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24189 Rezensionen zu 16534 Alben von 6441 Bands.
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Yes

Fly from here

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil:
Label: Frontiers Records
Durchschnittswertung: 8.57/15 (7 Rezensionen)

Besetzung

Benoît David lead vocals
Chris Squire bass guitar, backup vocals, lead vocals on "The Man You Always Wanted Me to Be"
Steve Howe guitars, backup vocals
Alan White drums
Geoff Downes keyboards

Gastmusiker

Oliver Wakeman additional keyboards on "We Can Fly", "We Can Fly (reprise)" and "Hour of Need"
Trevor Horn backup vocals, additional keyboards
Luís Jardim percussion
Gerard Johnson piano on "The Man You Always Wanted Me to Be"

Tracklist

Disc 1
1. Fly From Here

1. Overture 1:53
2. Pt I - We Can Fly 6:00
3. Pt II - Sad Night at the Airfield 6:41
4. Pt III - Madman at the Screens 5:16
5. Pt IV - Bumpy Ride 2:15
6. Pt V - We Can Fly (reprise) 1:44

2. The Man You Always Wanted Me to Be 5:07
3. Life on a Film Set 5:01
4. Hour of Need 3:07
5. Solitaire 3:30
6. Into the Storm 6:54
Gesamtlaufzeit47:28


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 7)


Als vor etwa 30 Jahren die auf Steve Howe, Chris Squire und Alan White geschrumpften Yes im Studio an "Drama" bastelten, saßen die Buggles (Trevor Horn und Geoff Downes) im Nachbarstudio an den Nachfolgern ihres weltweiten Pop-Hits "Video Killed The Radio Star". Als große Yes-Fans versuchten die beiden, der Band einen Song namens "We Can Fly from Here" zu verkaufen. Squire gab sich interessiert, hatte aber ganz anderes im Sinn: er wollte Downes und Horn in die Band tricksen. Yes hatten nämlich einen sehr engen Zeitplan und ihnen fehlten ein Sänger und ein Keyboarder. "We Can Fly from Here" wurde dann auch von der "Drama"-Besetzung gespielt, aber nur live, seinen Weg auf das Album fand der Song nicht.

Nun erscheint, nach zehn Jahren Pause, ein neues Yes-Album und der Song wird dreißig Jahre nach seiner Entstehung als Teil einer Suite veröffentlicht. Ein neues Album, ein Longtrack - seit Monaten diskutieren sich Fans und Skeptiker aufgeregt die Köpfe in den Foren heiß. Die Vorab-Veröffentlichung von Schnipseln kühlte zwar einige dieser Köpfe ab, andere dagegen nicht und es stieg wenn schon nicht die Erwartung, so doch zumindest die Neugier.

Jetzt ist das Album da.

Ist "Fly from here" der erhoffte "Drama"-Nachfolger? Ist es, wie Steve Howe und Geoff Downes vor der Veröffentlichung versprachen, eine Art Mischung aus "Close to the Edge" und "90125"? Und: meinten sie damit, dass "Fly from Here" so gut sei wie "Close to the Edge" und so erfolgreich werden wird wie "90125"?!?

Nein - nichts von alldem. "Fly from here" enthält lange und kurze Stücke, so viel zu den Gemeinsamkeiten mit "Close to the Edge" und "90125". Und nicht viel weiter reichen die Ähnlichkeiten mit "Drama": Da ist das Lineup, natürlich, der Song "(We Can) Fly from Here" und zwei weitere Buggles-Songs, "We Can Fly from Here Part 2" und "Life on a Film Set". Aber nichts davon klingt nach "Drama". "Drama" war ein tolles Prog-Album, "Fly from here" ist es nicht.

Aber mal nicht vorgreifen, also: Platte auflegen und los geht's! "Overture" (Horn/Downes) beruht auf einer von Downes gespielten 10/8-Figur, die dann interessant wird, wenn das Schlagzeug einen 4/4-Takt darüber spielt und die Gitarre einstimmt, nach und nach kommen noch weitere Instrumente dazu. Ein toller Einstieg! So muss ein Yes-Album beginnen. Dann bricht der Longtrack plötzlich ab. Was ist los? Was soll so etwas? Dann der Neuanfang: "Part I: We Can Fly" (Horn/Downes/Squire) ist "We Can Fly from Here" – nach 30 Jahren praktisch unverändert! Das mag nicht alle enttäuschen, vor allem nicht die, die den Song mögen, aber verwunderlich ist es schon ein bisschen. Immerhin kommt hier wieder echtes Yes-Feeling auf, vor allem dann, wenn Howe in die Saiten greift und Squire in den Gesang einstimmt. Nach einer weiteren Unterbrechung beginnt "Part II: Sad Night at the Airfield". Es geht zurück auf das Buggles-Demo "We Can Fly from Here Part 2" (veröffentlicht kürzlich auf der erweiterten Fassung ihres Albums "Adventures in Modern Recording"), wurde allerdings ein wenig verändert und ausgebaut. Es handelt sich um einen melancholischen Song mit Schlechtwetter-auf-dem-Flughafen-Feeling, langsam, getragen, mit viel Blick hinter einem abgeflogenen Flugzeug her. "Part III: Madman at the Screens" (Horn/Downes) ist eine Variation der "Overture", diesmal mit Gesang. Das instrumentale "Part IV: Bumpy Ride" (Howe) überrascht dann mit einem 7/8-8/8-Wechsel und stellt damit ein neues Thema vor, verwendet aber auch Material aus "Part III" – gelungen, die beiden Parts! Das mit einem etwas Asia-haften, aber gar nicht mal unpassenden Einstieg eingeläutete "Part V: We Can Fly Reprise" (Horn/Downes/Squire) ist dann das, was der Titel verspricht: das "We Can Fly"-Thema als großes, wenn auch reichlich kurzes Finale.

