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24968 Rezensionen zu 17121 Alben von 6671 Bands.
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Tangerine Dream

Alpha Centauri

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1971
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik; Krautrock
Label: Ohr
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Edgar Froese Gitarre, Bass, Orgel
Christoph Franke Percussion, Lotosflöte, Harfe, Zither, Synthesizer
Steve Schroyder Orgel, Echomaschine, Stimme

Gastmusiker

Udo Dennebourg Flöte
Roland Pualyck Synthesizer

Tracklist

Disc 1
1. Sunrise in the Third System 4:20
2. Fly and Collision of Comas Sola 13:23
3. Alpha Centauri 22:04
Gesamtlaufzeit39:47


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


In Zusammenhang mit "Alpha Centauri" schufen Tangerine Dream den Begriff "Kosmische Musik", ein Etikett, unter dem zahlreiche deutsche Bands der frühen Siebziger auftraten.

"Sunrise in the Third System" beginnt mit sanfter Gitarre und brummender, im Laufe des Stücks mächtiger werdender Orgel. Immer wird es von elektronischen Klangschleifen durchdrungen. Gegen Ende wird die Orgel richtig majestätisch, dann bricht das Stück auch schon ab.

Freie elektronische Klänge bilden den Auftakt von "Fly and Collision of Comas Sola", dem schönsten Stück auf "Alpha Centauri". Dann stehen wieder weiche, langsam mächtiger werdende Orgelklänge und sanfte Gitarrenakkorde im Vordergrund, ergänzt von furiosem Flötenspiel. In der zweiten Hälfte setzt das Schlagzeug ein, und das Stück entwickelt sich zu einer wilden Orgie aus rasendem Getrommel, immer noch von mächtiger Orgel untermalt.

Das Titelstück schließlich ist völlig struktur- und rhythmusfrei. Von Orgel und Flöte dominiert und immer wieder mit elektronischen Geräuschen unterlegt, deutet es bereits den Stil des Folgealbums "Zeit" an.

Anspieltipp(s): Fly and Collision of Comas Sola
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.5.2002
Letzte Änderung: 26.6.2004
Wertung: 12/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Die Bezeichnung "kosmisch" steht für die maximale Vorstellung der räumlichen Ausdruckskraft eines Tones. Wir beziehen unsere Inspirationen tatsächlich aus dem Kosmos. Wir wollen versuchen, mit dieser sogenannten "Kosmischen Musik" Vorgänge hörbar zu machen, die am Rande der wahrscheinlichen Vorstellungskraft des Menschen liegen.

Nach dieser Aussage von Edgar Froese sollte die Welt der deutschen Musikpresse nicht mehr dieselbe sein. "Kosmische Musik" war ein wunderbarer Marketingbegriff, von dem insbesondere Ohr-Labelchef Rolf-Ulrich Kaiser begeistert war. "Kosmisch" war nach Froeses Kommentar zu "Alpha Centauri" ein guter Teil von Kaisers Produktionen, die zuletzt auf dem eigens geschaffenen Label namens "Kosmische Kuriere" erschienen. Schliesslich wurde der Begriff zum Etikett für all jene Musik aus deutschen Landen, die aus ausgedehnt dahinwabernden und meist elektronisch erzeugten Klangabläufen bestand.

Zentrales Element solcherart Musik sollte der Synthesizer werden, der auf "Alpha Centauri" erstmals auf einem Tangerine Dream-Album zum Einsatz kommt. Allerdings steht er noch nicht im Zentrum der Musik, sondern sorgt hier für begleitende und verfremdende, durch die Stücke huschende und wabernde Töne. Bestimmt wird "Alpha Zentauri" von eher herkömmlichen Instrumenten, vor allem Orgel, Gitarre, Bass, Flöte und Perkussion, deren Klänge allerdings mitunter stark verfremdet, insbesondere mit Echo und Hall versehen werden. Das Ergebnis sind zwei lange Klanggebilde ("Sunrise In The Third System" und "Fly And Collision Of Comas Sola" gehen ineinander über), bestehend aus langgedehnten Orgelläufen, verfremdeten Gitarren- und Basslinien, einer dezent hallenden und schallenden Perkussion (insbesondere Beckendröhnen), den schon erwähnten elektronischen Soundwolken und gelegentlichen Einlagen an Flöte, Schlagzeug und einiger anderer, oben in den Credits aufgeführten Instrumente. Eine recht zentrale Rolle kommt der Flöte zu, die meist von Gastmusiker Udo Dennebourg bedient wird. In der zweiten Hälfte von "Fly And Collision Of Comas Sola" setzt Franke zum ersten und einzigen Mal auf dem Album sein Schlagzeug ein und sorgt mit recht heftigem, stark hallendem Getrommel für den von Jochen weiter oben beschriebenen orgiastischen Ausbruch.

