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El Doom & The Born Electric

el doom & the born electric

(Tipp des Monats 5/2012)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Blues; HardRock; Psychedelic; RetroProg
Label: Rune Grammofon
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Ole Petter Andreassen vocals, guitar, percussion
Brynjar Takle Ohr guitar
Hedvig Mollestad Thomassen guitar, hammond
Havard Takle Ohr drums

Gastmusiker

Nikolai Hængsle Eilertsen bass
Ståle Storløkken hammond
Mikael Lindquist hammond, mellotron
Hilde Marie Kjersem vocals
Morten Lunde bass
Jon Eberson guitar

Tracklist

Disc 1
1. fire don't know 9:35
2. it's electric 7:50
3. with full force 6:16
4. the hook 5:57
5. the lights 5:48
6. subtle as a shithouse 7:02
7. red flag 11:18
Gesamtlaufzeit53:46


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 1 von 2)


Das sprichwörtliche skandinavische Retro-Gen hat sich auch tief in die Eingeweide von El Doom & The Born Electric eingegraben. Dieses Projekt - eine der ersten Veröffentlichungen auf dem norwegischen Rune Grammofon-Label, dessen Name eigentlich für Qualität bürgt, in 2012 - ist eine Ansammlung norwegischer Musiker unter Führung von Ole Petter Andreasson, dessen Bühnen-Pseudonym eben "El Doom" lautet. In der Kern-Band agieren unter anderem die Brüder Takle Ohr von El Cuero, im weiteren Umfeld z.B. Nikolai Hængsle Eilertsen und Ståle Storløkken, bekannt von Bands wie elephant9, Box, Supersilent oder Humcrush.

So dröhnt das Album also munter los. Auf einem dichten, moderat vertrackten Rhythmusgeflecht, geflochten durch das vitale Schlagzeug und den knackigen Bass, erheben sich kreischende E-Gitarren und röhrende Orgel-Klänge. Dazu erklingt der dramatisch-theatralische, manchmal an der Grenze zur Verzweiflung kratzende, Gesang von Andreasson. Die Jungs geben richtig Gas und feuern spielfreudig trockene Riffgewitter, wilde Soli und fette Orgel-Leads ab, die nur so um den Hörer herumschwirren.

Mal verzerrter Gesang, mal hallende Gitarren, mal Sphärenklänge sorgen für wohlige psychedelische Momente und gegen Ende, vor allem in der langen Schlussorgie, wird auch noch ein bisschen Bluesfeeling eingebaut. Die moderne Produktion, der glasklare, transparente Klang der Instrumente, das knackige Spiel sorgen allerdings dafür, dass das Album nicht im Retro-Feeling stecken bleibt, sondern vielmehr wie eine moderne Interpretation klassischen 70er Jahre Rocks daherkommt. Mit "The Lights" liefern die Norweger dann sogar noch eine ausgesprochen liebenswerte Halbballade ab.

Breitbeiniger, erdiger Rock mit viel Spielfreude moderat vertrackt intelligent präsentiert, so machen El Doom und seine elektrischen Mitstreiter richtig Spaß. Ein weiterer gelungener Beitrag zur orangenen Erbschaft der gesalzenen Straßen... meinen aktuellen Lieblingssongtitel haben sie auch im Programm - "subtle as a shithouse".

Anspieltipp(s): with full force, subtle as a shithouse
Vergleichbar mit: ganz aktuell, siehe Text: Dark Suns "Orange", Opeth "Heritage", Pain of Salvation "Road Salt xxx"
Veröffentlicht am: 22.1.2012
Letzte Änderung: 4.3.2012
Wertung: 11/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 2)


Man hört so viel langweiliges Zeug von modernen Progbands, dass ich mittlerweile für jeden Strohhalm dankbar bin. Und wenn mit "El Doom & The Born Electric" ein ganzer dicker Balken vorbeischwimmt, soll der mit einer einzigen Rezension abgespeist werden? Wo kämen wir denn da hin!

Nun kann ich ja inhaltlich meinem Vorredner wenig hinzufügen, weil der den Nagel zielgenau auf den Kopf getroffen und genau das an dem Album gelobt hat, was ich auch loben will: Die Scheibe dröhnt, ganz genau, sie gibt Gas, ganz genau, und sie ist damit eins der dynamischsten und agilsten Alben, die ich in den letzten Jahren gehört habe. Dieser Scheibling rockt und packt damit den Rock zurück in den Prog! Während andere Bands sich ängstlich am alterprobte Schablonen klammern und man ihnen diese Ängstlichkeit deutlich anhört, verfolgen El Doom & The Born Electric die eigentlich ziemlich spinnerte Idee, Prog und harten Bluesrock miteinander zu kreuzen - eines der am wenigsten beackerten Felder im Grenzbereich zwischen Prog und anderen Musiken (wo bleibt der Prog im Aguilera-Soundgewand?!?) - und was soll ich sagen: Die Rechnung geht voll auf! Die Jungs hauen einfach unbekümmert drauf, ohne sich um Regeln und Schablonen zu scheren, und das macht einfach Spaß. Mehr als das: Es macht Schepaße!

Und ganz so moderat ist die Musik gar nicht vertrackt: Mein Lieblingsstück wechselt andauernd, zu Zeit ist es "Fire don't know", und das ist bei allem Vergnügen doch auch reichlich krumm und schief. Genial, wenn es einer Band mal gelingt, Vertracktes zum Rocken zu bringen, noch etwas, was viele aktuelle Exponenten unseres Genres nicht können. Umso besser, wenn einem dann auch noch die Melodien im Ohr hängen bleiben.

Modern klingen El Doom & The Born Electric - und das ist vielleicht das beste! Und zwar modern im besten Sinne: Hier wird nicht, wie so oft, ganz normale Rockmusik ein wenig seltsam produziert, hier wird andersherum nicht ein Mellotronsound in ein Keyboard geladen, El Doom & The Born Electric haben ihre eigenen innovativen Ideen und ihren eigenen satten, aggressiven, knackig-lebendigen Heutzutagesound und das macht die Scheibe zum Besten, was ich seit längerem gehört habe. Und das verleiht ihr genau das, was Prog-Alben normalerweise fehlt: Sexyness!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.4.2012
Letzte Änderung: 25.5.2012
Wertung: 13/15
Prog - und trotzdem sexy!

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