Die "Fly from Here"-Suite soll angeblich an "Close to the Edge" erinnern. Aber die beiden Stücke (so man "Fly from Here" als ein Stück betrachten will) haben nichts miteinander zu tun: "Close to the Edge" war eine Gruppenkomposition, an der alle Bandmitglieder über Wochen herumgefeilt haben, "Fly from Here" besteht aus vorgefertigten Versatzstücken, die nur mit Ach und Krach und ein paar Keyboard-Akkorden oder Cross-Fades aneinandergekleistert wurden: "Overture" hat mit den Teilen I und II keine Bezugpunkte, erst die späteren Teile sind enger miteinander verwoben. Es gelingt Yes jedoch nicht, die verschiedenen Parts zu einem überzeugend zusammenhängenden Stück zu verschmelzen - dabei wäre das nicht einmal schwer! Die Parts II und III sind fertige Songs, die jeweils ein komponiertes Ende haben - womit dann auch der Longtrack an diesen Stellen jeweils endet. Warum streicht man diese Enden nicht einfach? Warum muss man obendrein den Longtrack nach jedem Teil ausblenden? - Nein, nur allzu schmerzlich vermisst man die Fähigkeiten Rick Wakemans, der immer der große Arrangeur bei Yes gewesen war und es von allen am besten verstand, aus Einzelideen funktionierende Longtracks zu bauen. Nur: sollten sich die anderen das nicht mittlerweile von ihm abgeschaut haben, nach über 40 Jahren in der Band?!?

Mit dem Ende von "Fly from here" beginnt dann der Teil des Albums, für den Yes ordentlich aufs Dach kriegen werden:

"The Man You Always Wanted Me to Be" ist trotz einiger kleiner rhythmischer Gemeinheiten langweiliger Poprock mit einer Melodie, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass man sie sofort wieder vergisst. Der Song geht zurück auf die Zeit um 2006/7 und war eigentlich für ein Soloalbum Chris Squires vorgesehen gewesen. Er ist nun hier gelandet, andere Songs von damals wurden für das Chris-Squire-Steve-Hackett-Projekt "Squackett" verwendet. Diese Entstehungsgeschichte erklärt nicht nur, warum hier Chris Squire singt, sondern auch, warum Gerard Johnson (wie Squire Ex-The Syn) und Simon Sessler als Koautoren genannt werden, sie waren nämlich an den ersten Sessions zu diesem Solo-Album beteiligt gewesen.

"Life on a Film Set" hieß vor langer Zeit einmal "Riding a Tide" und stammt erneut von den Buggles (das originale Buggles-Demo ist als Bonustrack auf dem "Adventures in Modern Recording"-Re-Release zu hören). Der Song ist ein lahmer Popsong, daran ändert auch ein eigentlich ganz nettes Zwischenspiel nichts, das in einem schnellen Wechsel von 5/8- und 6/8-Takten besteht. Höchst peinlich ist aber, dass der Song praktisch identisch mit dem dreißig Jahre alten Buggles-Demo ist, und zwar auch was die einzelnen Sounds angeht. Wenn "Life on a Film Set" dann nach dreieinhalb Minuten allerdings etwas an Intensität und Fahrt gewinnt, meint man zwar fast, man würde ein Yes-Album hören - leider ist der Song kurz darauf zu Ende.

Dafür gewinnt das Album mit "Hour of need" an Doofheit: Der Song (von Howe, aber nicht identisch mit dem gleichnamigen Stück von seinem Solo-Album "Spectrum") reiht sich ein in eine Kette unvergesslicher Yes-Perlen wie "Time is Time" und "Show Me". Es ist dieser Song, den wir jetzt auch hören würden, wenn Jon Anderson noch in der Band wäre. Was ihn nicht besser macht. Ebensowenig wie die zusätzlichen 3, 4 Minuten der Langfassung, die als Bonustrack auf der japanischen Ausgabe zu hören ist. Die von Joaquín Rodrigos "Concierto de Aranjuez" inspirierte Musik ist für sich genommen zwar gar nicht übel, hat aber mit dem Rest des Songs rein gar nichts zu tun. Na, immerhin bemerkt man bei "Hour of need" plötzlich, dass Yes einen Keyboarder haben, das war dem Hörer seit "Fly from Here" irgendwie aus dem Bewusstsein gerutscht. Der entpuppt sich dann prompt auch noch als Oliver Wakeman, der natürlich klingt wie sein Vater. Ach ja, die guten alten Zeiten...

