SUCHE
Erweiterte Suche
GLOSSAR: M
Madhatter
Mainstream
Mastering
Math-Rock
Mellotron
MIDI
Modal
Monitoring
Moog
MOR
Musique concrète
Muzak
ARCHIV
STATISTIK
24106 Rezensionen zu 16473 Alben von 6405 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Glossar:

M



Madhatter:


Der Verrückte Hutmacher ist eine Figur aus Lewis Carroll's "Alice im Wunderland". Im Prog tauchte er schon sehr früh auf, als nämlich das "Famous Charisma Label" ihn in der Mitte seines Label-Logos abbildete. Wer jemals eine Vinyl-LP von Genesis besessen hat, kennt ihn mit Sicherheit, und auch auf manchen Remaster-CDs taucht er aus nostalgischen Gründen wieder auf, so auf den Scheiben der Van Der Graaf-Remaster-Reihe von EMI oder auf den Japan-Pressungen von Genesis (die vor ein paar Jahren in Mini-LP-Hüllen auf dem Markt waren). In Worten erscheint er einmal bei Shadowland, die ein Album nach ihm benannt haben ("Mad as a hatter"). Auch bei Bigelf kommt sein Name einmal als Songtitel vor.

Wer würde in einer fiktiven Prog-Oper über "Alice im Wunderland" den Madhatter wohl singen? Klingt die Stimme auf den uns bestens bekannten Releases des "Famous Charisma Labels" (Genesis) nicht im Grunde genau so, wie der Madhatter aussieht? Beschäftigen etwa viele Bands in der Genesis-Tradition den Madhatter, ohne es bislang zu wissen? So Marillion, The Watch, Galahad, Aragon, Revelation, IQ, Citizen Cain, Shaun Guerin, Grey Lady Down, Chaneton, Mangala Vallis (je nachdem, wer gerade singt), Red Sand, Clepsydra/Shakary (ansatzweise), Pallas (ansatzweise und nur mit Alan Reed), Iluvatar, Credo, Carptree (ansatzweise), Martigan, Arena (erste 3 Alben), Ricocher, Jack Yello, Jump, Metaphor, Simon Says (in Ansätzen)?

Eine leichte Neigung zum so verstandenen Madhatter hatte bisweilen sogar Peter Hammill in seiner frühen Zeit (" I prophesy disaster.").

Und manchmal beim Italiener kann man sich schon fragen, ob nicht sogar Eros Ramazotti heimlich dazu gehören könnte.;-) (hm)

Charisma Records

Zum Seitenanfang

Mainstream:


Nicht etwa die englische Bezeichnung für den Fluß, der durch Frankfurt a.M. fließt, sondern der "Hauptstrom". In der Musik eine Richtung, die von einer Mehrzahl der Musiker und Hörer bevorzugt wird, daher niemals experimentell. Man kann durchaus auch innerhalb eines Genres von einem Mainstream sprechen. Im Prog wären das derzeit wohl die Neo- und die Retrorichtung. Zeuhl hingegen bietet das typische Beispiel für ein Nebenflüßchen, in dem es zum Teil gewaltig zischt und brodelt. (rjg)

Zeuhl; retro; Neoprog

Siehe auch: besprochene Alben mit dem Stilmerkmal Rock / Pop / Mainstream

Zum Seitenanfang

Mastering:


Mit diesem Begriff bezeichnet man den letzten Schritt der Bearbeitung einer Aufnahme, der meist von einem speziell geschulten Toningenieur in einem extra auf das Mastering ausgerichteten Studio vollzogen wird. Dabei werden z.B. die Lautstärke-Verhältnisse der einzelnen Stücke aneinander angepasst. Mit Hilfe vielfältiger Techniken und Gerätschaften wie Equalizern und Kompressoren wird der Frequenzganz und Dynamikverlauf der Aufnahmen angepasst, damit sie in möglichst allen akustischen Situationen (HIFI-Anlage, Autoradio, Walkman, Radio) optimal klingen. Ausserdem wird aus dem ursprünglichen Aufnahmemedium (etwa analoges Tonband, digitales Tonband oder digitale Dateien in verschiedenen Formaten) das Master-Medium hergestellt, das ein Presswerk zur Massenherstellung der fertigen CDs benutzt. (ug)

