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Panzerpappa

Astromalist

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: instrumental; Canterbury; Folk; Jazzrock / Fusion; Klassischer Prog; RIO / Avant; Worldmusic / Ethno; Zappaeskes
Label: Rune Grammofon
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Steinar Borve saxophone,akai electric wind controller,keyboards,percussion and programming
Trond Gjellum Drums,percussion,korg kaossilator,tronofon,synth effects and programming
Anders K.Krabberod Bass guitars,percussion and additional piano(7)
Jarle Storlokken electric and acoustic guitars,percussion and additional drums(4)

Gastmusiker

Michel Berckmans Bassoon and English Horn on 6
Ketil Vestrum Einarsen Flute on 4
Hans-Petter Alfredsen Additional Keyboards on 5
Ola Lindh Xylophone and Vibraphone on 2,3 and 6
Thomas Nilsson Cello on 2
Eivind Hasle Amundsen Violin on 2
Hannah Bartram Viola on 2
Udi Koomran additional noises on 5

Tracklist

Disc 1
1. bati la takton! 5.34
2. anomia 4.12
3. femtende marsj 4.02
4. ugler i moseboka 7.37
5. satam 7.40
6. astromalist 5.05
7. knute pa traden 9.14
Gesamtlaufzeit43:24


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Als Vergleich zu dem 2012 erschienen neuen Werk "Astromalist" darf ich das dritte Album "Farlig Vandring" aus dem Jahre 2004 heranziehen. (Beziehungsweise das erste "richtige" Album, wenn man die vorherigen CD-R-Veröffentlichungen nicht mitrechnet). Entscheidendes hat sich seit damals nicht geändert, was auch nicht nötig gewesen wäre. Die Stammbesetzung arbeitet immer noch an einem Klangbild, das Avant-Prog (stellenweise wie eine light-Ausgabe von Present, Miriodor, oder Frogg Cafe klingend) mit dem leichtfüßigen Canterbury-Sound, Folk-Einsprengseln und epischen Retroprog-Akzenten vereinigt. Und immer noch sorgen geladene Studiogäste für Erweiterung der Klangpalette, indem sie Geige, Vibraphon und Xylophon erklingen lassen. Nur 2012 sind die Gäste zahlreicher geworden und spielen zudem noch Fagott, Englischhorn, Flöte und Cello, was u. A. dazu führt, dass Jazziges an vielen Stellen dem Kammerprog weichen muss.

Im Grunde können die Beschreibungsversuche sowohl für "Farlig Vandring" von 2004 als auch für "Astromalist" von 2012 gelten. Der Klang von "Astromalist" ist allerdings transparenter, die Kompositionen und die Arrangements dichter geworden. Darüber hinaus scheinen mir auch die folkig-tanzbaren, die retroproggigen und die "zappaesken" Einfälle eindringlicher und damit ansprechender geworden zu sein. In "ugler i moseboka" schleicht sich kurz Funkiges ein.

Mit "Astromalist" bekommt man genau das, was man von Panzerpappa erwarten würde. Wenn sie die Intensität von "Satam" auch auf andere Kompositionen übertragen würden, könnten die Musiker sogar alle Skeptiker unter den Avant-Prog-Hörern überzeugen. Das scheinen die vier mit ihren Gästen bloß nicht anzustreben, weil es möglicherweise nicht immer ihrem Temperament entspricht.

Im Grunde fusioniert bei Panzerpappa die Leichtigkeit von Jazz-Rock mit den bereits genannten Puzzleteilen. Dem hartgesottenen Avant-Prog-Freund mögen einige Passagen daher zu unbeschwert, zu entspannt vorkommen. Für diejenigen, die die musikalischen Schrägheiten in kleinen Mengen genießen wollen ist "Astromalist" gerade richtig.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.10.2012
Letzte Änderung: 1.5.2016
Wertung: 11/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Sechs Jahre haben Panzerpappa gebraucht, um den Nachfolger von "Koralrevens Klagesang" zu veröffentlichen. Erstaunlicherweise hat sich die Besetzung der Gruppe aus Norwegen in der langen Zeit nicht verändert. Zudem hat man mit Rune Grammofon, das sich nach eigener Aussage vornehmlich den Klangerzeugnissen der experimentierfreudigsten ("most adventurous") und kreativsten Norwegischen Tonschaffenden widmet, ein renommiertes Label für "Astromalist" (das auf der Internetpräsenz der Band schon seit einigen Jahren angekündigt worden war) gefunden. So furchtbar experimentierfreudig ist das Album dabei gar nicht mal ausgefallen.

Kollege Siggy hat es weiter oben schon festgestellt: Entscheidendes hat sich im Vergleich zu den Vorgängeralben nicht geändert. Panzerpappa machen immer noch einen jazzigen Prog, der bisweilen in retroprogressive Gefilde gerät (Crimson - man höre "Femtende Marsj" - und allerlei Canterburyartiges), mitunter Zappaesk und milde avantgardistisch bzw. kammerproggig aus den Boxen kommt, meistenteils aber elegant, sehr farbig und luftig voran rockt.

"Astromalist" ist ähnlich aufwendig instrumentiert wie der direkte Vorgänger "Koralrevens Klagesang", kommen doch wieder eine ganze Reihe von Gastmusikern zum Einsatz. Eine Spur zahmer ist die Musik ausgefallen, gibt es hier doch bisweilen einige etwas (zu) entspannt dahindümpelnde Momente. Doch, wie man z.B. in "Satam" hören kann, lassen es die Norweger auch durchaus einmal krachen.

"Astromalist" bietet einen nicht überbordend neuartigen, aber sehr kompetent und einfallsreich dargebotenen Retro-Canterbury-Symphojazzprog mit gelegentlichen Ecken und Kanten, der sehr gut unterhält. Wer sich eine eigenständige Mischung aus Univers Zero, Miriodor, Accordo dei Contrari und French TV vorstellen kann, der sollte hier einmal reinhören!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.12.2012
Letzte Änderung: 11.1.2013
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Panzerpappa

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 Farlig Vandring 9.00 1
2006 Koralrevens Klagesang 11.00 1
2016 Pestrottedans 11.50 2

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