"Solitaire" ist das unvermeidliche Howe-Solostück und alles andere als der erwartete Füller. Im Gegenteil, mit seinem Gefühl für Melodie hat Howe hier mal eben den Höhepunkt des Albums beigesteuert. Nicht schwer, zugegeben, aber "Solitaire" ist wirklich schön und eines der Howe-Stücke, über die man sich freuen wird, sollte er es live einmal anstimmen.

Mit "Into the Storm" (Squire/Wakeman/Howe/Horn/David/White) versucht die Band schließlich, das Album mit einem Ausrufezeichen zu beenden. Das gelingt auch recht gut mit seinen rhythmischen Zweideutigkeiten gleich am Anfang, dem "Tormato"-Gedächtnis-Unterwasserbass und den von Squire dominierten Vocals. Insgesamt allerdings bietet auch "Into the Storm" nicht mehr als bloße Durchschnittsware.

So. Die Platte ist durchgelaufen. Das ist also das neue Yes-Album. Yes-Album? Sehen wir doch mal nach: Der Longtrack stammt offenbar komplett aus der Feder von Horn und Downes (Squire wird bei "Part I" und "Part V" nur deshalb zusätzlich genannt, weil er vor 30 Jahren am Arrangement mitgewurschtelt hat). Dasselbe gilt für "Life on a Film Set". "The Man You Always Wanted Me to Be" ist ein wiederaufgewärmter Solo-Track. Zieht man Howes Gitarrenstück ab, bleiben damit sage und schreibe zwei Songs, die auf das Konto derer gehen, die bis vor kurzem zehn Jahre lang Yes waren. Damit stellt sich für alle, die eh nicht glauben, dass eine Band ohne Anderson Yes sein kann, die Frage: Ist das überhaupt ein Yes-Album?!?

Ich bin nun kein Anhänger der leidigen "Cover-Band"-Debatte: 1968 betraten 5 Leute eine Bühne und stellten sich als Yes vor. Und das Publikum akzeptierte es. 1970 geschah dasselbe, 1971 auch, dann 1974, 1983, 1991, 1994, 1996 und so weiter. Warum sollte das jetzt anders sein? Benoît David singt prima, eher wie Horn, weniger wie Anderson. Yes ist ohne Jon Anderson nicht Yes? Wann hätten Yes ohne Anderson mal ein schlechtes Album aufgenommen? Nein, Anderson und Wakeman muss man nicht vermissen: man höre nur mal ihr Album "The living Tree"! Allenfalls aus ganz anderen Gründen: Anderson, weil er im Gegensatz zu Howe, Squire und White sich noch einen Sinn für Melodien bewahrt hat, und Wakeman, weil er Longtracks arrangieren kann. Abgesehen davon steht mir der Mund schon ein wenig offen angesichts der Tatsache, dass der überwiegende Teil der Musik von zwei Leuten geschrieben musste, die erst seit wenigen Monaten (wieder) etwas mit Yes zu tun haben. Zehn Jahre hatte man Zeit gehabt! Noch dazu wurde an den wiederverwendeten Buggles-Songs kaum etwas verändert – weshalb sie ihre Identität als pure Buggles-Songs auch nicht verhehlen können. Yes scheinen nur noch den Weg des geringsten Widerstands zu gehen.

Und die Produktion? Immerhin wurde "Fly from here" von Trevor Horn produziert! Nun, enttäuschen tut sie nicht, es dürfte keine Überraschung sein, dass "Fly from here" das am besten produzierte Yes-Album seit Jahrzehnten ist. Das Album klingt klar und an vielen Stellen druckvoll (Mann, wenn Horn die "Keys"-Alben produziert hätte...), auf der anderen Seite aber vielleicht auch ein wenig zu glatt, zu perfekt. Es fehlt an Ecken und Kanten - und wo "Fly from here" schlapp, altbacken und irrelevant ist, schafft es auch Horns Produktion nicht, es wenigstens nicht so klingen zu lassen.

Fazit: Wie gesagt, "Fly from here" ist bei weitem nicht so gut wie die Yes-Alben aus den 70ern. Aber immerhin haben Yes endlich die richtige Formel gefunden: Ein Longtrack für die wenigen Fans, denen es noch wichtig ist, dass Yes mal 10 Jahre lang ne Progband war (im deutschen Yes-Forum haben sie für "Sad Night at the Airfield" als besten Song des Albums gevotet - o tempora o mores!), und ein paar kurze, poppige Rocksongs, wie Chris Squire sie seit Jahren und Jahrzehnten gerne auf Yes-Alben drückt. Steve Howe nannte sie treffend "a shorter selection of songs, that aren't screaming for attention". Recht hat er: "Fly from here" ist ein passagenweise recht ordentliches, passagenweise aber auch einfach nur grauenhaftes Album. Anderson vermisse, wer mag, aber wenn Yes ohne ihn Alben wie "Drama" machen und mit ihm Alben wie die letzten paar, dann soll er von mir aus wegbleiben. Die Band ist jedenfalls nicht schlechter ohne ihn. A propos: Im Schnitt mag "Fly from here" ja einen Tick besser sein als "Open Your Eyes", "The Ladder" und "Magnification" – aber mal ehrlich: was heißt das schon?

