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Animations

Reset Your Soul

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: Mathrock; Melodic Rock / AOR; Progmetal
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Darek Bartosiewicz vocals
Bartek Bisaga bass, vocals
Kuba Debski guitar, vocals
Tomek Konopka keyboards
Pawel Larysz drums, percussion

Gastmusiker

Slawek "Payatz" Dubiel "the smoker" (on "Demons of War")
The Drunken Virgins Choir vocals (on "Demons of War" & "Toxicyber")

Tracklist

Disc 1
1. Reset Your Soul 7:00
2. Demons Of War 7:32
3. Instructable 8:26
4. The Manhattan Project 10:06
5. Request For Redemption 2:41
6. The Last Man 13:02
7. 1989 7:54
8. Toxicyber 8:38
Gesamtlaufzeit65:19


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 1 von 2)


Animations hatten mich mit ihrem Debütalbum 2007 ganz schön begeistern können. Die instrumentale Mischung aus melodischem Progmetal und mathrockigen Frickelorgien hatte etwas frisches und originelles. Außerdem waren die Musiker sehr kompetent an ihren Instrumenten, so war es eine Freude zu lauschen. Das Album bestach vor allem auch durch die komplexen Melodieführungen, die sich eben keinem Sänger unterordnen mussten.

So war ich erfreut zu hören, dass Animations ein zweites Album veröffentlicht hatten. Alle Musiker vom Debüt sind nach wie vor dabei. Weniger erfreut war ich, dass man sich entschlossen hatte, einen Sänger ins Band-LineUp mit aufzunehmen.

Und, um es gleich zu sagen, „Reset Your Soul“ bestätigt leider meine Vorurteile und Befürchtungen. Die Gesangsparts sorgen dafür, dass die Musik von Animations nicht mehr so komplex, verschachtelt und verspielt ausfällt. Gerade in den Songs, in denen relativ viel gesungen wird, sind auch die Melodien etwas flacher. Gut, in so weit verständlich, weil Sänger Darek Bartosiewicz auf dem Debütalbum vermutlich einen Knoten in der Zunge und / oder seinen Stimmbänder bekommen hätte. Hier kann er einigermaßen mit der instrumentalen Fülle und Rasanz mithalten. Trotzdem „verkommen“ zumindest die ersten drei Titel des Album zu eher „gewöhnlichem“ Progmetal in der Dream Theater-Nachfolge. Redemption wäre sicherlich auch ein guter Vergleich. Das ist zwar nicht schlecht, aber eben auch nicht berauschend, solche Musik ist ja nicht gerade selten.

Das es Animations auch noch ganz anders können, beweist das instrumentale „The Manhattan Project“. Hier wirbeln Gitarre und Keyboards wieder um die Wette, dass es nur so kracht. Schlagzeug und Bass winden sich durch krumme Rhythmen und treiben den Song voller Groove voran. Und wie wenn das der „Hallo Wach!“-Ruf gewesen wäre, zieht das Album jetzt doch ordentlich an. Mit „Request For Redemption“ folgt zwar eine Ballade, aber an diesem Punkt ist das kurze, melancholische Stück gut platziert. Denn mit „The Last Man“ folgt ein epischer Rocker voll großer Gefühle, Keyboard-Bombast und Gitarren-Attacken. Bartosiewicz glänzt hier mit seiner besten Gesangeinlage, im besten Sinne als Rock-Shouter. Das filmmusik-artige „1989“ setzt wiederum ganz neue Akzente für Animations und im abschließenden elektronisch-angehauchten „Toxicyber“ lassen es die Polen nochmals so richtig krachen.

So endet also ein Album, welches zu Beginn etwas schwächelt, aber dann schließlich stärker und stärker wird und so dann einen nahezu versöhnten Hörer hinterlässt. War das Debüt auf seine Weise sensationell, so ist „Reset Your Soul“ halt eher solide. Allerdings sollten gerade Fans melodischen Progmetals dem Album eine Chance geben.

Anspieltipp(s): Reset Your Soul, The Manhattan Project
Vergleichbar mit: wenn gesungen wird: Redemption, instrumental: Liquid Tension Experiment
Veröffentlicht am: 6.1.2010
Letzte Änderung: 6.1.2010
Wertung: 9/15
..."Gut" knapp verpasst...

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Von: Kai Lorenz Kruppa @ (Rezension 2 von 2)


Während sich beim Flaggschiff des Progressive Metal, der US-amerikanischen Band Dream Theater, allmählich die Batterien leeren, zeigt eine junge und talentierte polnische Gruppe mit ihrem zweiten Album ihre prallgefüllten Akkus. Mit gelungenen Kompositionen und handwerklichem Können, mit einem soliden Sänger und einer guten Portion Spielwitz sollte es für »Reset your Soul« ein leichtes Spiel sein, neue beziehungsweise breitere Anhängerschichten zu erschließen. Gleichzeitig dokumentiert das zweite Studiowerk einen unbestreitbaren Professionalisierungsschub, der zudem durch ein stimmiges CD-Artwork begleitet wird. Das Niveau der neuen Aufnahmen muss sich hinter den makellosen Produktionen international etablierter Bands keineswegs verstecken. Insofern gehören Animations mittlerweile zur großen Schar jener Bands, die weiterhin unter wohlmeinender Beobachtung stehen sollten – freilich auch über die Grenzen Polens hinaus. Auch höheren musikalischen Ansprüchen wird diese rund eine Stunde Spielzeit umfassende CD jederzeit gerecht.

Neu ist bei Animations der Einsatz eines Sängers, der mit einer ausgeglichenen, angenehm unaufdringlichen Stimme seine Feuertaufe mit Bravour besteht. Dieser durchweg positive Eindruck erfährt eine geringfügige, aber dennoch merkliche Eintrübung, sobald der vergleichende Blick auf das instrumentale Debütalbum fällt. Ohne Zweifel: Die unbekümmerte Spritzigkeit und Vitalität, die das Erstlingswerk aus dem Jahr 2007 auszeichneten, begegnen den Hörern bei dem hier zu besprechenden Album selbstverständlich ebenfalls reichlich. Doch wenn der Sänger zum Mikrofon greift, dringt aus den Boxen manchmal eine zuckersüße Wohlgefälligkeit, die zum robust eingespielten Rest nicht so ganz passen will. Zumindest in diesem Punkt kommen Animations dem großen amerikanischen Vorbild – ob gewollt oder nicht – recht nahe. Der Band ist zuzugestehen, dass mit instrumentalem Progressive Rock als Nische in der Nischenmusik kaum ein Cent zu verdienen ist. Außerdem schließt das eine Element das andere nicht aus: Liebhaber komplizierter Fingerübungen an Saiten-, Tasten- und Schlaginstrumenten kommen auch beim 2009er-Album auf ihre Kosten. Animations sollten sich mit dem dritten Silberling nicht allzu lange Zeit lassen.

Anspieltipp(s): Demons of War
Vergleichbar mit: Dream Theater
Veröffentlicht am: 5.8.2010
Letzte Änderung: 5.8.2010
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Animations

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Animations 11.00 1

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