Wie später auf "Zeit" benutzen Tangerine Dream auf "Alpha Centauri" eine ganze Reihe von konventionellen Instrumenten, die elektronisch so stark verfremdet werden, dass mitunter der Eindruck einer rein elektronisch erzeugten Musik entsteht. Allerdings gehen die Berliner auf ihrem Zweitling in dieser Hinsicht noch nicht so weit, wie auf dem Nachfolgealbum. Einen ab und zu an Pink Floyd erinnernden, von der Orgel dominierten, meditativ dahingleitenden Krautrock gibt es auf "Alpha Centauri" zu hören, der ein Mittelding zwischen dem "Electro-Punk" von "Electronic Meditation" und dem freien Tonschweben von "Zeit" darstellt. Gegen Ende der Scheibe erzeugen die Berliner dabei eine sehr dichte Musik aus hallenden Orgelklängen und textlosem Gesang, der in seiner sakralen Intesität an das mächtige "Vuh" vom zweiten Album der Kollegen von Popol Vuh erinnert.

Dem mir vorliegenden CD-Reissue von "Alpha Centauri" (2002, Sanctuary Records) ist als Bonusstück die 1971 erschienen Single "Ultima Thule Part 1" beigefügt. Das dreienhalb Minuten lange Stück bietet eine sehr kantige, von heftig verzerrten Gitarrenklängen dominierte Musik, die noch ganz im Stil des Erstlingsalbums gehalten ist.

"Alpha Centauri" markiert den Übergang vom schrägen Krautrock der ersten Phase von Tangerine Dream hin zum elektronischen Klangblubbern der Alben "Zeit" und "Atem". Da die Musik um einiges abwechslungsreicher als auf letztgenannten Tonträgern ist und dem Ganzen ein sehr sympatischer, rauh-experimenteller Charme beiwohnt, ziehe ich die Scheibe - und den Vorgänger "Electronic Meditation" - jedem späteren Album der Berliner vor. Krautrockliebhaber sollten die beide ersten Alben von Tangerine Dream im Schrank stehen haben!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.9.2005
Letzte Änderung: 13.11.2015
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Tangerine Dream

