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Silhouette

Moods

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Progress Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Brian de Graeve guitar, lead vocals, backing vocals
Erik Laan keyboards, lead vocals (11), backing vocals, additional bass (10)
Jos Uffing drums, lead vocals, backing vocals, additional guitar (6)
Gerrit-Jan Bloemink bass

Gastmusiker

Aldo Adema guitar solo (11)

Tracklist

Disc 1
1. Concert Hangover 8:48
2. Don't Threaten My Peace Of Mind 6:06
3. Searching For Her 6:41
4. Second Time Down 4:23
5. Don't Mess With Me 5:45
6. Feeling Good 5:15
7. Unreal Meeting 10:48
8. Cinema Backseat 5:16
9. Far Away 6:04
10. Moods 5:43
11. Another Bed Time Story 7:32
12. The Answers 5:57
Gesamtlaufzeit78:18


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


In der Mailing-Liste der [progrock-dt] gab es kürzlich eine Diskussion über den Sinn und Unsinn von Promos, über die Leiden und Freuden der privilegierten Promo-Empfänger und den ganzen Rest. Silhouette sind eine holländische Neoprog-Band, wie kommt sowas in meinen Player? Klar, das ist also ein solche Corpus Delicti, ein Promo. Und ehrlich gesagt, bei meiner begrenzten Begeisterung für Neoprog holländischer Prägung, war das auch der einzige Weg. Macht Euch also auf einen Verriss gefasst!

Denkste... „Moods“ ist schon das zweite Werk der Band, die sich 2005 gegründet hat. Die Musiker sind keine Jünglinge mehr und hatten vor Silhouette schon durchweg Erfahrungen in anderen Bands gesammelt, das scheint mir durchaus ein Pluspunkt zu sein. Als Vorbilder nennen die Musiker die üblichen Verdächtigen von Marillion über Pink Floyd und Genesis bis zu Spock's Beard und IQ. Pendragon fehlt in dieser Auflistung, erscheint aber im Booklet gleich ganz vorne, das ist nämlich das Konzert, auf das sich der Song „Concert Hangover“ bezieht. Das Booklet ist eine Photoshop-Zumutung ersten Ranges, soweit also alles wie gewohnt, erwartet und befürchtet.

Aber Silhouette machen ihre Sache gut. Mit Drummer Uffing und Gitarrist de Graeve hat man zwei gute Sänger am Start, Uffing etwas rauher, de Graeve etwas melodischer. Die Musik ist kraftvoll und noch nicht mal besonders klischeelastig. Na klar, es gibt gelegentliche Dudidu-Quietsch-Keyboards, aber überwiegend greift Erik Laan zu durchaus gelungenen Tönen. Na klar, die Gitarren sind nicht wirklich hart, aber im Klangbild deutlich präsent und ordentlich druckvoll. Das Drumming ist abwechslungsreich, wenn auch nicht übertrieben komplex. Und Basser Bloemink spielt unauffällig und legt so ein solides Fundament. Die Songs sind melodisch, hymnisch aber nicht übertrieben pathetisch oder kitschig. Silhouette finden da einen guten Weg durch die genretypischen Fettnäpfchen und lassen diese weitgehend unberührt. Die Vorliebe von Gitarrist de Graeve für AOR-Musik und Asia im besonderen, schlagen sich in breitwandigen Arrangements nieder, die aber niemals platt stadionrockig daherkommen. So machen Silhouette eigentlich ziemlich viel richtig, gerade der instrumentale Titeltrack beeindruckt mit seinem vielschichtigen Arrangement.

Die holländische Szene hält im übrigen zusammen: Aldo Adema (Seven Day Hunt, Ex-Egdon Heath) steuert ein Gitarrensolo bei, Gerben Klazinga (Knight Area) verpasst dem Album eine amtliche Produktion.

Trotzdem ist natürlich ein Album wie „Moods“ ein bisschen ein Anachronismus im Jahr 2009. Der „klassische“ Neoprog hat sich irgendwie doch ein bisschen überlebt. Aber wenn man dieser Musikrichtung immer noch einiges abgewinnen kann, dann sind Silhouette ein heißer Tip.

Anspieltipp(s): Don't Threaten My Peace Of Mind, Moods
Vergleichbar mit: allem, was man an holländischem Neoprog mit Melodic Rock-Touch mögen kann
Veröffentlicht am: 29.11.2009
Letzte Änderung: 29.11.2009
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Silhouette

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 Across the Rubicon 8.50 2
2014 Beyond The Seventh Wave 8.00 1

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