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Leitfaden: Progverwandter Rock und Pop der 70er
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David Bowie

Heroes

(Siehe auch: Leitfaden "Progverwandter Rock und Pop der 70er")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label: RCA
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

David Bowie Guitar, Composer, Keyboards, Saxophone, Vocals, Koto
Carlos Alomar Guitar
Dennis Davis Percussion, Drums
Brian Eno Synthesizer, Guitar, Instrumental, Keyboards, Vocals
Robert Fripp Guitar
Antonia Maass Vocals
George Murray Bass,
Tony Visconti Bass, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. beauty and the beast
2. joe the lion
3. "heroes"
4. sons of the silent age
5. blackout
6. v-2 schneider
7. sense of doubt
8. moss garden
9. neuköln
10. the secret life of arabia


Rezensionen


Von: Holger Grützner @


Hero(in)-Bowie am Ende. Heute oder morgen muß es passieren: ....killed by overdose. Bowie leidet an seiner „Ehe", an seinem Werdegang, an der Welt.... Dauerdepression. Der Zustand, in dem vielen Künstlern ihre besten Werke gelingen. So auch hier. In irgendeinem hellen Moment muß ihm jemand verklickert haben, dass ihm „LOW" beinahe den Plattenvertrag gekostet hätte, weil die Firma mit dem Werk nichts anfangen konnte und dass es im Vergleich zu allen Vorläufern umsatzmäßig enttäuscht hatte. Da er aber selber daran glaubt, dass die instrumentale B-Seite ein neuer Weg sein könnte, probiert er es noch mal ähnlich und doch gaaaanz anders. Aber der Reihe nach:

A-Seite: zwischen Joe the Lion und Sons of the silent age ---- „Heroes" absichtsvoll in Anführungszeichen. Message: es gibt zwei Arten von Losern, die lauten Renommiertypen & die kuschenden Spießer und dazwischen einige wenige, die das kleine Kunststück fertig bringen, Helden (wenigstens für einen Tag) zu sein. Die Menschheit hat das Zeug zu gar nichts, wir küssen, als ob nichts geschieht, die Schande ist auf der anderen Seite....Das er in diesem Zusammenhang auf Schüsse an der Mauer anspielt, könnte man ihm als Opferverhöhnung übelnehmen, aber wer will schon einem Junkie den Kalten Krieg erklären? Bowie strapaziert in jener Zeit das Künstlerprivileg politisch blind sein zu dürfen: Adolf Hitler war der erste Superstar....Ich will euer Führer sein....verkündet er in London. Anno '79 dann plötzlich Sympathie für die RAF....der letzte Titel der A-Seite enthält vielleicht das alles erklärende Schlüsselzitat passenderweise im Titel „Blackout": „get me to the doctor..." Ist Bowie am Aufwachen? Beginnt in Kürze die Selbstrettung? Wird die biologische Selbstheilung auf Kosten des künstlerischen Potentials gehen?

Robert Fripp wird sich im Nachhinein in den Arsch gebissen haben, dass er den besten Gitarrensound, der ihm je einfiel, der Nachwelt auf einer Platte hinterläßt, auf der nicht King Crimson steht. Brian Eno ergeht es auf der B-Seite ähnlich wie Fripp. V2-Schneider (ein fast instrumentales flirting with NS-Desaster), sense of doubt, moss garden, neuköln - die Lehren aus den Instrumentals von „LOW". Diesmal passt alles zusammen. Minimalistisch aber doch nicht monoton wird eine bedrückende Vision akustisch erzeugt, von der man mit dem letzten Titel der Platte „secret life of arabia" befreit wird.

Bowie auf dem Zenit. Er verabschiedet sich augenzwinkernd: „ I walk through a desert song when the heroine dies."

Bowie zum letzten mal als Seher kommender Ereignisse. Er geht auf Entzug und von „scary monsters" abgesehen, wird ihm nicht mehr viel gelingen. Desertsongs bis weit in die 90er...

(April 2001)

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.5.2002
Letzte Änderung: 24.5.2002
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von David Bowie

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Space Oddity 11.00 1
1971 The Man Who Sold The World 9.00 1
1971 Hunky Dory 13.00 2
1972 The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars 12.00 1
1973 Aladdin Sane 9.50 2
1974 Diamond Dogs 8.33 3
1974 David Live 11.00 1
1976 Station to Station 11.50 2
1977 Low 9.50 2
1978 Stage 10.50 2
1979 Lodger 9.00 1
1980 Scary Monsters 10.00 2
1983 Let's dance 6.00 2
1984 Tonight 4.00 1
1986 Labyrinth 1.00 1
1987 Never let me down 3.00 3
1993 Black Tie White Noise 5.00 1
1993 The Buddha Of Suburbia 12.00 1
1996 Outside: The Nathan Adler Diaries 13.00 2
1997 Earthling 10.00 1
1997 The singles collection - 1
1999 Hours 9.33 3
2002 Heathen 11.50 2
2002 Slow Burn 11.00 1
2003 Reality 9.25 4
2008 Live Santa Monica '72 11.00 1
2008 David Bowie Box - 1
2010 A Reality Tour 11.00 1
2013 The Next Day 10.00 2
2014 Nothing Has Changed. - 1
2016 Blackstar 13.00 3

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