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Shub Niggurath

Les Morts Vont Vite

(Siehe auch: Leitfaden "Zeuhl")
(Archiv-Tipp 4/2009)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1986
Besonderheiten/Stil: RIO / Avant; Zeuhl
Label: Musea / Gazul
Durchschnittswertung: 12.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Alain Ballaud bass
Franck Coulaud drums
Franck W. Fromy guitar
Jean-Luc Herve piano,organ,harmonium
Ann Stewart voice
Véronique Verdier trombone
Michel Kervinio drums

Tracklist

Disc 1
1. Incipit Tragaedia 15:46
2. Cabine 67 5:55
3. Yog Sothoth 12:27
4. La Ballade De Lénore 8:58
5. Delear Prius   (Bonustrack CD-Reissue) 4:03
6. J'ai vu naguère en peinture les Harpies ravissent le repas de Phynée   (Bonustracks CD-Reissue) 4:19
Gesamtlaufzeit51:28


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 2)


Düster. Düster. Ihr ahnt, was als nächstes kommt: düster. Genau das ist dieses Album. Und kompromisslos so. Die Spannung knistert geradezu aus den Lautsprechern (natürlich nur im übertragenden Sinne...).

Die Franzosen mit dem monströsen Namen (siehe H.P. Lovecraft - das bösartige Schlussmonster von 'Quake' borgt seinen Namen auch bei ihm) kredenzen einen intensiven, komplexen, dunklen, experimentellen, mysteriösen, schrägen Cockail aus kraftvollem Baß, schreiender Gitarre, schrägem Piano, opernhaftem Frauengesang und hymnischen Posaunenklängen.

Sparsam, aber sehr sehr sehr dicht instrumentiert drängt sich - auch wenn "Shub Niggurath" ihn wohl nicht mehr hören könnnen - der Vergleich mit "Magma" auf: kraftvoller Bass, repetitive Rhythmen, düstere, chromatische Melodik; in der Tat klingt der sechzehnminütige Opener "Incipit Tragaedia" wie der böse "schwarzes Schaf"-Bruder von "Köhntarkösz". Aber "Shub Niggurath" sind düsterer und schräger, aber mindestens ebenso expressiv und intensiv. Einflüsse der "Zeuhl"-Gemeinde lassen sich ebenso ausmachen wie die der zeitgenössischen Klassik in der schrägen, auf herkömmliche Harmonien kaum Rücksicht nehmenden Melodik und Harmonik. "Shub Niggurath" lassen der Musik viel Raum und abgedrehte Impros kommen nicht zu kurz. Sparsame Instrumentierung (Bass, Gitarre, Schlagzeug, Klavier, Posaunen, Gesang/Stimme), dissonante, teils opernhafte Vocals von Ann Stewart, böse schleppende Rhythmen ("Incipit Tragaedia", "Yog Sothoth") ebenso wie stampfend-kraftvolle ("Cabine 67", "La Ballade De Lenore"), schräge, atonale Soli ebenso wie durchkomponierte Posaunen-Stimmen, plingendes Piano, grummelnder Bass, hypnotisches Schlagzeug.

"La Ballade De Leonore" überrascht mit düsterer Kirchenorgel, Gesang und Posaune, beginnt dann aber urplötzlich loszuholpern mit energetischem Schlagzeug und Bass-Geriffe/-Solieren, darunter quietschende Sounds von Gitarre und Bläsern. Die kreischende, gewaltsame, rückkoppelnde, kratzende Gitarre in "Yog Sothoth" könnte ganze Höllenkreise bevölkern, Lovecrafts Monsterkreatur "Yog Sothoth" könnte nicht bedrohlicher klingen.

Keine Frage: unvorbereiteten Hörern wird einiges abverlangt. Aber wenn man einmal in der Musik und der so eindringlich heraufbeschworenen Stimmung drin ist, ist das ganze nur genial.

Anspieltipp(s): Incipit Tragaedia
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.6.2002
Letzte Änderung: 1.6.2002
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Düster. Düster. Udos einleitende Worte nehme ich gerne auf. Selten habe ich derart monströse, bedrohliche Klänge gehört. Gitarren, die klingen wie ein Zahnarztbohrer, der sich unaufhaltsam dem Nerv nähert. Und dazu immer wieder der opernhafte Gesang, die mächtigen Posaunen... was für eine bizarre Mischung!

Der Vergleich mit Magma liegt nahe, aber Shub Niggurath sind viel schriller, dunkler, apokalyptischer. Ein weiteres Juwel aus der "dunklen Zeit" des Prog.

Anspieltipp(s): Yog Sothoth
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.11.2004
Letzte Änderung: 2.11.2004
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Shub Niggurath

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 C'etaient de trés grands vents 10.00 1
2003 Testament 6.50 3
2009 Introduction 12.00 1

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