zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß fast jeder der beteiligten Musiker mindestens einmal mit fast jedem anderen zusammen in einer Band oder auf einer Platte gespielt hat. Auch musikalische Gemeinsamkeiten gibt es: Canterbury-Bands zeichnen sich meist durch eine zwar vertrackt-komplexe, aber jazzig-fließende Spielweise und sehr englischen Humor aus. Wichtige Vertreter sind z.B. Soft Machine, Caravan, Hatfield & The North und National Health. (ug)

Siehe auch: besprochene Alben mit dem Stilmerkmal Canterbury

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chamber rock:


Englische Bezeichnung für "Kammerrock". (tk)

Kammerrock

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Chapman Stick:


Der Chapman Stick (benannt nach seinem Erfinder Emmett Chapman) ist ein Saiteninstrument, bei dem die Saiten nicht durch Zupfen à la Gitarre oder Anschlagen à la Klavier, sondern durch sogenanntes Tapping erzeugt werden: alleine durch Drücken der Saiten auf das Griffbrett mit der Fingerkuppe werden sie zum Schwingen gebracht.

Ein halbwegs fitter Gitarrist kann so etwas auch auf der Gitarre bewerkstelligen, aber der Chapman Stick ist speziell dafür designed und hat noch einige Besonderheiten. Er hat keinen Korpus, was ihm seine unverwechselbare Form gibt, und wird außerdem in fast senkrechter Position gespielt. Weiterhin hat ein Standard-Stick zehn Saiten, deren Tonumfang von tiefsten Bässen bis in Gitarren-Höhen reicht. Es gibt den Stick auch als 8-Saiter (Stick Bass) und 12-Saiter (Grand Stick).

Durch die relativ hohe Saitenzahl, und weil man beim Tapping mit den zehn Fingern beider Hände gleichzeitig Töne erzeugen kann, ist es mit dem Stick möglich, komplexe mehrstimmige Arrangements zu spielen. Allerdings wird der Stick oft als reines Baß-Instrument benutzt, wozu er sich durch seinen kräftigen, vollen bis brillanten Ton sehr gut eignet. Aber auch in den hohen Lagen läßt sich von sanften oder perkussiven Akkorden bis hin zu schneidenden Lead-Linien einiges machen.

Relativ bekannt wurde der Stick vor allem durch Tony Levin, der ihn seit den späten Siebzigern, frühen Achtzigern auf Peter Gabriel-, King Crimson- und etlichen anderen Platten, aber auch live eingesetzt hat. Weitere Stickbenutzer: Trey Gunn ("King Crimson", "Sylvian/Fripp", solo), Don Schiff ("Rocket Scientists"). Auch John Myung von "Dream Theater" hat auf "Falling Into Infinity" ein wenig Stick gespielt. Progrock-dt-er Uwe Haaß von "Zenobia" aus Berlin benutzt übrigens auch den Stick.

Ein naher Verwandter des Stick ist die "Warr Guitar", die ähnlich wie der Stick hauptsächlich durch beidhändiges Tapping gespielt wird. Allerdings hat sie einen Korpus und kann wohl auch geschrammelt werden. Es gibt sie in 8- und 10-saitigen Ausführungen. Trey Gunn ist inzwischen auf die Warr Guitar umgestiegen, auch Markus Reuter ("Europe String Choir", solo) benutzt sie.

Einen Artikel des "Progression"-Magzines zum Thema "The Chapman Stick, at home in the World of Progressive Rock" aus der Feder des amerikanischen Stickplayers Greg Howard findet, wer hier klickt. (ug)

Tapping; Warr Guitar

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Charisma Records:


Eines der wichtigsten Plattenlabels während der "goldenen Jahre" des Prog. 1969 von Tony Stratton-Smith gegründet, veröffentlichten Bands wie Genesis, Van der Graaf (Generator), The Nice, Peter Hammill, Bo Hansson und viele andere ihre Alben auf diesem Label.

Auch für Plattensammler bietet sich hier ein weites Betätigungsfeld. Die frühen Erstauflagen der LPs gibt es in verschiedenen Ausführungen, am begehrtesten dürften die mit dem sog. "Pink Label" sein, das 1972 von bekannteren "Mad Hatter"-Label abgelöst wurde.

