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Saga (Kan.)

Silent Knight

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Melodic Rock / AOR
Label: Polydor
Durchschnittswertung: 10.2/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Ian Crichton Guitar
Jim Crichton Synthesizer, Bass, Moog Synthesizer
Jim Gilmour Keyboards, Vocals, Moog Synthesizer
Steve Negus Percussion, Drums
Michael Sadler Bass, Keyboards, Vocal

Tracklist

Disc 1
1. Don´t Be Late (Chapter Two) 6:02
2. What´s It Gonna Be? 4:27
3. Time To Go 4:20
4. Compromise 3:20
5. Too Much To Lose (Chapter Seven) 4:38
6. Help Me Out 5:50
7. Someone Should 4:06
8. Careful Where You Step 4:18
Gesamtlaufzeit37:01


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 5)


Ich bin zwar kein "Saga"-Experte wie die verehrten anderen Rezensenten und kenne nur zwei Platten halbwegs, möchte mich aber trotzdem mal an dieser Stelle zu Wort melden, um noch eine weitere Perspektive anzubieten.

"Silent Knight" ist eine der zwei "Saga"-Platten, die ich selbst irgendwo rumfliegen habe, und ich finde sie tatsächlich ganz unterhaltsam; es ist nicht unbedingt das, was ich klassischen Prog nennen würde, sondern ich muss jedesmal, wenn ich sie höre, spontan "Operetten-Rock" denken, was wahrscheinlich an der witzigen überschwenglichen zugänglichen Melodienseligkeit in recht straighten Songs und der Stimme des Sängers liegt. Unterhaltsam, aber eigentlich nicht mein Ding.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.6.2002
Letzte Änderung: 1.6.2002
Wertung: 8/15

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Von: Oliver Mensing (Rezension 2 von 5)


'Silent Knight' ist unter musikalischen Gesichtspunkten das beste Album der Saga-Frühphase, nein, ich präzisiere: das beste Saga-Album überhaupt (allerdings ist aus historischen Gründen 'Images at Twilight' mein absolutes Lieblingsalbum (s. meine Besprechung)).

Zur 'Silent Knight' formierte sich die Saga-Besetzung, die noch heute (bis auf eine kurze Unterbrechung) Bestand hat. Der damals noch recht junge Ausnahmekeyboarder Jim Gilmour wurde Teil der fantastischen Saga und gab der Musik noch einmal einen entscheidenden Aspekt: Klassikansätze im Keyboardsoundbereich!

Die typischen Gitarren-Key-Duelle und die operettenhafte (hier stimme ich Udo vorbehaltlos zu) Stimme Sadlers werden in den Mini-Epen bis zum äußersten ausgereizt. Die einzelnen Stücke haben eine beängstigend geniale Dynamik und Songwritingqualität. Natürlich ist die Produktion dementsprechend superfett und hatte mich seinerzeit schon auf der Vinylversion umgehauen.

'Silent Knight' ist in jeder Hinsicht ein Juwel im Bereich der Bombast-Melodic-Rockmusik. Wer das Teil noch nicht hat, sollte bis zum Sommer/Herbst 2001 warten. Dann werden die ersten vier Saga-Alben digital remastert und mit Bonus-Tracks aufgepeppt. Ich frage mich, was da klanglich noch gehen soll? Abwarten. Oh Gott, 2001 wird schon wieder ein sauteures Prog-Jahr ;-) !

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.8.2002
Letzte Änderung: 29.8.2002
Wertung: 15/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 5)


Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen: eines der besten Saga-Alben. "Don`t Be Late" gehört zusammen mit "Careful Where You Step" zu meinen absoluten Favoriten im Schaffen der Band. Jedes Stück macht Spass. Sei es das wunderschöne, wiegende "Time To Go", sei es "Help Me Out", das stilistisch an "Humble Stance" erinnert, sei es "Someone Should" mit Keyboard a la Supertramp oder schliesslich die oben bereits erwähnten "Don`t Be Late" und "Careful Where You Step". Tolle Kompositionen, eingängige Melodien, eine charismatische Stimme, feine Gitarren- und Tastenarbeit und das alles sauber produziert.

