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Nodo Gordiano

Flektogon

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; RetroProg; sonstiges
Label: AMS / Vinyl Magic
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Andrea de Luca bass, acoustic & electric guitar, synthesizer, sax, violin, santoor, theremin, chau gong
Carlo Fattorini drums, glockenspiel, marimba, ogororo plates, bodhran, acoustic & electronic percussion
Franco "Tatanka" Terralavoro sax, flute

Gastmusiker

Silvia Scozzi vocals

Tracklist

Disc 1
1. theatro di memoria 8:08
2. ozymandias part I 3:42
3. avventure di mastarna 30:16
4. ozymandias part II 5:36
5. zeitgeist 5:23
Gesamtlaufzeit53:05


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Nach gut fünf Jahren Arbeit und zehn Jahre nach ihren Debütalbum bringen Nodo Gordiano ihr zweites Album heraus. "Flektogon" war schon in Arbeit, als der Band "Alea" passierte (Hintergründe siehe eben da). Immer noch ist Bassist - und inzwischen Multiinstrumentalist - Andrea de Luca das letzte verbliebene Originalmitglied von Nodo Gordiano (die anderen Musiker vom Debüt der Band bilden inzwischen zum Teil den Kern von Periferia Del Mondo). Carlo Fattorini - zuständig für alles was kracht, klimpert und für Rhythmus sorgt - war dann schon bei "Alea" mit dabei, Gesangsgast Silvia Scozzi ist neu und auch Sax- und Flötenspieler Terralavoro ist neu mit dabei. Allerdings scheint Terralavoro im Gegensatz zu Scozzi ein 'richtiges' Bandmitglied zu sein. Seit Anfang 2009 gehört auch ein Gitarrist - Valerio Rasi - zur Band, allerdings ist er auf "Flektogon" noch nicht zu hören.

Nach der Historie nun zur Musik... für die lange Reifezeit ist "Flektogon" ein seltsam zerrissen wirkendes Album geworden. Die vier Tracks (oder fünf, je nachdem, wie man das zweigeteilte "ozymandias" zählen will) scheinen kaum etwas gemeinsam zu haben. Der Opener "theatro di memoria" ist ein gediegener Retroprogger mit deutlichem Crimso-Einschlag. Sakrale Chorgesänge leiten den Song ein, der dann ordentlich vor sich hin rockt. Weniger bombastisch, eher filigran-erdig, fast ein bisschen hardrockig, getrieben von wuseliger Percussion-Arbeit. Hier singt auch Gast Silvia Scozzi ein paar Zeilen, aber die Musik bleibt überwiegend instrumental.

Der erste Teil von "ozymandias" ist eine Art elektronisch-angehauchte Klangcollage, die etwas an die Musik von "Alea" erinnert. Anschließend folgt mit dem über 30 Minuten langen Stück "avventure di mastarna" das Herzstück des Albums. Eine Prog-Suite in bester Retroprog-Tradition entfaltet sich mit jazzrockiger Percussion, knackigem Bassspiel, rockiger Gitarre und flirrenden Synthies. Nahezu unvermittelt bricht ungefähr zur Halbzeit das Saxophon mit einem free-jazzigen Part (im Stile von VdGGs David Jackson) durch. Es folgt ein leicht wirrer Instrumentalpart mit lyrischen Flöten und Synthiewellen, der bis an die Grenzen zu avantgardistischen Rockelementen geht. Nach vielleicht 10 Minuten geht der Song wieder in die Retroprog-Stimmung vom Beginn über und klingt melodisch aus.

Der zweite Teil von "ozymandias" ist von allerlei Percussion-Klängen, bis hin zu einer Art Schlagzeug-Solo, beherrscht. Das abschließende "zeitgeist" ist der heimliche Star der Albums. Ein veritabler Jazzrocker mit treibender Schlagzeugarbeit, röhrender Gitarre und elegant-flirrenden Synthies. Ein Super-Track, leider zu kurz. Erstaunlich ist, dass de Luca und Fattorini als Duo ein richtiges Bandfeeling erzeugen.

Ein bisschen mehr als 50 Minuten Musik als Ausbeute von gut fünf Jahren Arbeit. Nicht wirklich viel, und dann auch noch sehr inkonsistent. Das macht eine Bewertung schwer. Der Longtrack hat seine Momente und der Free-Jazz-Avant-Part im Mittelteil bürstet den Hörer ordentlich über den Scheitel. "zeitgeist" habe ich ja schon gelobt. "theatro di memoria" ist hübsch, die beiden Teile von "ozymandias" eher verzichtbar, aber trotzdem nicht schlecht. Irgendwie bleibt ein indifferent-gespaltenes Gefühl zurück. Aber irgendwie ist "Flektogon" auch ein interessantes Album geworden, dessen Anschaffung sich mindestens für Fans der 'Band' (so es denn solche überhaupt explizit gibt) lohnt oder für Suchende nach eher ungewöhnlichen Alben, deren Reiz sich nicht sofort erschließt.

Anspieltipp(s): siehe Text, welcher Track könnte schon was über das Album aussagen?
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.8.2009
Letzte Änderung: 26.4.2014
Wertung: 9/15
...oder auch '10' mit etwas wohlwollen, irgendwo dazwischen sozusagen

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nodo Gordiano

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Nodo Gordiano 10.00 1
2005 Alea 8.00 1
2014 Nous 11.00 1

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