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24276 Rezensionen zu 16591 Alben von 6468 Bands.
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Sinkadus

Cirkus

(Siehe auch: Leitfaden "Skandinavischer Prog der 90er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Cyclops
Durchschnittswertung: 11/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Robert Sjöback guitar
Fredrik Karlsson keyboards
Rickard Biström bass, vocals
Mats Segerdahl drums
Lena Pettersson cello
Linda Agren flute, vocals

Tracklist

Disc 1
1. Jag, Änglamarks Bane 13:45
2. Positivhalaren 7:19
3. Kakafonia 6:26
4. Valkyria 10:03
5. Ulv i fårakläder 9:55
Gesamtlaufzeit47:28


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 4)


Die zweite Platte des schwedischen Sextetts entwickelt den Stil des Debüt-Album "Aurum Nostrum" weiter. Der melancholische, typisch schwedische Grundsound und die Art der Songs sind ähnlich, aber das Spiel der Band wirkt selbstsicherer, die Kompositionen sind ausgeklügelter und mitreissender.

"Sinkadus" verlassen sich nicht mehr ganz so sehr auf die Art von Riffing, wie sie "Änglagård" mit "Epilog" perfektioniert haben (auch wenn einem das eine oder andere Riff bekannt vorkommt), sondern bauen verstärkt auf schwere Mellotron- oder Hammond-Akkorde im Hintergrund. Auch sind viele (gewollt) schrägere Stellen neu, an denen z.B. Flöte oder Gitarre dissonante Akzente oder Nebenlinien spielen. Überhaupt übernimmt die Flöte viele Melodieaufgaben, wohingegen vom Cello - leider - fast gar nichts zu hören ist.

Dazu wird etwas stärker eine Moog-artiger Synthie als Leadinstrument genutzt, was neben einigen weiteren netten Stellen dafür sorgt, daß die Band an Profil gewinnt, so z.B.: die Flötentriller in "Jag, Änglamarks Bane", die effektgetränkten Vocals am Anfang von "Kakafonia", das grummelnde Clavinet in "Valkyria" und die Schrammelgitarre in "Ulv I Fåragläder".

Fazit: sehr empfehlenswert für Freunde symphonischen 70er Progs der schwermütigen schwedischen Art und Weise.

Anspieltipp(s): Kakfonia
Vergleichbar mit: Änglagård
Veröffentlicht am: 1.6.2002
Letzte Änderung: 5.9.2002
Wertung: 9/15

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Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 2 von 4)


Sinkadus waren eine der ersten Bands, deren CDs ich mir aufgrund der Erwähnung auf den BBS zugelegt habe. Mögen Udos Reviews auch ein bisschen zurückhaltend klingen, die irgendwie doch darin liegende Empfehlung habe ich auch als Empfehlung verstanden.

Das Ergebnis war gesteigertes Vertrauen in die BBS. Insbesondere Cirkus ist wirklich ein hörenswertes Album. Ein Ex-Kollege auf diesen Seiten meinte, die Welt habe neben Änglagard durchaus noch Platz für eine zweite Band, die in ähnlichen Gefilden unterwegs ist. Und da kann ich mich nur anschließen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.8.2003
Letzte Änderung: 4.8.2011
Wertung: 11/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 4)


Mit "Cirkus" nähern sich Sinkadus (schwedisch sinka = aufhalten, verzinken; sinkad = verzinkt) Änglagård stilistisch noch ein wenig mehr an. Wo das Debutalbum eher ruhig angelegt war, da findet sich jetzt vornehmlich die härtere und schrägere Gangart. So legt "Jag, Änglamarks bane" gleich richtig fetzig los. Es erreicht zwar nicht ganz die Dynamik und Kraft wie die Vorbilder (was genaugenommen falsch ist, da Sinkadus vor Änglagard musikalisch aktiv waren), ist aber dennoch eine starke Komposition mit vielen Facetten und Ideen und mein Favorit des Albums.

An der einen oder anderen Stelle führen thematische Wiederholungen oder der repetitive Gebrauch des immer gleichen Akkords/Tons (exemplarisch sei auf den Mittelteil von "Ulv i farakläder" hingewiesen) zu Längen und Spannungsabbruch, das ist aber schon der einzige Schwachpunkt der Platte, die ansonsten wirklich begeistert.

Für Liebhaber komplexeren schwedischen Schwermutprogs Marke Änglagard ist dieses Album ein Muss.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Änglagard
Veröffentlicht am: 27.8.2003
Letzte Änderung: 27.8.2003
Wertung: 12/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 4 von 4)


Sinkadus werden oft pauschal als eine Lightversion von Änglagård abgetan, was in den Grundzügen sicherlich zutreffend ist, als reines Werturteil dem vielschichtigen Retroprog der Schweden jedoch keinesfalls gerecht wird. Die Band setzt wie viele ihrer Landsleute auf eine schwermütig-melancholische Aufbereitung des crimsonesken Progressive Rocks der 70er Jahre und versteht es dabei vortrefflich, eine wehmütig-folkige Atmosphäre einzuflechten. Trotz der allgegenwärtigen nordischen Schwermut in Form eines steten Wechsels von schwelgerischen Harmonien und schroffer Komplexität wirken die Songs über die gesamte Albumlänge doch eine Prise leichtfüßiger als ursprünglich erwartet. Vor allem zartgliedrig tänzelnde Flöteneinlagen stehen für einen romantischen Unterton im Sound der Band, was schon im anmutigen Opener "Jag, Änglamarks Bane" mit schönen Mellotroneinsätzen zum Ausdruck kommt. Wohl dosierte Dynamikschübe in Form von kraftvollem Bass und frippig-schräger Gitarre sorgen für einen interessanten Kontrast im Klangbild der Skandinavier.

Spröde Gesangslinien untermauern den teilweise fragilen Charakter des Albums, was insbesondere im ätherischen Beginn von "Kakafonia" zum Ausdruckt kommt. In pastoraler Anmut werden sanfte Klanglinien gezeichnet, die dann von wohl dosierter symphonisch-schwelgerischer Komplexität abgelöst werden. "Valkyria" steht für die von Sinkadus dargebotene episch-folkige Eleganz in Form von dezenter Klangmalerei. Das mutet wie ein in zarten Farben gezeichnetes Aquarell an, das eine liebliche Hügellandschaft zeigt. Säuselndes Flötenbeispiel und verklärte Mellotronflächen stehen für den sanften Sommerwind, der zart über die Wiesen streicht und die pittoreske Szenerie mit betörenden Duftessenzen erfüllt, ehe die langsam am Horizont aufziehenden Wolken zu einer bedrohlichen Stimmung beitragen und sich zu einem kurzen, aber heftigen Gewittersturm entladen. Die auf "Cirkus" praktizierten Dynamikeinschübe haben die Funktion, das vorherrschend sanftmütig-symphonische Klangbild gezielt mit charakteristischen Kanten zu versehen, was vortrefflich gelingt.

Anspieltipp(s): Kakafonia
Vergleichbar mit: mehr als nur Änglagård-light
Veröffentlicht am: 21.12.2011
Letzte Änderung: 20.12.2011
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sinkadus

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1996 Aurum Nostrum 8.00 2
1998 Live at Progfest '97 10.00 1

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