Anspieltipp(s): Careful Where You Step
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.6.2009
Letzte Änderung: 14.6.2009
Wertung: 11/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 4 von 5)


"More Drama, Baby!"

Au Weh, jetzt mach' ich mir Feinde... Also gut, "Silent Knight", Sagas bestes Album. Ich sag's gleich vorweg, ich kenne von Saga nicht alles und, auch das gleich vorweg, "Silent Knight" gefällt mir! Ja, ich gebe zu, ich hab ein Faible für diese Art Rock. Bissl Schmackes, aber edel, bissl Pathos, viel Dur, viel Fanfarenkeyboard, jubilierende Gitarrensoli, ich hab Spaß an sowas. Ich sag's, damit meine Rezi nicht falsch verstanden wird. Also los.

"Don't be late". Ich weiß, eins der legendären Chapters. Als ich das zum ersten Mal gehört hab, dachte ich 'hoppla, ist Genesis plötzlich zu 'ner Rockband mutiert?' - weit gefehlt. Ich war lediglich von den Keys aufs Glatteis geführt worden, die in Banksmanier die Akkorde, über die die Gesangsmelodie geführt ist, in Sechzehntel-Arpeggios aufgebrochen.

Gut, also Saga, das ist Saga. What's it gonna be? It's gonna be Saga. Offenbar sind die für diese Musikrichtung verantwortlich, also sone Art angerockte Genesis, oder Kansas ohne Prog. Udo hat schon Recht, mit Prog hat das kaum etwas zu tun. Ich kenne andere Bands dieses Genres länger als Saga, deshalb muss ich mich zwingen, die Verhältnisse in meinem Kopf von selbigem auf ihre Füße zu stellen. Also: GTR ist der Klon, nicht Saga. Ich höre hier viel GTR, aber die GTR von "When the Heart rules the Mind" oder "The Hunter", weniger die von "Imagining", das ist nämlich ein veritabler Progsong, der sich als Poprock lediglich verkleidet hat. Asia? Klar, auch die wussten, wo sie ihre Vorbilder zu suchen hatten. Aber auch die Unterschiede liegen klar zu Tage. Im Vergleich zu den straighteren GTR-Songs ist dieses Album viel besser arrangiert, im Vergleich zum ersten Asia-Album ist dieses weit weniger komplex, es fehlt an rhythmischen Überraschungen (etwa in Form von ungeraden Takten oder Taktwechseln), harmonischen Einfällen, ja man ist fast überrascht aus wie wenig Material Saga ein ganzes Album zusammenzimmern konnten. Eine Haupttonalität, 4, 5 verwandte Tonarten, das war's schon. Boston wäre vergleichbar (auch eine Band, die ich mag), aber nur in diesem Punkt, die machten eine ganz andere Musik. 80er-Pop, so Bombastpop, den gab's ja damals, die haben sich auch ordentlich im Saga-Laden bedient (zum Beispiel bei "What's it gonna be?", das eigentlich reinrassige Musicalmusik bietet). Saga selbst hatten ihre Vorbilder ganz woanders. Natürlich haben die sich gefragt, welche Art Musik wohl am besten in Sportstadien passt. Aber ich höre zum Beispiel auch diese Varieté-Opern der Jahrhundertwende, Gilbert & Sullivan, solches Zeugs, im Hintergrund. Die Art, wie hier der Bass eingesetzt wird, vor allem auf "Don't be late" oder "Someone should" ist ein ganz starkes Indiz dafür, welche Musik Michael Sadler und Jim Crichton so gehört haben. Mit Romantizismen sparen Saga auf "Silent Knight" denn auch nicht.

Es gibt heute hunderte von Bands, die dieselbe Musik machen. Oft haben dabei Leute namens Norlander oder Nolan ihre Finger im Spiel (ouuu, das gibt auf's Dach). Es ist ein wenig unfair, diese zu bashen, währen Saga in gleißendem Licht dasteht. Oder vielleicht doch nicht, denn Saga gehören, wie oben schon gesagt, immerhin zu den Erfindern dieser Musikrichtung. Und somit sei dieses Album all jenen empfohlen, die die oben genannten Bands und Musiker mögen und in diesem Genre mal was Ordentliches hören wollen. Wohl bekomm's!

