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Lind

Profoundly Found Reality

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: Mathrock; Metal; Progmetal
Label: Eigenverlag (Kann über die Panzerballett HP bezogen werden)
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Andy Lind Drumz, Vox, Keyz, Bass

Gastmusiker

Jan Zehrfeld Git On All Trax
Chris Klinke Git On Track 4
Lilli Lehner Intro Vox On Track 4
Jan Eschke Synth Solo On Track 4

Tracklist

Disc 1
1. One
2. Recognize
3. The General Public
4. Broken Child
5. Choose - You Can't Control Future Anyway
6. Weary Eyes
7. Could I Trust Them
8. Bullets Have No Name
9. Human Key
10. I - Shuggah
11. Strange As I Seem
12. Now She Swims
13. Spare Me Your Speeches
14. The World We Live In
15. Wrecked World Of Hate


Rezensionen


Von: Florian Dietmaier @


Lind besteht im Kern aus Namensgeber/Multiinstrumentalist Andy Lind und Panzerballett-Gründer/Gitarrist Jan Zehrfeld, der auf allen Tracks die Gitarren spielt. Und beim ersten Hören von Profoundly Found Reality hab ich es ungerechterweise als bloßes Zeichenbrett-Projekt abgetan. Denn die beiden Hauptverdächtigen des etwas extremeren Progmetal-Mainstreams werden hier munter miteinander vermengt: Meshuggah und Dillinger Escape Plan. Den Sound, der dabei rauskommt, kann man sich bei Kenntnis der Gennanten ungefähr vorstellen: Verspielte Polyrhythmen, jazzige Einsprengsel, variantenreicher Gesang, schräge Eskapaden.

Wie gesagt, anfangs hat mich das nicht besonders mitgerissen, denn dieses Soundgemisch hört man heute bei vielen Neuveröffentlichungen des Genres. Und damit einhergehend ist oft ein Versuch, die Zutatenlieferanten zu überflügeln. Was Lind in dieser Hinsicht aber von anderen Bands abhebt und was erst nach mehrmaligen Hören offenbar wird, ist die Orientierung am Song. Abzweigungen werden zwar gerne mal genommen, aber einen roten Faden, Brotkrumen, Kiesel oder welche Orientierungshilfe auch immer verliert die Band nie aus den Augen. Selbst das Achterbahn fahrende Weary Eyes, das wahrlich nicht vor Umwegen und Ausflügen in gänzlich andere Gefilde Halt macht, wird unter anderem von einem gelungen Chorus zusammengehalten.

Strukturell hat man also einen gesunden Mittelweg zwischen Chaos und Ordnung gefunden. Das Schuhwerk ist ebenfalls ausgewogen und drückt selten. Kein Instrument drängt sich in den Vordergrund, weder musikalisch noch im Mix. Einzig der klare Gesang von Lind geht etwas unter. Dafür ist sein Schlagzeug- und Bassspiel hervorragend in Szene gesetzt, beides ist komplex, aber treibend. Zehrfeld erledigt meist Rhythmusaufgaben und soliert selten, dann aber gewohnt gut. Neben dem schon erwähnten Weary Eyes sollte man sich für eine gute Zusammenfassung des Bandsounds mal Human Key und das darauf folgende I - Shuggah anhören.

Einen großen Mangel hat das Ganze m.E. aber doch. Dieser liegt in der Meta-Struktur des Albums und hat dazu beigetragen, dass der Eindruck nach dem ersten Hördurchlauf kein positiver war: Die Länge. Bei 76 Minuten wiederholt sich gezwungenermaßen doch mal das eine oder andere Riff, die eine oder andere Idee. Durch Selektion und Straffung hätte man da ein noch kraftvolleres Paket schnüren können. So ist man nach einem kompletten Hördurchlauf doch etwas geplättet. Deshalb sollte man sich vielleicht mal häppchenweise ranwagen.

Trauen sollte man sich aber auf jeden Fall. Lind und Zehrfeld haben mit Profoundly Found Reality nämlich ein starkes Debüt vorgelegt, auf das hoffentlich noch mehr folgt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.8.2010
Letzte Änderung: 22.8.2010
Wertung: 11/15

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