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23875 Rezensionen zu 16314 Alben von 6337 Bands.
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Glossar:

E



Eclipsed:


Deutschsprachige Prog-Zeitschrift (mit eigener Webseite), vormals ein Pink Floyd-Fanzine. (rjg)

Atmosphärische, zeitlose Musik

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Eklektizismus:


Das Wort „Eklektizismus“ geht auf das griechische Wort für „auswählen“ zurück und bezeichnet eine Arbeitsweise, bei der man nichts Neues entwickelt, sondern sich bereits vorhandener Versatzstücke bedient, um daraus etwas Neues zu formen. Musikalisch ausgedrückt könnte man sagen: ein Musiker arbeitet dann eklektisch, wenn er Elemente bereits vorhandener Epochen, Stile, anderer Komponisten oder bestimmter Songs benutzt, um damit seine eigene Musik zu machen.

Das Wort wird in der Regel abwertend verwendet – weshalb es sich so häufig besonders in kritischen Rezensionen von Prog-Alben findet. Dahinter steckt wohl die Auffassung, dass ein Musiker seine Musik geniehaft aus einer Art innerem Drang heraus schaffen soll, weil er nicht anders kann, und, weil er ein Genie ist, dieses Werk immer etwas vollkommen neues, neuartiges, autonomes sein muss. Aber (abgesehen davon, dass nicht jeder ein Genie ist), auch diese Art des Schaffens hat etwas für sich, denn wenn man diese Arbeitsweise beherrscht, kann man auch auf diese Weise tolle Musik machen. Man muss aber unterscheiden zwischen bloßer Imitation, wie sie sich etwa bei Cover- und Klonbands findet, und eigenständiger Weiterentwicklung von Vorgefundenem.

Eklektizismus gibt es in allen Kunstrichtungen, man setzt ihn dann gern auch mit Historismus gleich, oder entdeckt ihn in der Vorsilbe „Neo-“ vor bestimmten Stilbezeichnungen. Im Prog findet man ihn entsprechend als Neo- oder Retroprog, tatsächlich greift der Prog aber bereits in seinen frühesten Ausprägungen, etwa bei The Nice, King Crimson oder den Moody Blues, Elemente aus dem Jazz und der Klassik auf. Progressive Rock ist also immer schon eklektisch. mehr dazu gibt's übrigens hier. (nb)

Selbstreferenzialität; Intertextualität; Postmoderne

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ELP:


Emerson, Lake & Palmer (zeitweilig aber auch Emerson, Lake & Powell). (rjg)

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Empire:


Deutschsprachige Prog-Zeitschrift und CD-Versandhandel (mit eigener Webseite). (rjg)

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EMU Emulator:


Einer der ersten vergleichsweise billigen Sampler. Während Anfang der 80er das Synclavier und der Fairlight CMI noch sechsstellige Summen kosteten, war der Emulator I bei der Markteinführung 1981 mit knappen 8000$ ein echtes Schnäppchen. Der Sampler sowie seine Nachfolger Emulator II und III wurden von vielen bekannten Bands in den 80er Jahren, auch im (Neo)Prog, benutzt. Nennenswert wären z. B. Tony Banks von Genesis (v. a. auf "Invisible Touch"), Marillion, Tangerine Dream, Depeche Mode, Kraftwerk und Vangelis.

Heute ist die Technik natürlich hoffnungslos veraltet, aber es gibt noch immer Musiker, die auf die EMUs schwören. Im Gegensatz zu heutigen Samplern besitzen diese Geräte nämlich noch analoge Filter.

Weitere Infos sowie Fotos gibt's hier. (mw)

Fairlight CMI; Synclavier; Sampler

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EP:


Abkürzung für "Extended Play". In Vinyl-Zeiten gab es so was ab und an mal, ist im Prinzip eine Single, nur mit längerer Laufzeit bzw. mehr Titeln.

Obwohl es ursprünglich nur EP im Single-Format (7") gab, kamen ab Ende der Siebziger zunehmend auch 12"-Platten heraus - was aber im Prinzip dann eine "normale" Maxi-Single ist, deren Merkmal gerade ist, dass mehr Titel als auf einer Single drauf sind.

Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Spot The Pigeon EP von Genesis mit drei bis dahin unveröffentlichten Stücken. (mw)

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EWI:


Abkürzung für "electronic woodwind instrument", im Deutschen auch als "Blaswandler" bezeichnet. Im Prinzip eine Art Synthesizer, der statt über eine Klaviatur wie ein Blasinstrument gespielt wird. Die Tonerzeugung geschieht über den Anblasdruck, dazu verfügt das EWI über Klappen oder druckempfindliche Sensoren. Die Form ist meist einer Klarinette oder einem Saxophon nachempfunden. Entwickelt wurde das EWI bereits in den 70er Jahren, eines der ersten Modelle war das Lyricon der Firma Computone. Wayne Shorter von Weather Report war einer der ersten Musiker, der ein EWI einsetzte (1976 auf "Black Market"). (jr)

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Beiträge von: Ralf J. Günther (rjg), Nik Brückner (nb), Michael Weinel (mw), Jochen Rindfrey (jr)

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