Für weitere Informationen und eine Diskographie sei auf die Homepage www.charismalabel.com verwiesen. (mw)

Madhatter

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Charts:


Daß Charts Hitparaden sind, weiß eigentlich jeder. Ebenso, daß es sich dabei um jene statistischen Erhebungen handelt, aus denen hervorgeht, daß die Menschheit in ihrer Mehrheit einen absolut gräßlichen Musikgeschmack hat. Aus irgendeinem rätselhaften Grund freuen sich zahllose Progfans dennoch, wenn ihre Lieblinge zufällig mal in den Charts auftauchen. Solange es sich um Verkaufshitparaden handelt, verbinden sie vielleicht die Hoffnung damit, ihre Hausband bekäme bald mal wieder was zu beißen. (rjg)

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Chorus:


1.Beim Chorus-Effekt wird eine Tonspur leicht zeitlich verschoben (etwa 20-50ms) über sich selbst gelegt. Dies erzeugt eine Schwingung und lässt das Resultat fetter und breiter klingen als das Ausgangsmaterial. Bei einer Stimme, über die ein Chorus gelegt wird, ähnelt das Ergebnis dem, was sich ergäbe, wenn zwei oder mehr Personen gleichzeitig die Melodie singen würden: aus der einzelnen Stimme wird also eine Art Chor, was auf Englisch nicht nur "Choir", sondern eben auch "Chorus" heisst.

2.Englischer Begriff für den Refrain eines Lieds, also das, was alle (also im Chor...) sofort mitsingen können sollten. (ug)

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Christian Progressive Rock:


Hauptsächlich eine US-amerikanische Bewegung von Progressive Rock Bands, die mit dezidiert christlichen, nicht selten wörtlich biblischen Texten ihren Glauben bekennen und musikalisch den Hörer (mehr oder minder offen) missionieren wollen. Christian Progressive Rock Bands gehören oft zur in Amerika weit verbreiteten Bewegung der "Reborn Christians". Bekannteste Vertreter des Genres sind Ex-Spock's Beard Boss Neal Morse und Ajalon. (sp)

Progressive Rock

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Clavinet:


Ein elektrisches Tasteninstrument, bei dem Saiten, ungefähr so dick wie Gitarren-Saiten, bei Tastendruck durch kleine Hämmer angeschlagen werden. Die mechanische Anschlagdynamik erlaubt es, durch die Stärke des Anschlags Lautstärke und Sound zu kontrollieren. Das beliebte Clavinet D6 hatte auch einen Regler, mit dem sich die Saiten dämpfen ließen, was die Klangfarbe noch etwas perkussiver werden ließ.

Das Clavinet hat einen leicht nasalen, metallischen Sound, irgendwo zwischen Stahlsaiten-Gitarre und Cembalo; in den tieferen Lagen kann es auch sehr grollend, fast bedrohlich klingen. Dies ließ es zum einen als Cembalo-Substitut populär werden, zum anderen schuf Herbie Hancock mit seiner epochalen Funk-Jazz-Platte "Headhunters" beinah im Alleingang ein Stereotyp. Dort benutzte er das Clavinet als Gitarren-Ersatz und spielte zum ersten Mal jene perkussiven Clavinet-Linien, die fast zum akustischen Synonym von "funky" und (zu?) häufig kopiert wurden. (ug)

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Clicktrack:


Elektronisches Metronom, das bei Plattenaufnahmen als Tempo-Leitfaden für die Musiker dient. Wer jemals mit einem leibhaftigen Schlagzeuger zusammen gespielt hat, weiss, dass ein Clicktrack unabdingbar ist. (Ein beliebter Musikerwitz*: "Frage: Woran erkennt man, dass ein Schlagzeuger an der Tür steht? Antwort: Das Klopfen wird schneller." *Ja, bei allen Musikern beliebt, schliesslich besteht eine Band aus Musikern und eben Schlagzeugern...) (ug)

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Clinic:


Es gibt Platten, die so langweilig sind, dass man meinen könnte, die Musiker seien bereits klinisch tot. Na ja, vielleicht haben sie auch nur versäumt, eine "clinic" zu besuchen. Nicht um sich im Hospital ärztlich die Tonleitern gerade biegen zu lassen, sondern um mehr über die Instrumente zu erfahren, die sie spielen. Eine "clinic" ist eine Lehrveranstaltung, bei der ein erfahrener, zumeist bekannter Musiker sich in die Karten blicken lässt und Tipps und Tricks zur Spiel- und Instrumententechnik verrät. Je nach Instrument spricht man logischerweise von einer "guitar clinic", "drum clinic" etc. Solche Veranstaltungen können an ganz unterschiedlichen Orten stattfinden, und auch in Deutschland ist es durchaus möglich, sich beispielsweise von dem britischen Schlagzeug-Ass Simon Phillips weiterbilden zu lassen - wenn man es denn schafft, einen Platz unter den Teilnehmern zu bekommen.

