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Kraan

Kraan

(Siehe auch: Leitfaden "Krautrock")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; Klassischer Prog; Krautrock
Label: Intercord
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Peter Wolbrandt Gitarre, Gesang, Percussion
Jan Fride Schlagzeug, Congas
Hellmut Hattler Bass
Johannes A. Pappert Saxophon, Percussion
Romi Orgel (2. & 4.)

Tracklist

Disc 1
1. Sarah's Ritt durch den Schwarzwald 6:23
2. M.C. Escher 6:13
3. Kraan Arabia 9:54
4. Head 18:34
5. Sarah auf der Gänsewies 2:01
6. Sarah's Ritt durch den Schwarzwald   (Demo 1971) 5:56
7. M.C. Escher   (Demo 1971) 6:30
8. Head   (Demo 1971) 13:56
9. Sarah auf der Gänsewies   (Demo 1971) 2:12
Gesamtlaufzeit71:39


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 2)


Ach ja, die frühen Siebziger... Seufz. Wenn praktisch eine ganze Platte über ein Phaser über dem Schlagzeug liegt und dazu auch noch Texte dazu kommen wie "Oh Sarah, flip doch aus, rauch einen Joint, komm zu uns, yeah! Wenn's antörnt, häng nicht rum, tu etwas, sonst steigst Du um!", dann ist die Zeitreise komplett.

Und auf eine solche Zeitreise nehmen uns Kraan mit ihrem gleichnamigen Debütalbum mit: die Jahre sind am Sound dieser Platte sicher nicht spurlos vorüber gegangen. Aber gottseidank halten sich die käsigen Texte quantitiv in engen Grenzen, und die instrumentale Arbeit der Band ist schon ein gutes Stück zeitloser. Wie unten bei der Besprechung zum 75er Live-Album von Jochen schon beschrieben, widmen sich Kraan pulsierendem elektrischen Jazzrock mit vielen Jam-Teilen/Improvisationen. Der Sound bleibt dabei immer locker, schlank und fliessend, vielleicht ein sogar bisschen zu sehr so: ich mag Jazzrock eigentlich lieber etwas energischer. Aber Ansätze in diese Richtung sind ja auch vorhanden, zumindest in den beiden Stücken ("M.C. Escher", "Head"), in denen eine Hammond-Orgel für mehr Fülle sorgt.

Dass Kraan es aber dennoch um die Kurve von Kiffer-Jams a la Sweet Smoke (Kennt Ihr "Just A Poke"? Eigentlich auch eine sehr amüsante, wenn auch noch noch angestaubtere Platte) zu etwas Besonderen, Eigenständigen schaffen, liegt an zweierlei Dingen: zum einen an den hervorragenden instrumentalen Fähigkeiten aller Beteiligten, die zwar deutlich vorhanden sind, aber nie einfach nur angeberisch zur Schau gestellt werden - auch nicht in den immer wieder auftauchenden komplett solo absolvierten Passagen, zum anderen an den Ethno-Einflüssen, die für jene Zeit auf jeden Fall etwas besonderes waren: in "M.C. Escher" und - natürlich - in "Kraan Arabia" finden sich deutliche arabische Anklänge, vor allem in Johannes Papperts Sax-Linien. Diese Einflüsse stammen wohl daher, dass die Band zeitweise über einem orientalischen Folklore-Club lebte. Auch der Bandname ist ein Wort, wie Bassist Helmut Hattler es in einem Lied auf Radio Bagdad verstanden hatte.

Bei den Bonustracks 6-9 handelt es sich um die Demos für das erste Album in guter Klangqualität, aber ohne grossse Überraschungen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.5.2002
Letzte Änderung: 22.5.2002
Wertung: 9/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Manch einer wundert sich vielleicht darüber, dass eine Band, die laut unserer Bandseite doch "ganz und gar unkrautig" klingt, ausgerechnet in einem Krautrock-Leitfaden vertreten ist. Nun, auch wenn Kraan eigentlich durch Jazzrock bekannt wurden, liegen ihre Ursprünge dennoch im krautigen Bereich, wie ihr Debüt (und auch das folgende Wintrup) zeigt.

Mit den üblichen (nicht immer ungerechtfertigten) Klischeevorstellungen über Krautrock als schwerfällige Teutonenmusik haben Kraan aber rein gar nix am Hut. Die instrumentalen Leistungen, insbesondere von Bassist Helmut Hattler und Saxofonist Johannes Pappert, sind auch hier beeindruckend, die geschickt eingebundenen Einflüsse arabischer Musik, vor allem in Kraan Arabia und die bereits hörbaren jazzigen Elemente verleihen diesem Album eine besondere Stellung in der krautigen Szene.

Somit ist dies nicht unbedingt der geeignete Einstieg für den Kraan-Neuling, für den Kenner den Band und speziell für Krautrock-Liebhaber ist es aber unbedingt zu empfehlen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.5.2006
Letzte Änderung: 5.5.2006
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kraan

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Wintrup 10.50 2
1974 Andy Nogger 11.50 2
1975 Live 11.33 3
1975 Let It Out 8.00 2
1977 Wiederhören 11.00 2
1978 Flyday 7.00 2
1979 Tournee 12.00 1
1982 Nachtfahrt 5.75 4
1988 Live 88 11.33 3
1989 Dancing In The Shade 9.00 3
1991 Soul Of Stone 5.00 1
2001 Live 2001 10.67 3
2001 Berliner Ring 5.00 1
2003 Through 7.00 1
2007 Psychedelic Man 9.00 2
2011 Diamonds 8.00 2

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