Zum Seitenanfang

Math-Rock:


"Math-Rock" (von "mathematisch") ist eine Entwicklung der 90er Jahre, die aus dem Prog insbesondere den Hang zu ungeraden Taktarten und verwickelten Metren übernommen hat. Die Musik ist weitgehend instrumental, sehr riffbetont und kennt so gut wie keine Soli. Eine ausführliche Darstellung findet sich bei Theo Cateforis: How Alternative Turned Progressive: The Strange Case of Math Rock, in dem auf der Lesestoffseite besprochenen Buch von Kevin Holm-Hudson: Progressive Rock Reconsidered.

Zum Glück klingt nicht alles so, wie die Definition es fordert. (rjg)

Post-Rock

Siehe auch: besprochene Alben mit dem Stilmerkmal Mathrock

Zum Seitenanfang

Mellotron:


Das Mellotron ist eine Art analoger Vorläufer moderner Sampler, der schon Mitte der Sechziger Jahre aus einem Vorgängerinstrument namens Chamberlin entwickelt und produziert wurde.

Durch den Druck auf eine der Tasten wird ein kurzes Tonband abgespielt, auf dem ein der Tonhöhe der Taste entsprechender Klang aufgezeichnet ist. Beim Loslassen der Taste wird das Band durch einen Mechanismus zurückgeschnellt und wieder aufgerollt. Da das Tonband nur eine bestimmte Länge hat, können keine beliebig langen Töne gespielt werden, sondern ein Band reicht nur für ca. 7 Sekunden. Dafür ist die Polyphonie quasi uneingeschränkt, da jeder Ton sein eigenes Band und seinen eigenen Mechanismus hat.

Die meisten Mellotrons haben auf jedem Band drei Spuren mit verschiedenen Instrumenten nebeneinander, zwischen denen umgeschaltet werden kann. Durch seine relativ naturgetreue Wiedergabe der aufgenommen Sounds eignete es sich vor allem dazu, ansonsten zu kostenaufwenige Klänge zu erzeugen: Orchester und Chor. Diese waren (und sind) in Prog-Kreisen wohl die beliebsten Mellotron-Sounds. Allerdings hat das Mellotron durch die Geschwindigkeitsschwankungen beim Abspielen der Bänder einen typischen, leicht eiernden "Signature-Sound". Ein weiteres bekanntes Mellotron-Band ist der Flöten-Klang: der Anfang von "Strawberry Fields" von den Beatles z.B. wurde damit erzeugt. Aber MKII-Instrumente konnten mit ihrer linken Tastatur auch andere, rhythmische Presets abspielen, die zum Teil ganze instrumentale Phrasen auslösten. Weiteres Beatles-Beispiel: das "Spanische Gitarre"-Intro zu "Bungalow Bill" ist ein Mellotron-Preset (auch zu hören auf dem "King Crimson"-Liveset "Epitaph", wie einige weitere dieser Presets).

Probleme des Mellotrons sind zum einen sein recht hohes Gewicht, das es für Live-Auftritte nicht gerade geeignet macht (nichtsdestoweniger schleppten "King Crimson" zeitweise zwei der Biester mit sich rum). Zum anderen ist das Mellotron von notorischen Zuverlässigkeitesproblemen geplagt (nicht umsonst nannten "King Crimson" eines ihrer Mellotrons, das sie übrigens später an "Genesis" verkauften, "The Black Bitch"): die komplizierte Mechanik ist sehr ausfallanfällig. Außerdem wankt die Stimmung des Mellotrons i.d.R. extrem, da sie von kleinsten Schwankungen in der Stromversorgung beeinflußt wird.

Leider Gottes sind heutzutage Mellotrons nichts für den schmalen Geldbeutel. Für ein einsatzbereites oder restauriertes Instrument muß man schon ein paar tausend Dollar einplanen. Daher greift man oft auf gesamelte Mellotron-Sounds zurück, z.B. im Emu Vintage Keys-Expander. (ug)

Sampler; Vintage

Zum Seitenanfang

MIDI:


Acronym für "Musical Instrument Digital Interface". Dabei handelt es sich um ein Protokoll, also eine Sammlung von Regeln, wie verschiedene elektronische Geräte Informationen über Noten austauschen können. Dabei werden nicht die Klänge selbst ausgetauscht, sondern nur Parameter wie Tonhöhe, Dauer des Tons, Lautstärke und Modulationen. Typischerweise steuert z.B. ein elektronisches Keyboard einen Klangerzeuger via MIDI an. Das Keyboard selbst erzeugt dabei keine eigenen Klänge, sondern gibt lediglich die oben erwähnten Informationen weiter, die der Klangerzeuger in Töne umsetzt.