Kurze Schnipsel aus einer "guitar clinic" gibt es z.B. auf der DVD Cruise Control des amerikanischen Gitarristen Steve Morse. Die logische Weiterentwicklung sind komplette Videokurse, die nicht von namenlosen Instrumentenlehrern sondern von bekannten Musikern konzipiert sind.

Im Zeitalter von Youtube und Co. findet man Lehrvideos natürlich auch im Netz - nicht immer von berühmten Musikern, aber manchmal von welchen, die umgekehrt erst durch ihre Internet-Lehr-Videos bekannt geworden sind. (rjg)

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Colossus:


Colossus ist ein finnisches Prog-Rock-Magazin, was für die Leser der BBS, die des Finnischen nicht mächtig sind, vielleicht keine sehr wichtige Information ist.

Seit nunmehr zwölf Jahren (Stand 2013) gibt es aber auch die "Colossus Projects" - eine Sammlung von Konzeptalben, die zumindest rein quantitativ alles in den Schatten stellten dürfte, was der Prog an Konzepten jemals hervorgebracht hat. Dabei agieren ganze Heerscharen von Bands, um Themen wie die Odyssee, das Kalevala oder auch Spaghetti-Western in Progrock zu verwandeln (falls so etwas überhaupt möglich ist).

Näheres dazu hier: Colossus Projects (rjg)

Konzeptalbum

Siehe auch: besprochene Alben mit dem Stilmerkmal RetroProg; Konzeptalbum

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Cover:


1. (Platten)hülle - 2. Kurzwort für "Coverversion", d.h. Neuaufnahme und Neuinterpretation eines bereits existierenden Stückes durch einen anderen Künstler oder eine andere Band. (rjg)

Artwork; Liner Notes

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Crafty Guitarists:


Siehe Guitar Craft (ug)

Guitar Craft

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Credits:


Wer sein ganzes Geld in Prog-CDs steckt, muss dauernd zur Bank latschen, und um Kredit bitten. Da kann er sich dann auch Autogramme seiner Lieblingsband holen. Die steht nämlich vor dem gleichen Schalter, weil sie ihre Alben ebenfalls nur per Kredit finanzieren kann.

... ach so, sehe gerade, der Begriff, der hier zu erläutern ist, heißt gar nicht "Kredit" sondern "credits". Na, dascha langweilig. Der Ausdruck "credits" stammt aus dem Filmgeschäft und meint die im Abspann gezeigte Mitarbeiterliste. Auf einer CD nennen die "credits" die Musiker und sonstige Beteiligte. (rjg)

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Cuneiform:


Cuneiform bedeutet im Englischen eigentlich "Keilschrift". In einem Prog-Zusammenhang ist damit das gleichnamige amerikanische Platten-Label gemeint, das sich hauptsächlich der Wiederveröffentlichung von klassischen Aufnahmen der Canterbury-Szene sowie Neuveröffentlichungen von Avantgarde-Prog-Bands in der > RIO-Tradition verschrieben hat. (ug)

Label; RIO

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Cycle of the 5th:


Kann man als "Quintenzirkel" (auch "circle of fifths") übersetzen. Wer in der Schule mal Musikunterricht hatte, weiß, daß damit der Durchgang durch alle Tonarten per Dominanten-Verwandtschaft, d.h. per Quintenintervall gemeint ist, z.B. von C auf G auf D auf A usw. Im Rock versteht man unter "Cycle of the 5th" im engeren Sinne jedoch auch ein spezielles harmonisches Muster, das auf den Akkordstufen I, IV, VII, III, VI, II, V, I aufbaut. In C wäre das: C-F-B-Es-As usw. Der Sprung von C auf F ist der zur Subdominante, d.h. eigentlich ein Quartabstand. Der Name "Cycle of Fifths" erklärt sich daraus, daß der nächstfolgende Akkord jeweils fünf Stufen unter dem vorhergehenden liegt. Der Quintenzirkel wird hier also gewissermaßen rückwärts verfolgt. Alles zu theoretisch? So hört sich die Sache an:

home.earthlink.net/~bigears23/example2.html

Und noch ein Hinweis: Auf der CD Mother Goose Shoes von Carsten Bohns Bandstand trägt der Eröffnungstrack den Titel "The Cycle of the 5th". (rjg)

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Beiträge von: Udo Gerhards (ug), Thomas Kohlruß (tk), Michael Weinel (mw), Ralf J. Günther (rjg), Sal Pichireddu (sp)

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