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24728 Rezensionen zu 16924 Alben von 6590 Bands.
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Tenhi

Kauan

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: Folk; Gothic; RetroProg
Label: Prophecy Productions
Durchschnittswertung: 11.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Ilka Salminen Gitarre, Gesang, Schlagzeug
Ilmari Illakainen Bass, Gitarre, Klavier, Percussion, Gesang
Tyko Saariko Synthies, Gitarre, Gesang
Eleonora Lundell Violine

Tracklist

Disc 1
1. Näkin Laulu 7:37
2. Huomen 6:42
3. Revontulet 3:39
4. Hallavedet 7:28
5. Etäisyyksien taa 5:47
6. Lauluni sinulle 5:38
7. Taival 6:40
8. Suoto 8:20
Gesamtlaufzeit51:51


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


Die finnische Gruppe Tenhi beschreibt ihre Musik als "dark and melancholic progressive rock with folk elements". Eine durchaus passende Beschreibung. Das ganze Album durchzieht eine melancholische bis düstere Atmosphäre, die sich mit Werken anderer skandinavischer Gruppen, vor allem Landberk, vergleichen lässt. Allerrdings hat die Tenhi Musik eine stärker akustische Komponente, insbesondere die Gitarren sind überwiegend akustischer Natur.

Gesungen wird ausschließlich finnisch, was der Musik einen zusätzlichen "exotischen" Reiz verleiht; Anglozentriker seien dahingehend beruhigt, dass 1. wenig und 2. meist sehr leise, oft nur geflüstert oder gehaucht gesungen wird.

Bei den meisten Songs dominieren akustische Gitarre und Violine, während die Keyboards sehr im Hintergrund gehalten sind und eher so eine Art atmosphärische Grundlage schaffen. Abgesehen vom etwas flotteren "Revontulet" sind die Stücke in gemächlichem Tempo gehalten.

Die beiden letzten Stücke, "Taival" und "Suoto", sind fast ausschließlich mit Klavier instrumentiert und sehr klassisch beeinflusst. Bei "Taival" kommt noch ein bisschen sanfte Percussion dazu, bei "Suoto" setzt die Violine ein paar dramatische Akzente.

Für mich einer der Höhepunkte 1999.

Anspieltipp(s): Hallavedet, Etäisyyksien taa, Suoto
Vergleichbar mit: Landberk, Camel
Veröffentlicht am: 19.5.2002
Letzte Änderung: 16.10.2005
Wertung: 12/15

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 3)


Ein kleiner See irgendwo in Finnland, umgeben von dunklen Tannenwäldern, ein Bootshaus, ein Ruderboot - und über allem liegt ein Nebelschleier, der die Landschaft in Watte packt, sie quasi abschirmt gegen die Zivilisation. Hier möchte man tatsächlich an die Existenz von Elfen und Trollen glauben.

Das Cover ist Programm, die Platte strotzt nur so vor Naturromantik und -mystik. Sicherlich holt man sich durch den Einsatz von Flöte und Geige einen Teil der Inspiration aus der finnischen Folkore. Die Musik ist akustisch, getragen von der Gitarre, der Synthesizer hat nur untermalende Bedeutung, der finnische Gesang paßt sich sehr gut der herbstlichen Atmosphäre an. Landberk als Vergleich heranzuziehen, halte ich für keine glückliche Wahl, dann schon eher die Label-Kollegen von Empyrium oder andere Gothic-Neofolk-Bands wie z.B. Ulver.

Die perfekte Platte für graue Herbstabende!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Empyrium, Ulver
Veröffentlicht am: 24.8.2004
Letzte Änderung: 24.8.2004
Wertung: 11/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 3 von 3)


Liegt es an der tristen Jahreszeit oder an meiner allgemeinen Empfänglichkeit für stimmungsvolle Produktionen aus Skandinavien, dass es auch Tenhi aus Finnland schaffen, mich mit ihrer Traurigkeit emotional so zu berühren? Ihr 1999 erschienenes Album "Kauan" schafft es einfach perfekt die Stimmung von endlosen Wälder, tausend Seen, undurchdringlichen Nebelwänden, einfach nicht endenwollender Natur bis hin zum Horizont, musikalisch greifbar zu machen.

Hauptsächlich geprägt von akustischen Gitarren, Violine und flächenbildenden Keyboardteppichen, fängt das Quartett aber nicht nur die Landschaft der Heimat ein, die acht Titel auf diesem Album sind ebenfalls durchzogen von Hoffnung, schönen Melodien, unterschwelliger Freude, die nicht überschäumend, sondern nordisch unterkühlt, dennoch sympathisch herüberkommt. Es ist also kein Wunder, dass die Band sich nicht nur auf dem Wave Gotik Treffen in Leipzig einige Freunde erspielten.

Neben der mystischen, aber doch positiven Grundstimmung, den langen, ausladenden Instrumentalteilen, ist ein wichtiger Bestandteil auch der Gesang in Landessprache. Die finnische Sprache klingt vielleicht für unsere Ohren etwas hart und fremd, passt aber einfach gut zur Musik, fügt sich als weitere Facette ins traurige, melancholische Klangbild ein. Die Grenzen zwischen schleppendem Gothic und folkloristischen Anleihen sind bei Tenhi fließend. Ein kleines Meisterwerk genau richtig für diese Jahreszeit.

Anspieltipp(s): Näkin Laulu, Hallavedet
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.10.2004
Letzte Änderung: 27.10.2004
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Tenhi

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 Kertomuksia 8.00 1
1998 Hallavedet 10.00 1
2001 airut:ciwi 11.00 2
2002 Väre 12.00 3
2006 Maaäet 10.00 2
2006 airut: aamujen 11.00 1
2007 Folk Aesthetic 1996-2006 11.00 1
2011 Saivo 12.00 1

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