Anspieltipp(s): "Overture", "Hour of need"
Vergleichbar mit: "Parallel Worlds/Vortex/Déyà" und "Sleeping Giant/No Way Back/Reprise" von Asia, Starcastle und den Buggles
Veröffentlicht am: 21.6.2011
Letzte Änderung: 23.3.2013
Wertung: 7/15
Horn/Downes-Album mit Yes als Backing-Band

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Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 2 von 7)


Käufer des Digipacks mit beigegebener DVD sollten letztere vielleicht zuerst anschauen. Und zwar um folgenden Effekt zu kreieren: Im "Making of" zur CD sieht man Squire, White und Horn teilweise in Sesseln herumhängen, denen sie alters- und gewichtsbedingt eine beträchtliche Last aufbürden. Dazu geben sie Statements über die Entstehung des Albums von sich, bei denen sie kaum die Zähne auseinanderkriegen und infolgedessen so dynamisch wirken, wie man beim Nuscheln in Polstermöbeln halt wirkt.

Legt man danach die CD auf, erwartet man unwillkürlich eine ebenso altersmüde und vernuschelte Darbietung.

Doch dann kommt der Aha-Effekt: So schlimm wie befürchtet, geht es auf "Fly from here" nicht zu. Der Longtrack - jene von Nick ausführlich beschriebene Suite, die teilweise auf 30 Jahre altem Material fußt - erscheint sogar erstaunlich frisch und munter. Die Musik ist exzellent produziert, und wenn es sich auch nicht um eine große Komposition handelt, so doch um ein achtbares Stück Musik. Es gibt schöne Melodien und schöne Instrumentalteile, gute Gitarrenarbeit von Steve Howe und souveräne Bassläufe von Chris Squire.

Was dem Ganzen fehlt, sind die großartigen Spannungsbögen, die die Yes-Musik in den 70ern zu etwas Besonderem machten. Die professionelle Leichtigkeit der Vocals von Benoit David, für die man ihn eigentlich ja schwer kritisieren kann, sorgt noch zusätzlich für eine gewisse Glätte. Die "Fly from here"-Suite flutscht auf diese Weise gut durch die Gehörgänge, klingt auch (anders als so manches Yes-Elaborat von der Jahrtausendwende) überhaupt nicht peinlich, aber es ist kein großes Kino. Dazu fehlen die Stacheln und die Widerborstigkeiten. Na ja, wer hatte schon gehofft, dass man von der Band noch einmal etwas Stacheliges serviert bekommen würde? Nein, Fly from here ist kein großes Kino und kein bewegendes Drama, aber es stimmt einen beim Hören doch versöhnlich gegenüber einer Gruppe, die ihre eigenen Maßstäbe schon allzu oft verfehlt hat.

Die auf die Suite folgenden Stücke füllen das Album auf, wobei der Solotrack von Steve Howe sicherlich am meisten Respekt verdient. Wer sich "Fly from here" zulegt, wird das aber in der Regel wegen der titelgebenden Suite tun - es sei denn, es handelt sich um jemanden, der mit Yes nichts Spezielles verbindet und der das Album daher einfach als eins von vielen konsumiert.

Wichtig erscheint mir noch folgender Hinweis: Der neuralgische Punkt namens Alan White macht diesmal kaum Probleme. Das Schlagzeug ist so gut in den Gesamtsound integriert und die Band arbeitet insgesamt so zügig, dass man mit der nicht übermäßig ambitionierten Trommelarbeit gut leben kann.

Bleibt das Fazit: Ein klassisches Yes-Album haben dieses Jahr eher Wobbler mit "Rites at Dawn" vorgelegt. Aber "Fly from here" geht in Ordnung, denn etwas Klassisches durfte man von Yes ohnehin nicht mehr erwarten, und die "Yes light"-Musik, die sie hier machen, machen sie gut.

Bevor jemand grübelt, was meine Punktewertung besagen soll. Sie bedeutet: Erfreulich angesichts der Befürchtungen, die man hegen konnte. Aber ganz weit weg von ehemaligen Meisterwerken.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.7.2011
Letzte Änderung: 6.3.2012
Wertung: 9/15
Die Fly from here-Suite allein hätte wohl auch eine 10 verdient.

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 7)


Yes haben in den letzten 30 Jahren die Latte sowohl des eigenen Anspruchs als auch der Erwartung der Prog-Fangemeinde tendenziell immer tiefer und tiefer gelegt; umso höher können sie sie nun überspringen. Dass die sportliche Leistung hierbei vor allem von den Buggles erbracht wird und man statt des modernen Fosbury-Flop auf den antiquierten Straddle zurückgreift - wen interessierts.

Denn unter dem Strich steht am Ende des Tages ein überraschend gutes Album. Keines, dass sich auch nur annährend mit den grossen Alben der 70er Jahre messen könnte, aber doch eines, dass Luft nach unten hat. Und mit unten meine ich vor allem die äusserst dünnen Outputs The Ladder und Open Your Eyes.

