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23563 Rezensionen zu 16098 Alben von 6253 Bands.
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Gong

You

(Siehe auch: Leitfaden "Canterbury")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; Spacerock
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 12.25/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Mike Howlett Bass
Pierre Moerlen Schlagzeug
Steve Hillage Gitarre
Gilli Smyth Gesang
Didier Malherbe Saxophon, Flöte, Gesang
Daevid Allen Gesang, Gitarre
Tim Blake Keyboards

Gastmusiker

Mireille Bauer Vibraphon
Benoît Moerlen Vibraphon

Tracklist

Disc 1
1. Thoughts for Nought 1:33
2. A PHP's Advice 1:47
3. Magick Mother Invocation 2:06
4. Master Builder 6:06
5. A Sprinkling of Clouds 8:55
6. Perfect Mystery 2:27
7. The Isle of Everywhere 10:27
8. You Never Blow Yr Trip Forever 11:23
Gesamtlaufzeit44:44


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 4)


Gong gehört mit ihrer Mischung aus spacigen Improvisationen, jazzigen Einsprengseln und albernen Texten zu den abgefahrensten Gruppen der Siebziger. "You" gilt allgemein als eines ihrer besten Werke. Es bildet den Abschluss einer Trilogie, zu der noch die Alben "The Flying Teapot" und "Angel's Egg" gehören und die die Geschichte des von merkwürdigen Wesen bewohnten Planeten Gong erzählt. Die meisten Stücke sind instrumental, und wenn Texte vorhanden sind, werden sie meist in Dialogform von verschiedenen Sängern gesungen. Im Mittelpunkt stehen aber die langen Instrumentalstücke wie "A Sprinkling of Clouds" und "The Isle of Everywhere", wo sich Steve Hillages Gitarre und Didier Malherbes Saxophon zu einer gelungenen Space-Jazz-Mischung vereinen. Bisweilen kommt ein leicht asiatischer Touch dazu.

Anspieltipp(s): A Sprinkling of Clouds, The Isle of Everywhere
Vergleichbar mit: Soft Machine
Veröffentlicht am: 20.5.2002
Letzte Änderung: 20.5.2002
Wertung: 12/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 4)


"You" ist zusammen mit "Angel's Egg" sicher eines der besten Alben von Gong. Von der Besetzung her hatte sich im Vergleich zur Vorgängerscheibe nicht viel verändert. In Bezug auf die hier zu findende Musik hat sich aber etwas verändert. War "Angel's Egg" noch ein von Allen konzipiertes Album, auch wenn die anderen Bandmitglieder durchaus bedeutende kompositorische Beiträge geleistet haben, ist er auf "You" etwas in den Hintergrund gedrängt worden. Zwar firmiert "You" als 3. Teil der Radio Gnome-Trilogie, aber die psychedelisch-mystischen Albernheiten und die bizarren Gesänge und Texte führen auf "You" nur noch ein Schattendasein. Dominierend ist hier Instrumentalmusik, spaceiger Jazzrock mit leichtem Weltmusik-Touch, geboten in den langen, meist gesangslosen Stücken "Master Builder", "A Sprinkling of Clouds", "The Isle of Everywhere" und "You Never Blow Yr Trip Forever". Der Allen'sche Klamauk der früheren Alben ist auf rund 8 Minuten reduziert worden ("Thoughts for Nought", "A PHP's Advice","Magick Mother Invocation" und Perfect Mystery").

Was war passiert? Nun, es hatte sich eine Gruppe in der Band gebildet, angeführt wohl von Pierre Moerlen, die den Stil der Band hin zu etwas seriöserer Instrumentalmusik verändern wollte und sich schließlich auch durchgesetzt hat. "You" stellt wohl einen gewissen Kompromiß dar, doch ist der Sieg der "Instrumentalisten" deutlich zu erkennen. Allen sollte seine eigene Band dann auch bald verlassen.

Die Differenzen innerhalb der Band merkt man "You" aber eigentlich kaum an. Die Scheibe ist ausgesprochen spannend und vor allem Malherbe, Hillage und Moerlen zeigen, was sie auf dem Kasten haben. Blake und Allen wabern mit Synthesizer und Glissando-Gitarre spaceig dazwischen, und Howlett komplettiert das Space-Jazz-Gebräu mit seinem vielseitigen Basspiel. Erwähnenswert ist auch das diese Scheibe recht prägende Vibraphon-Spiel der beiden Gastmusiker (Piere Moerlens damalige Freundin Mireille Bauer und sein Bruder Benoit). "You" ist wohl die Gong-Platte, die man mal gehört haben sollte und auch all denen sehr zu empfehlen, denen der ironisch-alberne Mystizismus der früheren Alben auf den Geist gegangen ist!

Auch "You" ist, wie schon "Magick Brother"und "Angel's Egg", mit verschiedenen Cover-Versionen veröffentlicht worden. Oben ist das Cover der Virgin-LP/CD und das des Charly-Reissues gezeigt.