Anspieltipp(s): "Don't be late", "Someone should", "Help Me Out"
Vergleichbar mit: siehe Rezension
Veröffentlicht am: 22.7.2009
Letzte Änderung: 7.9.2009
Wertung: 6/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 5 von 5)


"Silent Knight" leitete für Saga die erfolgreiche Phase der 80er Jahre ein und wird vom zu Beginn ungewohnt sanften Keyboardreigen von "Don´t Be Late" eröffnet, in den sich die für die Band so typischen stakkatoartigen Gitarrenriffs regelrecht hineinbohren. Im weiteren Verlauf steigert sich diese Nummer zu einem regelrechten Bombastprunk und avanciert zu einem unbestrittenen Klassiker im Repertoire der Gruppe. Nach ihren ersten beiden Alben haben es die Kanadier noch einmal vollbracht, die bereits bewährten Stilmerkmale noch zu intensivieren und weiter zu verfeinern.

Neben pompösen Miniepen wie "Too Much To Lose" und "Help Me Out" wurden die typischen Saga-Trademarks auch geschickt in vom Grundansatz eher fast schon poprockige Titel wie "What´s It Gonna Be?", "Compromise" und "Someone Should" eingeflochten. Auch hier verläuft der Übergang zu den von kraftvollen Keyboard-Gitarre-Duellen geprägten Instrumentalpassagen nahtlos und souverän. Im eher balladesken "Time To Go" funktioniert diese Kombination auch im eher dezenten Soundgewand ebenfalls vortrefflich. "Careful Where You Step" schließt als wohl bombastischster Saga-Titel überhaupt mit frenetisch vorgetragenen Synthiefanfaren das Album und die wohl kreativste Phase der Kanadier ab.

In einer kritischen Nachbetrachtung hat der vertrackt-bombastische Melodic Rock der Marke Saga trotz all seiner Qualitäten doch auch ein wenig den Touch des für die provinziellen Rockdiscos der 80er Jahre geschaffenen Mitklatsch-Sounds, was sich besonders durch unzählige stilistische Selbstkopien der Truppe um Sadler & Co. im Lauf der Jahre manifestiert hat. Im Grunde hatte die Band ihr Pulver schon in ihrer Anfangsphase verschossen und ramponierte ihren Ruf durch unsägliche Wiederholungen in der nachfolgenden Zeit.

Anspieltipp(s): Don´t Be Late, Careful Where You Step
Vergleichbar mit: Saga
Veröffentlicht am: 15.10.2011
Letzte Änderung: 13.10.2011
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Saga (Kan.)

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1978 Saga 12.50 4
1979 Images At Twilight 11.67 3
1981 Worlds Apart 8.50 2
1982 In Transit 14.00 2
1983 Heads Or Tales 8.50 2
1985 Behaviour 8.00 2
1987 Wildest Dreams 5.00 2
1989 The Beginner's Guide To Throwing Shapes 10.25 4
1991 Gotta Love It 10.00 1
1993 The Security of Illusion 8.00 3
1994 Steel Umbrellas 3.67 3
1995 Generation 13 12.00 5
1997 Phase One 12.00 2
1997 Pleasure & the Pain 3.00 1
1998 Detours 12.00 1
1999 Full Circle 10.75 4
2001 House Of Cards 10.75 4
2003 Marathon 8.25 4
2004 All Areas - Live In Bonn 2002 (Limited Edition) (DVD) 6.00 2
2004 Network 12.00 2
2005 The Chapters Live 11.00 1
2006 Trust 11.00 2
2006 It's Your Life (Single) 6.00 1
2007 Worlds Apart Revisited (DVD) 13.00 2
2007 10,000 Days 10.00 2
2007 Worlds Apart Revisited 11.00 3
2009 Contact 11.00 1
2009 Contact (DVD) 7.50 2
2009 The Human Condition 10.00 1
2011 Heads or tales Live 9.00 1
2012 20/20 12.00 1
2013 Spin It Again! Live in Munich (DVD) 11.00 1
2014 Sagacity 9.00 2
2017 The Polydor Legacy - 1

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