Das stärkste Stück der Platte kommt gleich zu Anfang: die "Fly From Here"- Overture. Da weht der Geist der alten Yes für einen kurzen Moment durch den Hörraum. Einen viel zu kurzen. Nik hat seiner Enttäuschung über den abrupten Abbruch dieses Aufspiels schon Ausdruck verliehen. Man stelle sich vor, Neal Morse hätte diese Scheibe produziert (welch abstruser Gedanke, ich weiss). Er hätte dieses Thema in aller Länge und Breite ausgewalzt, rauf und runter transponiert, durch alle Tempi und Modi gezogen und das Ganze abschliessend nochmals wiederholt. Irgendetwas dazwischen wäre perfekt gewesen...

Immerhin wird die 10/8-Figur über dem 4/4-Rhythmus in der Folge immer mal wieder angespielt und gibt der ganzen "Fly From Here"-Suite so ein thematisches Rückgrad. Schön auch das holprige, der Name ist Programm, "Bumpy Ride". Solche Widerhaken hätte ich mir häufiger gewünscht. Die Reprise beschliesst den Longtrack mit Grandezza.

Bis hierhin macht das Album wirklich Spass. Mit "The Man You Always Wanted Me To Be" wird man dann etwas unsanft wieder auf den Boden zurückgeholt. Sehr langweilig. Auch "Life On A Filmset" zündet nicht richtig. Hier missfällt mir vor allem auch der Gesang. Die Stimme ist sehr unflexibel und irgendwie leblos. Immerhin versöhnt der zweite Teil des Stückes mit seiner kratzenden Metrik, wenn ich mir auch hier eine aufgeblasenere Version gewünscht hätte.

"Hour Of Need" ist belanglos. Nett aber belanglos. Und die paar flötenhaften Keyboardlinien geben dem Stück auch keine spezielle Färbung.

"Solitaire" ist, wie erwähnt, der unvermeidliche Howe-Soloausflug. Vorhersehbar und dennoch immer wieder schön. Ich würde hier nicht vom Höhepunkt des Albums sprechen, aber doch von einem Stück, das man einst durchs Retrospektoskop betrachtet zu den klaren Pluspunkten des Albums zählen wird.

"Into The Storm" beendet das Album mit einer Portion rockigen Schmackes. Straight, knackig, gradlinig, mit ein paar krummen Rhythmusintarsien ausgelegt. Mehr ist da aber auch nicht.

Yes hätten sicher ein viel schlechteres Album machen können. Mit ein bischen mehr Mut hätte man aber auch an der einen oder anderen Stelle noch mehr progressive Farbe auftragen oder zumindest die guten Ideen etwas mehr ausführen können.

Wie gesagt: die Latte lag nicht sehr hoch und somit ist die gefühlte Sprunghöhe viel grösser als die tatsächliche Leistung. Yes haben quasi in einer tieferen Gewichtsklasse teilgenommen und dort folglich sehr gut ausgesehen.

Anspieltipp(s): Overture
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.7.2011
Letzte Änderung: 6.7.2011
Wertung: 8/15

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Von: Piotre Walter @ (Rezension 4 von 7)


Nun ja, ich bin doch etwas hin und hergerissen vom neuen Silberling "Fly from here". Mochte ich ja durchaus das Buggles-Album "Adventures in Modern Recording", aus dessen Zeit und Dunstkreis der Song "Fly from here" stammt. Auch fand ich einzelne Songs aus den Popalben "90125" und "Big Generator" sehr gelungen, ganz zu Schweigen vom genialen Album "Drama".

Nun also nach 30 Jahren die "Fortsetzung" von Drama. Beim ersten Durchlauf war ich etwas geschockt, klingt das Album doch ein wenig zu sehr nach Bands wie "Asia" (die ich nun gar nicht mag), "Saga" oder "Yes light".

Nach mehreren Durchläufen muss ich feststellen, dass der (Buggles)-Longtrack das einzige wirklich gute Stück auf dem Album ist. Und der Longtrack macht richtig Spaß, er ist zwar nicht zu vergleichen mit Meisterwerken wie "Close to the Edge" und hat nicht dessen Spannungsumfang oder Genialität - aber "Hut ab"! Den einzig schwächeren Part in der "Fly from here"-Suite finde ich "Bumpy Ride" - klingt mir etwas zu sehr nach Tonleitern.

Der Rest des Albums besteht aus zusammengewürfelten Popsongs, die nicht wirklich zünden. Die perfekte glatte Produktion tut ihr übriges. Am Besten schneidet bei mir noch der Howe-Song "Hour of Need" ab, der ein gewisses Potential hat. Sein Akusitik-Instrumental "Solitaire" finde ich dagegen schwächer. Verschenkt leider auch das Finale, die Bandkomposition "Into the Storm" - der Song hat zwar ein wenig "Wumms", verliert aber enorm durch die flachen, poppigen Keyboards und die glatte Produktion (hier klingt's wieder furchtbar nach Asia (Saga). Auch das Aufnehmen des "Fly from here"-Themas am Ende, ist zwar eine schöne Idee, aber nicht überzeugend gemacht. Da wäre ein bißchen Bombast im Finale angebracht gewesen.