Das Steuergerät muss aber kein Keyboard sein, sondern fast jedes Instrument kann mit einem MIDI-Interface ausgerüstet werden, etwa Geigen, Gitarren, Akkordeons oder Schlagzeuge (über sogenannte "Trigger").

Seit seiner Einführung 1983 wurde das MIDI-Protokoll ständig weiterentwickelt, so dass heute über MIDI auch vielfältige andere Informationen ausgetauscht werden können. Wer mehr darüber erfahren will, findet alles Wissenswerte auf den vielen MIDI-Seiten im WWW, etwa www.midi.com. (ug)

Zum Seitenanfang

Modal:


Unter einem "Modus" versteht man eine Skala, d.h. eine Tonleiter, die nicht dem üblichen Dur-/Mollschema entspricht. Hierzu zählen die sogenannten Kirchentonarten (in denen die Ganz- und Halbtonschritte anders verteilt sind), je nach Definition aber auch bestimmte exotische Tonleitern. Auf den verschiedenen Modi basiert das sog. "Modal Playing". Es stellte historisch eine Reaktion auf die praktisch nicht mehr steigerbare Komplexität dar, die die traditionelle Harmonik im Jazz erreicht hatte. Die "modalen Skalen" erhielten seit Ende der 50er Jahre unter der Hand von Musikern wie John Coltrane und Miles Davis eine neue Form von Selbständigkeit. Man entnahm ihnen das Begleit- und Melodiematerial, ohne weiter das Prinzip der Akkordfortschreitung in den Mittelpunkt zu stellen und kam so gleichzeitig zu einer Vereinfachung und Befreiung der Spielweise.

Statt raschen Wechsels verharrten die Harmonien (oder auch Riffs) jetzt häufig sehr lang auf einer Stufe und schufen den Raum für eine Melodik, die mit traditionellen Akkordfolgen schwer zu vereinbaren gewesen wäre. Das Ergebnis klingt für den Hörer oft, als würden über einem relativ bewegungsarmen Klangteppich Melodielinien gespielt, die zwar nicht "atonal", aber auch wenig "liedhaft" sind. Obwohl modales Spiel auch im Rock vorkommt, sind hier weit eher konventionelle Blues- und Songschemata, im Prog zudem harmonische Vorbilder der Klassik und Romantik verbreitet. In bestimmten Spielarten des Jazzrock ist jedoch das Modal Playing dominierend. Ein sehr bekanntes Beispiel liefert das vierte Album von Soft Machine (Fourth). Viele Jazzrockalben in der Nachfolge von Miles Davis laufen dem typischen Rockfeeling allerdings nicht nur durch die Modalität, sondern auch durch eine wenig aggressive Rhythmik entgegen. Zumindest für jene Fusionalben, auf denen die Musik monomanisch vor sich hin plätschert, mag denn auch zutreffen, was der Keyboarder Heiner Goebbels feststellte, daß nämlich die "Modalharmonik viel zu unverbindlich", "viel zu beliebig" sei, um "die Strenge der Rockharmonik zu bekommen". Doch Vorsicht: Drei-Akkorde-Rocker, die durch diese Bemerkung ihr fades Treiben gerechtfertigt sehen, werden mit einer in genau zwölf Takten einsetzenden Mutation zum lustigen Musikanten bestraft. (rjg)

Zwölftaktschema; Riff; Jazzrock; Drei Akkorde

Zum Seitenanfang

Monitoring:


