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Simon Steensland

Led Circus

(Siehe auch: Leitfaden "Skandinavischer Prog der 90er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: instrumental; RIO / Avant; Zeuhl
Label: Ultimate Audio Entertainment
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Simon Steensland Drums,Percussion,Bass,Harmonium,Accordion,Marimba,Electric & Acoustic Guitar,Cello,Synth,Banjo,Quadraphant,Glockenspiel,Zither
Mats Oberg keys
Morgan Agren drums
Helena Ahlback vocals
Elisabet Carlsson vocals
Kristina Forsman vocals
Mikke Ronnkvist guitars
Mats Gustafsson sax
Reuben Sallmander vocals
Erik Hammarstrom drums
Felicia Cederlund vocals
Agneta Hellstrom recorder
Halla Margret Johannisdottir vocals
Anna Takanen vocals

Tracklist

Disc 1
1. Instant Jesus 16:12
2. Pinving 6:03
3. The Song Of The 4th Monkey 6:03
4. The Dance Itself 1:37
5. Psychlone 9:10
6. Angels Without Eyes 3:39
7. Dwarf Suite 18:00
Gesamtlaufzeit60:44


Rezensionen


Von: Udo Gerhards


Mit "Led Circus" legt der schwedische Multiinstrumentalist Simon Steensland sein viertes Album vor, sein zweites beim schwedischen UAE Label.

Die Bezeichnung 'Multiinstrumentalist' kann hier wirklich zurecht gegeben werden: Steensland spielt auf "Led Circus" unter anderem folgende Instrumente: Drums & Percussion, Bass, Harmonium, Akkordion, Mundharmonika, Marimba, elektrische und akustische Gitarren, Banjo, Flöte, Cello, Violine, Synthesizer, Glockenspiel, Zither. Aber obwohl er zumindest die Hauptinstrumente (Bass, Schlagzeug, Gitarren) alle ziemlich gut zu beherrschen scheint, ist er sich nicht zu schade, je nach Anspruch des Stückes, andere Musiker hinzu zu ziehen. So treten Gäste als SängerInnen, Schlagzeuger, Keyboarder, Gitarristen, Blockflötistinnen, Cellisten etc. auf.

Musikalisch steckt Steensland mitten zwischen "Magma" und "Univers Zero": furioses, kraftvolles Bassgeriffe trifft auf düstere Kammermusik und schwellendes Harmonium. Die Musik ist generell sehr dunkel, neurotisch, wüst, aber immer kraftvoll und heftig. In schrägen komplexen Linien saust Steensland über die Marimbas, der Bass grollt, das Schlagzeug rumpelt, das Harmonium sorgt für Fülle. Der Sound, den Steensland mit seinem ganzen Instrumentarium erreicht, ist sehr voll und kraftvoll. Aber dennoch gelingt es ihm immer wieder, mit verschiedenen Kniffen Farbtupfer ins Arrangement zu setzen, die seine Musik dann auch bei aller Ähnlichkeit der schrägen Akkorde, kantigen Rhythmik und dissonanten Linien von den oben genannten Vergleichsbands deutlich abheben.

Schon gleich der Opener "Instant Jesus" macht dies deutlich: nach magmaeskem Intro tauchen über dem fetten Bassriff und ständig drängendem Rhythmus ein unverständlich maulender Sänger auf, ein jaulendes Synthie-Solo zieht vorbei, ein Cello kratzt, eine Blockflöte springt durch seltsamste Intervalle, ein absoluter Saxophon-Freakout findet statt, eine kreischend-heulende Frauenstimme (a la Steve Vais "The Road To Mt. Calvary"... Passenderweise zeigt sich im Booklet Steensland auch in "Gekreuzigter"-Pose...) macht Angst und schliesslich wird uns noch mirnichtsdirnichts ein grandioses Gitarrensolo (kudos to Mikke Rönkvist!), Marke Holdsworthscher Speed-Freakout, serviert. Nichts für schwache Nerven, aber grossartig!

Auch die anderen Stücke haben's in sich. "Pinving" mit seinen düsteren, schleppenden Harmonium-Texturen könnte von "Univers Zeros" "Heresie" stammen. "Psychlone" wartet mit elender Rückkopplungsorgie auf und "The Song Of The Fourth Monkey" hat das abgefahrenste Mundharmonika-Solo, das ich kenne (es hat ne Weile gedauert, bis ich gemerkt habe, dass da gar keine Gitarre am Gange ist... "slightly distorted harmonica solo" steht im Booklet... Soso.)

Also, dass hier ist ziemlich schräger und komplexer, aber kraftvoller und mitreissender Stoff. Ich finde es klasse, und ich denke, alle Freunde von "Univers Zero", "Present" und Co. werden das ähnlich sehen. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die anderen Platten von Simon Steensland.

Anspieltipp(s): Instant Jesus
Vergleichbar mit: Univers Zero, Magma
Veröffentlicht am: 3.6.2002
Letzte Änderung: 3.6.2002
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Simon Steensland

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 The Simon Lonesome Combat Ensemble 10.00 1
1995 The Zombie Hunter 10.00 1
2001 The Phantom of the Theatre 11.00 1
2004 Simon Steensland's Kamikaze United - Live Gang-Gang 11.00 1
2009 Fat Again 11.00 1
2015 A Farewell To Brains 12.00 1
2017 25 Years of Minimum R&B 11.00 1

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