Handwerklich ist das natürlich alles ohne Ausnahme Top gemacht und mit dem neuen Sänger "David Benoît" hat man eine gute Wahl getroffen. Das "Fly from here"-Thema würde ich aber gerne auch mal mit Andersons Stimme hören (das wird aber wohl nicht passieren...). Na jedenfalls müssen "Downes" und "Horn" nun endgültig in den "Yes-Olymp" aufgenommen werden...

Fazit: Schade - nachdem das Album mit "Fly from here" fulminant aufsteigt, stürzt es danach regelrecht ab. So verschenkt "Fly from here" die Chance auf ein rundes, gutes Album. Ich finde es vergleichbar mit "The Ladder", hat aber nicht die Größe und Erhabenheit von "Magnification", dass ich für ein sehr unterschätztes Album halte.

Anspieltipp(s): Fly from here, Hour of need
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.7.2011
Letzte Änderung: 9.7.2011
Wertung: 7/15
"Fly from here" = 10 / Rest = 4

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Von: Günter Schote @ (Rezension 5 von 7)


Historisches, Dramatisches und zudem alles Bucklige lasse ich als bisher fünfter im Bunde mal außen vor und fasse mich kurz.

Also: das Album haut mich jetzt nicht total aus den Socken, doch es gefällt mir recht gut. Ich habe es inzwischen öfter gehört als so manches Album, das ich mit mehr Wertungspunkten bedacht habe und irgendwie ist das ja das wahre Qualitätsmerkmal.

Schade, dass man aus "Fly From Here" keinen echten Longtrack machte; schade, dass man nicht den Mut hatte, lupenreinen Progressive Rock zu servieren, sondern nur eine poppige Yes-Version für das 21. Jahrhundert produzierte. Ich meine, wen soll dieses Album ansprechen? Radiohörer? Irgendwie hört man die Suite und denkt sich, da hätte man mehr draus machen können. Die "Overture" klingt wie im letzten Moment schnell eingespielt und an "Bumpy Ride" kann man sich sehr schnell satt hören. Trotzdem, für die ersten 23 Minuten gibt's zehn, ach was, elf Punkte!

Dann kommt die "zweite Seite". Von fünf Yes-Fans kann man fünf verschiedene Antworten auf die Frage nach dem Besten dieser Stücke hören! Ich persönlich favorisiere das folkige "Hour of Need" mit seiner holprigen, von Anderson abgekupferten Gesangsmelodie. Simpel, aber super! Und Solitaire? Ein Howe-Lückenfüller par excellence. Es soll mir bitte niemand erzählen, dass Howe das Stück komponierte, präsentierte und seine Kollegen es dann unbedingt auf dem Album haben wollten.

Apropos! Was ist das denn bitte für ein Cover? Klar, das Bild selbst ist wie immer sensationell. Kein Vorwurf an Dean. Aber da hat der Freund Steve doch den Freund Roger angerufen und gesagt, "Hi, wir machen ein Album, hast du ein Cover? Äh, ja, also es soll 'Fly From Here' heißen, ok? Gut, dann male doch einen oder zwei Vögel drüber, wenn Flugzeuge nicht passen. Anderson? Nein, aber Geoff ist wieder dabei. Einen Panther? Du meinst wie auf Drama? Ja, gute Idee, mach' das und schick's bitte an Frontiers Records in Italien, Rom oder so, kommt schon an. Danke, du bist der Beste!".

Mon dieu! Squire, White, Howe, das sind keine zugekifften Jungs Anfang 20 mehr, die denken, dass sie mit ihrer Musik die Welt erobern und verändern können. Es sind inzwischen mehrfache Großväter, die froh sind, wenn die Tropfen dort landen wohin sie gehören. Noch ein, zwei Alben dieser Qualität und sie können den, äh, Stab weitergeben. Yes - The Next Generation, oder so. Wakeman? Klar. Und wie heißt Howes Sohn doch gleich, Dylan? Ich meine er spielt Schlagzeug...oder kommt nun doch erstmal ABWRS?

Be happy with what you have to be happy with! Kaufempfehlung von mir!

Anspieltipp(s): We Can Fly
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.7.2011
Letzte Änderung: 30.6.2012
Wertung: 10/15
9+1

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 6 von 7)


Seit gut fünf Monaten ist "Fly From Here" jetzt der Öffentlichkeit zugänglich. Und in dieser Zeit ist etwas unerwartetes passiert: Das Album hat sich in meinem Kopf festgespielt. Das war insofern nicht vorauszusehen, weil ich zuvor nicht viel auf dieses Album gegeben habe (man denke an diese zahlreichen Musiker-X-spielt-mit-Musiker-Y-AOR-Projekte von Frontiers Records) und direkt nach Release auch keine größeren Anstrengungen unternommen wurden, das Werk irgendwie zwanghaft schönzuhören. Doch über die Monate hinweg hat es sich dann ergeben, dass mir das Album immer besser gefiel und ich mittlerweile von einer echten Überraschung sprechen muss. Doch was hat nun zu diesem Schluss geführt?

Großer Blickfang von "Fly From Here" ist natürlich das sechsteilige Titelstück. Und anders als die meisten meiner Vorredner hier kann ich das Stück auch ohne weiteres als legitimen "Drama"-Nachfolger betrachten. Das gilt natürlich mit Einschränkungen: "Drama" als Ganzes war auf der einen Seite ziemlich düster ("Machine Messiah", "Run Through The Light"). Diesen Aspekt findet man in der "Fly From Here"-Suite logischerweise nicht. Jenes futuristische Flair allerdings, das Trevor Horn und Geoff Downes damals ihren Glitzerkeyboards mit in die Band brachten und seinerzeit Stücken wie "Does It Really Happen?" das gewisse Etwas gab, tönt hier insbesondere in der "Overture" sowie in "We Can Fly" und "Madman At The Screens" aus jeder Ecke des Albums. Wenn dazu noch Steve Howe in seiner unnachahmlichen Art den zentralen Duktus des Stücks umspielt und Alan White und Chris Squire die Lieder ziemlich flott (jetzt mal schnell als Gegenbeispiel an "Magnification" denken...) vorantreiben, ist doch alles in Butter, und wir haben eben diesen schönen Sound zwischen Buggles-Artpop und Light-Prog wie von damals.

Aber "Fly From Here" hängt doch gar nicht zusammen, wurde weiter oben eingewandt. Nun ja, man war ehrlich genug, diese Nummer dann in einzelne Tracks aufzuteilen, die dann doch über einzelne Harmoniefolgen und Textpassagen zusammenhängen - das ist auch in den anderen Rezensionen zu lesen. Und diese Eigenschaften wiederum wecken bei mir weitere schöne Assoziationen: Und zwar solche an die immer wieder unterschätzte "Duke"-Suite von Genesis! Da gab's doch auch gewisse Brüche, wie beispielsweise zwischen "Guide Vocal", "Turn It On Again" und "Duke's Travels". Und dennoch habe ich mir da immer gerne alle sechs (!) Teile dieses Stücks gerne aneinander programmiert (und die Lieder dazwischen gepflegt ignoriert). Sowas ist ja aus naheliegenden Gründen auf "Fly From Here" nicht nötig. Ganz nebenbei klangen Banks, Rutherford und Collins im Jahr 1980 in meinen Ohren ähnlich futuristisch wie Squire, Howe und Kollegen auf "Drama".

Die Parallele zu "Duke" lässt sich dann auch noch auf die sonstigen Stücke übetragen: Zwar sind diese verhältnismäßig (ich sage: verhältnismäßig!) unspektakulär ausgefallen, profitieren aber vom Windschatten des Titelstücks und gehören über kurz oder lang einfach zum Album dazu. Hierbei muss ich noch einhaken, dass das einzige, was den Nummern von "The Man You Always Wanted To Be" bis "Hour Of Need" fehlt, die klassische "Drama"-Wucht ist (war ja auch das einzige Yesalbum ohne "richtige" Ballade...). Die melodischen Einfälle sind ja getrost als "nett" zu bezeichnen und hätten mit anderer Begleitung auch ordentlich was hergemacht. "Solitaire" jedenfalls zeigt, dass man mit Steve-Howe-Akustiknummern wohl nie was falsch machen kann, und "Into The Storm" demonstriert noch mal, wie das eben gerade mit der "Drama"-Wucht gemeint war.

Unterm Strich gefällt "Fly From Here" und macht seinen Job insbesondere in der ersten Hälfte richtig gut. Und in der zweiten ist man immer noch froh, dass das ganze hier nun gar nix mit Prog-Mainstream-Crossover Unglücksfällen der Marke "The Ladder" zu tun hat. Ich wage jetzt mal zu behaupten, dass man mittelfristig mit der "Fly From Here"-Suite auch die nur allzu bemüht klingenden Stücke von den "Keys To Ascension" in die Tasche stecken wird. Denn im Vergleich zu "Drama" macht "Fly From Here" allemal eine bessere Figur als die "Keys" auch nur zu "Going For The One". Ich sage also: Willkommen zurück!

Anspieltipp(s): Madman At The Screens, Into The Storm
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.11.2011
Letzte Änderung: 20.8.2012
Wertung: 11/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 7 von 7)


Ich hab Yes in den letzten 30 Jahren aus den Augen verloren. Daran ist die Band mit ihren unzähligen Wechseln und ihren lauen Alben selbst schuld. Doch „Fly from here“ hab ich mir dann wegen der annehmbaren Kritiken wieder zugelegt.

Es beginnt recht ordentlich mit der Suite FLY FROM HERE, wo bereits die instrumentale OVERTURE Lust auf mehr macht. Rockig treibend kommt WE CAN FLY und erstmals hört man David Benoit singen. Er hat eine ähnliche Stimme wie Jon Anderson und versteht es auch emotional alles zu geben. Ruhiger und mit schöner A-Gitarre begleitet ertönt SAD NIGHT AT THE AIRFIELD bevor das leicht poppige MADMAN AT THE SCREENS den Fuß wippen lässt. Witzig ist BUMPY RIDE. Der Song könnte tatsächlich ohne Probleme auf der Kirmes laufen. Mit der Reprise von WE CAN FLY endet die Suite.

Was ab dann folgt schwankt zwischen grenzwertig und sehr gut. THE MAN YOU ALWAY WANTED TO BE ist sehr leichtgewichtig bevor LIFE ON A FILM SET schneller und auch kreativer daher kommt. Tiefpunkt ist dann HOUR OF NEED. So einen seichten Song als Progband zu veröffentlichen ist unfassbar.

