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Scherzoo

01

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; Zeuhl
Label: Soleil Zeuhl
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Anthony Béard Bass
Francois Mignot Guitar
Jeremy Van Quackebeke E-Piano
Guillaume Lagache Sax
Francois Thollot Drums

Tracklist

Disc 1
1. Enilek 8:25
2. Douz 7:16
3. L'an 01 6:27
4. Béba 8:41
5. Ceux d'en face 6:39
6. Voyage au bout de la nuit 19:16
Gesamtlaufzeit56:44


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Francois Thollot meldet sich wieder zurück. Nachdem der Franzose zu Beginn des neuen Jahrtausends zwei Alben unter seinem Namen veröffentlicht hatte (siehe "Ceux d'en face" und "Contact"), wurde es recht still um den Schlagzeuger (von dem allerdings ein Beitrag auf dem 2007 erschienen Magma-Tribute-Album "Hamataï!" zu finden war). Nun, rund 9 Jahre später, ist eine dritte CD auf dem Soleil-Zeuhl-Label erschienen. Thollots neue Band nennt sich Scherzoo und deren Debütalbum schlicht "01", was ja erwarten lässt, dass da noch mehr kommt.

In stilistischer Hinsicht unterscheidet sich die auf "01" zu findende Musik nicht sehr von dem, was Thollot auf seinen älteren Alben im Angebot hatte. Einen zeuhligen Jazzrock oder Retrozeuhljazzprog gibt es da zu hören, der allerdings aufgrund der recht großen Besetzung ziemlich farbig und abwechslungsreich ausgefallen ist - deutlich farbiger und abwechslungsreicher jedenfalls als die beiden vorherigen Scheiben, die ja solo bzw. im Trio eingespielt worden waren. Gut zur Hälfte handelt es sich bei "01" übrigens um eine Neuauflage des Thollot-Debüts "Ceux d'en face", sind doch "Enilek", "Ceux d'en face" und das lange "Voyage au bout de la nuit" auch dort zu finden. Im Vergleich zu den rezenten Versionen wirken die älteren Einspielungen, in denen Thollot alle Instrumente selbst bedient hatte, allerdings eher wie Demoversionen.

Einen meist druckvoll aus den Boxen gleitenden Jazzrock gibt es auf "01" vornehmlich zu hören, der durch seine gewisse Hektik, den bisweilen mysteriös-grollenden Bass, die nervös-filigranen, oft repetitiv-hypnotischen E-Pianoläufe, die quietschenden Saxeinwürfe, das wuchtig-pointierte Schlagzeug, dieses typische, rhythmische Dahinschreiten, einige geheimnisvoll-düster dahin wabernde Stellen und diese immer wieder auftauschenden monoton-schrägen Instrumenatlschübe der ganzen Band klar in zeuhligen Gefilden verankert ist. Komplex, dicht verwoben, abwechslungsreich und bisweilen schön sperrig und schräg wird hier musiziert, virtuos und farbig, wobei die Produktion leicht blechern ausgefallen ist und etwas mehr Wums und Tiefe hätte vertragen könnte. Die E-Gitarre hält sich eher zurück, sorgt aber zusammen mit Bass und Schlagzeug für ein dichtes Klanggefüge, über dem Piano und Sax musizieren.

Sonderlich neu oder anders ist das, was Scherzoo hier zu bieten haben natürlich nicht. Verwandten Instrumenatljazzprogzeuhl gab es z.B. von den Magmaablegern Weidorje oder Zao schon in den 70ern zu hören (auch auf diversen Soloscheiben von Musikern des erweiterten Magma-Umfeldes) und in neuer Zeit betätigen sich z.B. One Shot in ähnlichen Gefilden (zumindest auf deren Album "Vendredi 13") und auch diverse Bands aus Fernost haben seit den 90er Jahren Verwandtes produziert (z.B. Happy Family, Bondage Fruit, Il Berlione), auch wenn das Saxophon hier sehr viel deutlicher zum Tragen kommt. Wer allerdings kraftvollen Jazzrock im Zeuhlgewand schätzt (insbesondere die Musik der schon erwähnten One Shot) und auch sonst den Produktionen von Soleil Zeuhl zugeneigt ist, der sollte hier durchaus einmal reinhören!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.9.2011
Letzte Änderung: 21.6.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Scherzoo

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 02 10.00 1
2015 03 10.00 1

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