Monitoring ist der Teil der Beschallungsanlage, der bei einem musikalischen Live-Event dafür sorgt, dass die Musiker sich auf der Bühne selber hören können. Als 'Monitor' bezeichnet man dabei eine Lautsprecher-Box, die auf die/den Musiker gerichtet ist. Da natürlich jeder Musiker sich selbst am liebsten hört, kann es genauso schwierig oder schwieriger werden, einen für alle akzeptablen Monitor-Mix zu finden wie einen guten Publikums-Mix. Bei grossen Veranstaltungen / Bands gibt es oft einen dedizierten Tontechniker, der direkt auf der Bühne - meist irgendwo an der Seite - sitzt und nur für den vom Restklang unabhängigen Bühnensound zuständig ist. Wer richtig viel Geld zur Verfügung hat, kann auch sogenanntes 'In-Ear-Monitoring' anwenden: dabei wird den Musiker der Bühnensound nicht über Lautsprecher sondern (hoffentlich) wohldosiert über kleine Knopfkopfhörer bereitgestellt, die gleichzeitig als Hörschutz dienen, um Hörschäden vorzubeugen. Grundsätzlich gilt, dass der Monitor-Sound auf der Bühne - das betrifft sowohl die Gesamtlautstärke als auch die Lautstärkenverhältnisse zwischen den einzelnen Instrumenten - in der Regel keinerlei Gemeinsamkeit mit dem dem Saalsound hat. (ug)

HiFi-Stöpsel

Zum Seitenanfang

Moog:


Nachname des bekannten Syntheziser-Erfinders/-Herstellers Robert (Bob) Moog, wird oft auch einfach als Bezeichnung für einen Moog-Synthesizer selbst benutzt. Die korrekte Aussprache von Moog ist übrigens trotz amerikanischen Ursprungs wie mit einem langen deutschen "O", nicht wie "U".

Der Amerikaner Robert Moog war einer der ersten, der industriell gefertigte elektronische Synthesizer herstellte, beginnend mit dem modularen Moog 1965, bei dem die verschiedenen Elemente des Klangerzeugung (Oszillatoren, Filter, Hüllkurven etc.) mit Hilfe von sogenannten Patchkabeln frei miteinander verbunden werden konnten und mussten.

Die Möglichkeiten dieses neuartigen Instruments begeisterten bald viele bekannte Musiker, die sich von Moog Instrumente bauen liessen (etwa die Beatles, speziell George Harrison und die Rolling Stones). Einen weiteren Bekanntheitsschub erhield der Moog Synthesizer durch Wendy Carlos' Album mit Bach-Bearbeitungen "Switched-On Bach".

Bald stellte sich heraus, dass das riesengrosse unhandliche modulare Ungetüm bei spektakulärer Optik (siehe Keith Emersons Live-Auftritte aus den frühen Siebzigern) für den Arbeitsalltag des tourenden Musikers nur wenig geeignet war. Dies führte zur Entwicklung des festverdrahteten MiniMoog, der sich bald zum Liebling der Keyboarder mauserte und dessen charakterischtischer Sound auch heute noch Fans von Vintage Klängen zum Schwelgen bringt.

Auf den MiniMoog folgte eine Reihe weiterer Moog-Synthesizer mit unterschiedlichen Charakteristika: Robert Moog verliess schliesslich die eigene Firma. Bob Moog gründete eine eigene Firma namens "Big Briar" und begann, wieder Instrumente herzustellen, zuerst Theremins, mit denen er in den 50er Jahre erste Experimente mit elektronischer Klangerzeugung begonnen hatte, schliesslich, als der Name "Moog Music" wieder Verfügbar wurde, auch unter diesem Namen eine aktualisierte Version des MiniMoog. (ug)

Taurus Bass Pedale; Vintage

Zum Seitenanfang

MOR:


Da wo sich nur unambitionierte Künstler aufhalten: mitten auf der Straße (m-iddle o-f the r-oad), d.h. mitten im Hauptstrom. Echte Progger erkunden musikalisch unwegsames Gelände oder untersuchen zumindest die Bordsteine und Hydranten am Wegesrand - auch wenn sie dabei manchmal Schlange stehen müssen, um erst all diejenigen loszuwerden, die bereits das Gleiche tun. (rjg)

Zum Seitenanfang

Musique concrète:


Wann konkret ist Musik "Musique concrète"?