Anspieltipp(s): A Sprinkling Of Clouds, The Isle of Everywhere
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.2.2004
Letzte Änderung: 10.2.2004
Wertung: 13/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 3 von 4)


In den anderen beiden Kritiken ist bereits einiges über dieses Album geschrieben worden, deswegen nur noch ein paar persönliche Anmerkungen meinerseits:

Neben Steve Hillages "Fish rising" (1975) und Hawkwinds "Hall of the mountain grill" (1974) gehört "You" zu meinen absoluten Favoriten des 70er Jahre Space Rocks. Sind die ersten Titel auf diesem Album noch nette Albernheiten im typisch schrägen Daevid Allen Stil, so gehören die drei zentralen Songs "Master builder", "A sprinkling of clouds" und "Isle of everywhere" mit ihren ausladenden Instrumentalpassagen zum Besten, was es im jazzrockdurchfluteten Space Rock zu hören gibt. Vor allem die Interaktion zwischen Didier Malherbes Saxophonstößen und Steve Hillages schwebender Gitarrenarbeit sorgt für spannende Flüge durch fremde Sphären. Einfach einsteigen und mitfliegen!

Anspieltipp(s): A sprinkling of clouds, Isle of everywhere
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.11.2004
Letzte Änderung: 26.4.2012
Wertung: 12/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 4 von 4)


Neben Angel's Egg gab VIRGIN auch "YOU" in einer remasterten Ausgabe neu heraus. Das Booklet ist nicht mehr ganz so ausführlich, enthält aber den Abdruck des ursprünglichen Textinletts, so das der Fan die Fortsetzung der Geschichte mitvollziehen kann. Außerdem wurde "A PHP's Advice" in einer alternativen Version als Bonustrack beigefügt.

GONG werden erwachsen, die Songs länger und ernster. Zum Glück (für mich) ist aber Allens Einfluß immer noch deutlich herauszuhören. Nicht nur in den kurzen Titeln, sondern auch in den langen.

Der Opener klingt, als ob GONG mal eben Magma als lyrische Gruppe mit Flöten darstellen wollen. KOBAIA als ländliche Idylle sozusagen. Der Sänger schafft es sogar, der Stimme Vanders zu ähneln. Mit dem Nachfolger stellt GONG aber klar, das nicht schwermütige Zeuhlmusik, sondern verspielter Spacerock mit jazzigem Einfuß zu hören ist. Ein typische Allenmelodie, mit manch skuriler Wendung, die in ein Synthiegeflirre mit Spacewhisper übergeht, woraus nahtlos der erste längere Track "Master Builder" entsteht. Dieser Song ist dann quasi die Spacerockversion eines indischen Ragas mit Saxophonmelodie und immer heftiger werdenden "Schlagzeug- und Gitarrenduellen".

"Sprinkling of clouds" nimmt die späteren Hillage-Soloplatten vorweg. Sanfte, pulsierende Synthies unermalen dessen Gitarrensounds. Erst gegen Ende wird es lebhafter und mündet in jazzigere Gefilde mit südamerikanischem Ethnoeinschlag an der Flöte. Danach übernimmt Mastermind Allen wieder das Zepter, und läßt die Band einen kurzen, aber alles mögliche enthaltenen Song spielen. Hier gefallen mir besonders die ganzen VibraphonistInnen, die genug zu tun bekommen. Der Song macht deutlich, das Allen es aufs vortrefflichste versteht, viele Ideen in nur zweieinhalb Minuten unterzubringen, ohne das es krampfhaft wirkt.

Die letzten beiden Titel der Original-LP sind wieder länger und fließender. Der Jazzrock späterer Alben schimmert schon leicht durch, aber Smyth Whispern, die Sounds von Tim Blake und last but not least Allens Gesang, der im letzten Titel dazukommt, zeigen, wer (noch) Herr im Hause GONG ist.

Der Bonustrack unterscheidet sich nur durch eine andere Gitarrenuntermalung von der Ursprungsversion. Ist nett für Sammler aber nicht kaufentscheidend. Dafür spricht eher die vorzügliche Ton- & Musikqualität. Neben dem Vorgänger die für mich beste GONG-Platte. Die kommt allerdings einen Tick besser weg.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.5.2005
Letzte Änderung: 29.5.2005
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Gong

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Magick Brother 10.00 2
1971 Continental Circus 9.00 1
1971 Camembert Electrique 10.50 2
1973 Angel's Egg 11.67 3
1973 Flying Teapot 11.00 2
1975 Shamal 10.00 2
1976 Gazeuse! 10.00 2
1977 Gong Live etc. 10.00 1
1977 Gong Est Mort, Vive Gong! 13.00 1
1978 Expresso II 8.00 1
1990 Live at Sheffield 74 10.00 1
1990 Live au Bataclan - 1973 9.00 1
1993 Live on TV 1990 9.00 2
1994 25th Birthday Party 11.00 1
1995 Camembert Eclectique 8.00 1
1995 Paragong Live ´73 9.00 1
1997 Shapeshifter 10.00 1
1997 The Peel Sessions 11.00 1
2000 Live 2 infinitea 10.00 1
2000 Zero to infinity 10.00 1
2002 High above the subterania club 2000 (DVD) 11.00 1
2002 Radio Gnome Invisible - 1
2003 The World of Gong and Daevid Allen - 1
2004 Acid Motherhood 12.00 1
2005 Live in Sherwood Forest '75 12.00 1
2006 In The Seventies 10.00 1
2009 2032 9.00 1
2013 Sheffield City Hall 1976 10.00 1
2014 I See You 10.50 2
2016 Rejoice! I'm dead! 12.00 1

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