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Electronic Meditation 11.00 2
1972 Zeit 8.20 6
1973 Atem 11.00 2
1974 Phaedra 11.75 4
1975 Ricochet 13.00 3
1975 Rubycon 12.00 3
1976 Stratosfear 11.67 3
1977 Encore 11.50 2
1977 Sorcerer 10.50 2
1978 Cyclone 8.50 2
1979 Force Majeure 8.50 2
1980 Tangram 9.75 4
1980 Pergamon 10.00 1
1981 Exit 8.50 2
1981 Thief 7.00 1
1982 Logos Live 10.33 3
1982 White Eagle 7.50 2
1983 Hyperborea 9.00 2
1983 Wavelength 11.00 1
1984 Flashpoint 5.00 1
1984 The Park Is Mine 4.00 1
1984 Poland (The Warsaw Concert) 10.00 2
1984 Firestarter 7.00 1
1985 Heartbreakers 2.00 1
1985 Le Parc 7.00 2
1985 Legend 12.00 1
1985 Dream Sequence - 2
1986 Underwater Sunlight 8.50 2
1986 Green Desert 9.00 3
1987 Deadly Care 3.00 1
1987 Shy People 5.00 1
1987 Near Dark 8.00 1
1987 Tyger 8.50 2
1987 The Collection - 1
1988 Live Miles 6.50 4
1988 Optical Race 8.00 2
1989 Lily on the beach 6.00 1
1989 Destination Berlin 1.00 1
1989 Dead Solid Perfect 7.00 1
1989 Catch me if you can 4.00 1
1989 Miracle Mile 9.00 1
1990 Melrose 3.00 2
1991 Canyon Dreams 6.00 2
1992 Rockoon 4.00 2
1993 220 Volt Live 7.00 1
1994 Tangents 1973-1983 - 1
1994 Turn of the tides 5.00 1
1994 Zoning 7.00 1
1995 Dream mixes one - 1
1995 Tyranny of beauty 5.00 2
1995 Book of Dreams - 1
1996 Goblins Club 10.50 2
1996 The Dream Roots Collection - 1
1997 Valentine Wheels 7.00 1
1997 Ambient Monkeys - 1
1997 Oasis 8.00 2
1997 Tournado 7.00 1
1998 Atlantic Walls (1988-98) - 1
1998 Atlantic Bridges (1988-98) - 1
1998 The Hollywood Years Vol.2 3.00 2
1998 TimeSquare-Dream Mixes 2 7.00 1
1998 The Hollywood Years Vol.1 6.50 2
1998 Quinoa 7.00 1
1998 Dream Encores 4.50 2
1998 Transsiberia 7.00 1
1999 Mars Polaris - Deep Space Highway To Red Rocks Pavilion 10.00 1
1999 What a Blast 7.50 2
1999 Sohoman 6.00 1
2000 Antique Dreams 8.00 1
2000 The Seven Letters From Tibet 7.00 2
2000 Great Wall Of China 7.50 2
2000 I-Box (1970-1990) - 1
2000 Soundmill Navigator - 1
2001 Dream Mixes Three 10.00 1
2002 Inferno 8.00 1
2003 Mota Atma 10.00 1
2003 Rockface. Live at Berkeley 10.00 1
2003 The Bootleg Box Set Vol.1 12.00 2
2004 The Bootleg Box Set Vol.2 11.00 2
2004 Purgatorio 7.00 1
2004 East - Live 8.00 1
2004 Live - Arizona '92 6.00 1
2005 Live Brighton - March 25th 1986 10.00 1
2005 Kyoto 8.00 1
2005 Phaedra 2005 8.00 1
2005 Jeanne D'Arc 8.00 1
2005 Rocking Mars 10.00 1
2006 35th Phaedra Anniversary Concert - Live in London (DVD) 9.00 1
2006 Nebulous dawn 12.00 1
2006 Paradiso 11.00 1
2007 Summer In Nagasaki (Part Two from the Five Atomic Seasons) 10.00 1
2007 Bells of Accra (EP) 10.00 1
2007 One night in space (EP) 8.00 1
2007 Madcap's Flaming Duty 7.00 2
2007 Springtime in Nagasaki (Part One from the Five Atomic Seasons) 9.00 1
2008 Tangram 2008 11.00 1
2008 Autumn In Hiroshima (Part Three from the Five Atomic Seasons) 9.00 1
2008 The Anthology Decades - The Space Years Volume One 8.00 1
2009 Winter in Hiroshima (Part Four from the Five Atomic Seasons) 9.00 1
2010 The Endless Season 12.00 1
2010 Under Cover. Chapter One - 1
2011 Mona Da Vinci 10.00 1
2011 Edgar Allan Poe's The Island of the Fay. A Nonverbal Musical Translation 11.00 1
2012 Booster V - 1
2013 One Night in Africa - 1
2015 Reims Cathedral December 1974 & Mozartsaal, Mannheim October 1976 11.00 1
2015 Quantum Key 11.00 1
2016 Palais de Congres, Paris March 1978 & Palast der Republik, East Berlin January 1980 10.00 1
2017 Quantum Gate 10.00 2
2017 Light Flux - 1

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