Im lockeren Sprachgebrauch spricht man oft schon von "Musique concrète", wenn ein Musikstück aus bearbeiteten Tonbändern hervorgegangen ist (durch Schnittmontage, Geschwindigkeitsveränderung, Umkehrung etc.). Siehe etwa im Prog (bzw. im populärmusikalischen Bereich) Frank Zappa mit seinen Experimenten auf We're only in it for the money oder Lumpy Gravy.

Ganz korrekt ist dieser Sprachgebrauch nicht. Im engeren Sinne ist Musique concrète eine Schule der elektronischen Musik, die Ende der vierziger, Anfang der fünfziger Jahre des 20. Jhs. in Paris entstand. Einer ihrer Vordenker und Hauptprotagonisten war der gelernte Ingenieur Pierre Schaeffer.

In einem wichtigen Punkt unterscheidet sich die Musique concrète von anderen Elektronik-Strömungen, die zur gleichen Zeit aktiv waren und mit Bandmanipulationen arbeiteten wie die "Kölner Schule" oder die amerikanische "Tape Music": Als Ausgangsmaterial verwendet sie ausschließlich "nicht-musikalische" Aufnahmen. Es wurde u.a. versucht, die Musik im alltäglichen Geräusch zu finden. Ein berühmtes Beispiel dafür - und zugleich eine der ersten Musique concrète-Kompositionen - ist Pierre Schaeffers "Étude aux chemins de fer", die nur aus Eisenbahn-Geräuschen erstellt wurde.

Konkret: warum "concrète"?

Die Bezeichnung "konkrete Musik" führte Schaeffer ein, um den gegenüber herkömmlichen Kompositionen umgekehrten Ansatz zu verdeutlichen. Bei der "abstrakten" Musik beginnt das Werk als abstrakte Komposition auf Notenpapier. Es wird erst durch die Aufführung zum konkreten akustischen Ereignis. "Musique concrète" hingegen beginnt mit einem konkreten akustischen Ereignis als Ausgangsbasis der Komposition.

"Musique"?

Die notwendigerweise stark atonale Natur der "Musique concrète" dürfte verhindern, dass viele Hörer sie überhaupt als "Musik" empfinden. Aber wie bei vielen anderen musikalischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts (etwa Zwölftonmusik, serielle Musik, elektronische Musik im allgemeinen) geht es darum, die Grenzen der traditionellen Kompositionslehre (funktionelle Harmonik, Tonalität & Co.) zu sprengen, um neue musikalische Ausdrucksformen zu ermöglichen. (ug)

Atonal

Zum Seitenanfang

Muzak:


Muzak ist eigentlich der Name einer Firma, die zur kommerziellen Nutzung eines 1922 patentierten Verfahrens der Übertragung von Hintergrundmusik gegründet wurde. Aber wie andere Markennamen ("Tempo", "Cola" etc.) hat sich auch "Muzak" als generische Bezeichnung einer bestimmten Produktart durchgesetzt, hier: unauffällige Hintergrundmusik, die zur Berieselung (und - im entsprechenden Umfeld - zur Förderung der Kaufbereitschaft) in öffentlichten Räumen wie Kaufhäusern, Hotels oder Behörden gedacht ist. Daher nennt man Muzak im Deutschen konkreter auch "Kaufhaus-Musik" oder "Fahrstuhl-Musik".

Die Konzeption von Musik nicht als Musik an sich, sondern als Teil einer räumlichen Umgebung teilt Muzak mit dem ursprünglichen Gedanken der Ambient-Musik (die Firma "Muzak" spricht dementsprechend auch von "Audio Architecture" statt Hintergrundmusik). Ambient zeichnet sich allerdings durch eine statischere, minimalistischere Ader aus, die aus der zeitgenössischen Klassik und elektronischen Musik abgeleitet ist, während Muzak eher weichgespülte und glattgebügelte Vorbilder aus dem populärmusikalischen Bereich verwendet.

Eine Abwandlung des Wortes Muzak ist Fuzak: Fusion + Muzak. Damit wird gelegentlich eine besonders gefällige Spielart des Jazzrock bezeichnet. (ug)

Jazzrock; Fusion; Ambient

Zum Seitenanfang

Beiträge von: Henning Mangold (hm), Ralf J. Günther (rjg), Udo Gerhards (ug)

<< Glossar LGlossar N >>

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum