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IZZ

The Darkened Room

(Siehe auch: Leitfaden "Retroprog")
(Tipp des Monats 12/2009)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009 (14.11.2009)
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; ArtPop; RetroProg
Label: Doone Records
Durchschnittswertung: 11.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Tom Galgano Keyboards, Vocals
Paul Bremner Electric & Acoustic Guitars
Brian Corelian Electronic & Acoustic Drums & Percussion
Greg DiMiceli Acoustic Drums & Percussion
John Galgano Bass, Guitars, Vocals, Keyboards
Anmarie Byrnes Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Swallow Our Pride 5.16
2. Day Of Innocence   (Instrumental) 2.56
3. Regret 4.32
4. Can't Feel The Earth, Part I 4.39
5. Ticking Away 2.47
6. Can't Feel The Earth, Part II 10.37
7. Stumbling 5.24
8. The Message 3.07
9. 23 Minutes Of Tragedy 7.00
10. Can't Feel The Earth, Part III 5.08
Gesamtlaufzeit51:26


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 3)


"Swallow Our Pride" ist ein schöner Opener, live wie im Studio und so genießen wir diesen Song auf "The Darkened Room" wie schon auf dem NEARFest-Livealbum, diesmal gar etwas länger (sonst ist sowas ja in der Regel andersrum).

Ob eine Band "abgestürzt" ist, weil sie ein anderes als das erwartete (erhoffte) Album veröffentlicht hat, sei mal dahingestellt – immerhin ist "The Darkened Room" gerade mal die vierte 'vollständige' Veröffentlichung von IZZ in 10 Jahren. Ob "The Darkened Room" eine gewisse Rückwendung zum Debüt "Sliver of a Sun" darstellt, kann ich mangels Kenntnis dessen (ich kenne nur die beiden Songs vom Livealbum) nicht beurteilen. Es ist ehrlich gesagt auch egal.

Denn "The Darkened Room" ist ein tolles Album geworden, welches schlicht für sich stehen kann. IZZ rehabilitieren sich quasi als Band, von der man offensichtlich zunächst mal nichts erwarten sollte, denn sie machen ohnehin, was sie wollen. Jetzt hat man den Retroprog-Anteil wieder zurückgefahren, der besteht eigentlich nur noch in gelegentlichen ELP- und Genesis-Reminiszensen. Ansonsten wuselt sich die Band durch locker-flockige, verspielte, melodische, packende Rockmusik, die einfach Progressive Rock im besten Sinne, ohne Stilschubladen, darstellt. Guter Gesang, packende Gitarrenarbeit (vor allem die elektrische, auf der akustischen mag ich Bremner nicht so), knackiger Bass, abwechslungsreiches Schlagzeug, alles da. Hymnisch-melodische Passagen wechseln sich mit sanften Gefrickel ab, hier dürfte lediglich die extreme Schrägfraktion zuwenig gefordert werden, ansonsten sollten schlicht alle Prog-Interessierten zumindest Spaß an dem Album haben. Selbst die Synthie-Aversen werden Tom Galganos typische Quietsch- und Kreischeinlagen mit einem Schmunzeln quittieren, weil sonst wären es nicht IZZ, die hier aufspielen.

Wenn man ein Beispiel für die Leichtigkeit, mit der IZZ ihre Musik präsentieren, hören will, dann zieht man sich am besten mal den Übergang von "Can't Feel The Earth, Part I" zu "Ticking Away" rein... von ELP-Bombast zu locker-flockigem Singer-Songwriter-Prog mit einem Fingerschnippen und nichts wirkt gekünstelt oder angestrengt.

"The Darkened Room" ist ein Konzeptalbum, es geht um die menschliche und persönliche Entwicklung mit Irrungen und Wirrungen, soweit ich das verstanden habe, teils ein eher düsteres Thema (wie ja auch der Album-Titel suggeriert). Dazu ist die Musik vielleicht einen Tick zu fröhlich geraten, das wäre aber schon der einzige Mecker, der mir zu diesem Album einfällt. Und vielleicht noch die Anmerkung, dass IZZ immer noch zuwenig aus ihrer doppelt besetzten Drumsektion machen, aber was soll's.

Der Endspurt 2009 beschert uns eine Fülle guter bis hervorragender Alben, "The Darkened Room" ist eines davon. Glückliche Proggies!

Anspieltipp(s): für einen ersten Überblick: "23 Minutes of Tragedy"
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.11.2009
Letzte Änderung: 22.3.2013
Wertung: 12/15
Gleiche Wertung wie für "I Move", auch wenn das vielleicht besser ist, aber nur weil ich damals zu niedrig gezogen habe, will ich "The Darkened Room" nicht bestrafen

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Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 2 von 3)


Ihr 2002 erschienener Zweitling (Es lebe die Alitteration!) I Move ist das Album, an dem man Izz immer messen wird, denn was die New Yorker auf diesem Album versprachen, haben sie auf den folgenden Alben (bewusst?) nicht eingelöst. Sie sind nicht die neuen Spock's Beard geworden (Prog sei's gedankt!) und sie sind auch nicht die großen Innovatoren des Progressive Rock geworden. Sicher, auf dem Minialbum ampersand volume 1 und dem letzten regulärem Studioalbum My River Flows blitzte immer wieder etwas von der Genialität der Band auf, insgesamt konnte die Band mich allerdings über eine gesamte Albumlänge (und schon gar nicht über längere Zeit) nicht überzeugen und so rechnete ich damit, dass Izz von Album zu Album ein wenig mehr in die Belanglosigkeit rutschen würden. Ich bin hocherfreut darüber, dass sie mich jetzt Lügen strafen.

"The Darkened Room" ist vordergründig vom Klang her kein Nachfolger des experimentellen "I Move" geworden. Izz 2009 sind deutlich konventioneller im Sound (will sagen, deutlich mehr 'retro') als 2002, der Anteil an 'alten Klängen' hat zugenommen, was allerdings dem Gesamtsound zugute kommt. Dennoch ist "The Darkened Room" alles andere als nur 'ein weiteres RetroProg-Album' geworden. Dazu tragen vor allem die abwechslungsreichen und eben nicht 'altmodischen' Kompositionen bei, die in eine Retro-Produktion eingeflochten wurden. Dazu kommen dann die schönen Gesangslinien und Chöre, die sich Tom und John Galgano mit der hinreißenden Anmarie Byrnes teilen und (last but not least) die ungewöhnlich groovige Rhythmus-Sektion mit zwei Drummern (Brian Corelian und Greg DiMiceli) und dem exzellenten John Galgano am Bass. Vielleicht ist das der entscheidende Unterschied zum schnell verblassenden Vorgänger "Ny River Flows": Izz spielt auf "The Darkened Room" nur mit den Retro-Elementen, nutzt sie als Stilmittel (genauso wie die offenen und verdeckten Yes-, Genesis-, und Keith Emerson-Zitate), aber sie versuchen kein 'waschechtes' Retro-Album hinzulegen, im Gegenteil: Sie durchbrechen bewusst Klischees. In den Liner Notes steht eine Anmerkung zur Bedeutung des Albumtitels, der mir symptomatisch für die wieder erstarkten Izz erscheint: »We hat it when bands try to fit everything into the concept«. Es ist genau diese unverkrampfte, spielerische Attitüde, die wir bei Izz seit "I Move" vermisst haben.

"The Darkened Room" ist ein sehr gut aufgebautes, detailreiches und unverwechselbares Prog-Album geworden; eines der besten, die dieses Jahr überhaupt erschienen sind.

Anspieltipp(s): Swallow Our Pride, 23 Minutes Of Tragedy
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.11.2009
Letzte Änderung: 30.11.2009
Wertung: 12/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 3)


Zunächst einmal Applaus für eine der Bands, die es mit zwei Alben in Folge geschafft hat, den Tipp des Monats der Babyblauen abzuräumen! Das sollte auch mal erwähnt werden. Aber IZZ haben es auch wieder einmal verdient.

Der Unterschied zwischen The Darkened Room und seinem Vorgänger My River flows fällt dabei übrigens längst nicht so gravierend aus wie der zwischen My River flows und dem vielgelobten I Move, das aus heutiger Sicht allerdings schon ein wenig zeitgeistig gestrickt wirkt. Bei The Darkened Room ist der I Move - Ansatz daher wohl auch nicht zufällig erneut ausgespart geblieben.

Die bedeutsamen Unterschiede, die einzelne Rezensenten zwischen My River flows und The Darkened Room ausmachen können, bewegen sich meines Erachtens mehr im "gefühlten" Bereich. The Darkened Room präsentiert IZZ nämlich wiederum als amerikanische Retro-Prog-Band mit typischem wohltönend-melodiösem Retroprog-Flickenteppich und sattem, kraftvollem Sound. Die Unterschiede zum Vorgänger sind eher gradueller als qualitativer Natur. Es geht allenfalls noch verspielter zu.

Die Grundstimmung des Albums ist nämlich, wenn man vielleicht vom Anfang absieht, keinesfalls so düster wie es Titel und Cover verheißen. Wenn die Musik nicht so hinreißend verspielt wäre - der Hang zum Ornament ist diesmal noch deutlicher ausgeprägt -, müsste man glatt ein Thema verfehlt setzen. So aber ist The Darkened Room einfach ein höchst lebendiges Stück amerikanischen Retroprogs in einer Tradition, zu deren bestimmenden Vertretern IZZ mittlerweile selbst gezählt werden dürfen.

Anspieltipp(s): Can't feel the Earth, Pt. 1, Swallow our Pride
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.12.2009
Letzte Änderung: 13.3.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von IZZ

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Sliver of a Sun 11.33 3
2002 I move 12.33 3
2004 ampersand volume 1 10.00 1
2005 My River Flows 11.25 4
2007 Live at NEARfest 10.00 1
2011 IZZ LiVE 8.00 1
2012 Crush of Night 12.00 1
2015 Everlasting Instant 10.00 2
2016 Ampersand Vol. 2 9.00 1

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