Höhepunkt des Albums ist für mich dann SOLITAIRE, solo gespielt auf der A-Gitarre von Howe. Es ist eine Gitarrenkomposition ganz im Stile der Klassik und einfach grandios dargeboten. Das rockige INTO THE STORM beendet dann ein zwiespältiges Album das zwar richtig starke Momente aufweisen kann, aber leider auch schwache. Dennoch empfehlenswert für Progfans die mit den alten Sachen von Yes vielleicht nichts anfangen können.

Anspieltipp(s): Solitaire
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.9.2016
Letzte Änderung: 10.9.2016
Wertung: 8/15
Bewertung im Vergleich zu den wirklichen Perlen der Band, aber für neuere Hörer sicher interessant und höher zu beurteilen

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Yes

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Yes 8.40 5
1970 Time And A Word 9.20 5
1971 The Yes Album 9.80 6
1972 Fragile 11.20 5
1972 Close To The Edge 13.80 12
1973 Tales From Topographic Oceans 13.25 8
1973 Yessongs 13.00 3
1974 Relayer 14.22 9
1975 Yessongs (VHS/DVD) 11.00 2
1975 Yesterdays - 2
1977 Going For The One 9.88 8
1978 Tormato 7.71 8
1980 Yesshows 10.00 3
1980 Drama 11.50 8
1981 Classic Yes 12.00 2
1983 90125 8.13 8
1985 9012 Live - The Solos 5.00 3
1987 Big Generator 6.67 6
1991 Union 6.00 7
1991 Owner Of A Lonely Heart - 1
1991 YesYears 13.00 2
1992 Union Tour Live (DVD) 7.00 1
1992 Yesstory - 1
1993 Highlights - The Very Best of Yes - 1
1993 Symphonic Music of Yes 2.00 1
1994 Yes Active - Talk (CD-ROM) 8.00 1
1994 Talk 6.17 6
1996 Keys to Ascension (VHS/DVD) 7.00 1
1996 Live in Philadelphia 1979 (DVD) 4.00 1
1996 Keys To Ascension 8.00 4
1997 Open Your Eyes 4.17 6
1997 Keys To Ascension 2 10.50 4
1997 Something's coming - the BBC Recordings 1969-1970 9.00 2
1998 Yes, Friends and Relatives 3.00 2
1999 The Ladder 6.00 7
1999 Musikladen live (DVD) 6.00 1
2000 The Best of Yes - 2
2000 Masterworks 8.00 1
2000 House of Yes - Live from House of Blues (DVD) 8.00 2
2000 House Of Yes - Live From House Of Blues 6.00 2
2001 Live 1975 At Q.P.R. Vol. 2 (DVD) 14.00 1
2001 Keystudio 9.00 2
2001 Magnification 8.00 9
2001 Live 1975 At Q.P.R. Vol. 1 (DVD) 13.00 2
2002 Yes today - 1
2002 Symphonic Live (DVD) 10.00 3
2002 Extended Versions - 2
2002 In a Word: Yes (1969- ) 12.50 2
2003 Yes Remixes 2.00 1
2003 YesYears (DVD) 10.00 1
2003 YesSpeak (DVD) 9.67 3
2003 Greatest Video Hits (DVD) 3.00 1
2004 Yes Acoustic (DVD) 6.00 2
2004 Inside Yes. 1968 - 1973. An independent critical review. (DVD) 10.00 1
2004 The ultimate Yes 10.00 2
2005 The Word is Live 11.00 1
2005 Songs From Tsongas - Yes 35th Anniversary Concert (DVD) 10.50 2
2005 Inside Yes Plus Friends and Family (DVD) 11.00 1
2006 Essentially Yes - 1
2006 9012Live (DVD) 10.00 2
2007 Yes. Classic Artists. Their definitive fully authorised Story in a 2 Disc deluxe Set - 1
2007 Live at Montreux 2003 (DVD) 9.00 1
2007 Live at Montreux 2003 - 1
2008 The New Director's Cut 9.00 1
2009 Rock Of The 70's 7.00 1
2009 The Lost Broadcasts 7.00 1
2010 Keys to Ascension (2CD + DVD Box Set) 10.00 1
2010 Live in Chile 1994 10.00 1
2011 Union Live (DVD) 11.00 1
2011 The Revealing Science Of God 7.00 1
2011 Live on Air - 1
2011 In The Present - Live From Lyon 9.00 2
2012 Yessongs - 40th Anniversary Special Edition (Blu-Ray) - 1
2013 The Studio Albums 1969-1987 - 1
2014 Heaven & Earth 5.17 7
2014 Songs From Tsongas - Yes 35th Anniversary Concert (3CD Set) 9.00 1
2014 Like It Is - Yes at the Bristol Hippodrome 6.00 1
2015 Progeny: Highlights From Seventy-Two 12.00 1
2015 Like It Is - Yes at the Mesa Arts Center 10.00 1
2015 Progeny - Seven Shows from Seventy-Two 8.00 2
2017 Topographic Drama – Live Across America 10.00 1

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