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Reflexionen zum Progressive Rock (16.11.2017)
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Clive Nolan

Alchemy

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum
Label: Metal Mind Productions
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Clive Nolan keyboards, orchestration, vocals
Mark Westwood guitars
Scott Higham drums, percussion
Kylan Amos bass
Claudio Momberg piano
Ian Stott horn
Penny Gee violin
Agnieszka Swita vocals
David Clifford vocals
Victoria Bolley vocals
Andy Sears vocals
Paul Manzi vocals
Paul Menel vocals
Tracy Hitchings vocals
Damian Wilson vocals
Chris Lewis vocals
Noel Calcaterra vocals

Tracklist

Disc 1
1. Prologue/Overture 3:20
2. Deception 5:36
3. One for the Nose 5:42
4. The Warning 4:06
5. Amelia 4:09
6. King Explains 5:36
7. Desperate Days 2:43
8. Planning a Break-in 1:21
9. Quaternary Plan 5:18
10. The Unwelcome Guest 4:55
11. Waiting for News 4:32
12. The Girl I was 6:06
13. Highgate 8:17
Gesamtlaufzeit61:41
Disc 2
1. The Labyrinth 4:42
2. Ambush 3:09
3. Tide of Wealth 5:57
4. Jagman Arrives 1:47
5. The End Justifies the Means 3:33
6. Sanctuary 5:44
7. Street Fight 3:26
8. Amelia Dies 3:21
9. Burial at Sea 6:22
10. Share this Dream 3:37
11. Treachery 4:21
12. The Ritual 2:13
13. Anzeray Speaks 5:04
14. Aftermath 3:54
Gesamtlaufzeit57:10


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 2)


Amelia Darvas ist ein Waisenkind, das vom heimtückischen Lord Henry Jagman gefangen gehalten wird. Der verspricht, sie freizulassen, wenn sie ihm verrät, wo ein geheimnisvolles Labyrinth zu finden ist. Als sie es ihm verrät, will er sie dennoch töten lassen, der Schurke! Bei der vorgesehenen Hinrichtung wird Amelia von drei Maskierten befreit, die sich später als Professor Samuel King, Eva Bonaduce und William Gardelle zu erkennen geben. Gardelle ist in Liebe zu Amelia entflammt. Das Quartett begibt sich auf die abenteuerliche Schatzsuche nach dem Geheimnis des Alchemisten Thomas Anzeray, dem auch der böse Lord auf der Spur ist. Mehr soll hier aus der turbulenten, viktorianischen, Indiana-Jones-mäßigen Geschichte mit viel Action, Übersinnlichem und Herzschmerz nicht verraten werden...

Der Neo-Prog-Veteran Clive Nolan hat diese verwickelte Geschichte mit einer Schar hochkarätiger Musiker und Sänger - u.a. Agnieszka Swita, Andy Sears, Tracy Hitchings und Damian Wilson - zu einem furiosen Rock-Musical entwickelt. Das ganze Projekt besteht aus CD, DVD sowie Live-Performance. Mit einer Spendenaktion kann jeder Fan zum Gelingen des Projektes, speziell zur Live-Präsentation, beitragen.

Musikalisch zieht Nolan dabei alle Register, die zur Illustrierung seiner Mischung aus Schatzsuche-Abenteuer und Mystery-Schmonzette taugen. Der Ton ist stets musicalmäßig, es wird sehr viel gesungen und zwischen den Stücken auch noch gesprochen. Ich würde das, was musikalisch geboten wird, dabei nicht unbedingt Prog nennen, sondern einfach abwechslungsreiche Musik für ein Rock-Musical mit viel Pathos und auch pseudo-klassischem Schwulst. Die Spannweite reicht von "viktorianischem Neoprog" über schmachtende Balladen bis hin zu feurigen, volkstümlichen Tänzen.

Wie um Himmels Willen soll man so eine Produktion aber nun bewerten? Wer eine fantasievolle und vielleicht auch schon ziemlich klischeehafte Abenteuererzählung samt musikalisch vollkommen adäquater Umsetzung als Musical liebt, der wird von Nolan einfach bestens bedient! Die Einheit von Plot und Musik ist quasi mit Händen zu greifen und kann daher nur als außergewöhnlich gelungen bezeichnet werden. Sicher nicht zu Unrecht hat es das Album daher auch im Empire zum "Tipp des Monats" gebracht!

Ich persönlich finde das Ganze auf zwei CDs ausgebreitet zwar etwas trashig und ermüdend, aber wenn man die immanenten Kriterien des Werkes zugrunde legt, dann kann man nur sagen, dass Nolan hier einen Volltreffer gelandet hat.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.4.2013
Letzte Änderung: 27.11.2013
Wertung: 10/15
für Fans der Himmel auf Erden, für Kostverächter eher heiße Luft...

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 2)


Clive ‚Andrew Lloyd‘ Nolan hat es wieder getan… er hat sich hemmungslos seinen Musical-Fantasien hingegeben. Das ging schon ziemlich schief – Caamora „She“ -, aber – Teilentwarnung! – das klappt diesmal ziemlich gut. Kollege Christian mag das Album, ich auch.

Allerdings: „Alchemy“ ist ein typisches Musical mit relativ seichten Melodien, viel Kitsch und Pathos, teils guten, teils lustigen, teils äh… kuriosen Gesangsbeiträgen und Chören. Gesungen wird natürlich sehr, sehr viel, schließlich will ja eine Geschichte transportiert werden. Dafür, dass das Orchester überwiegend Nolans Synthesizer-Arsenal entspringt, klingt die Musik erstaunlich natürlich und frisch. Rockmusik sucht man natürlich auf den beiden CDs vergeblich, selbst Schlagzeuger Higham, der ja durchaus über einen ordentlichen Punch verfügt, agiert wie ein Orchester-Percussionist. Und die Gitarre ist kaum jemals hörbar. Neoprog mit diesem Kitsch-Event in Verbindung zu bringen ist diesem liebenswerten Genre gegenüber einfach nur unfair.

Aber: Wer generell auf Musicals steht, wer sich gern das „Phantom der Oper“ oder „Tanz der Vampire“ reinzieht, wer Filmsoundtracks a la „Hobbit“, „Herr der Ringe“ oder „1492“ auflegt, der wird hier bestimmt gut unterhalten. Handwerklich ist das gut gemacht und mit dem notwendigen Abstand hat man immer ein kleines Grinsen im Gesicht. Nur ein „gutes“ Progressive Rock-Album darf man eben nicht erwarten. Das Werk wird hier nur erwähnt, weil nahezu alle Beteiligten ansonsten bekannte Szene-Gesichter sind.

Die Geschichte selbst ist natürlich auch weder besonders neu oder originell. Die Texte sind zwischen unterhaltsam und fremdschämen, aber auch das ist ja bei Musicals durchweg normal. Den Vergleich mit „Indiana Jones“ finde ich ähnlich ehrenrührig, wie – siehe oben – beim Neoprog. Wenn schon, dann ist hier „Quatermain“ die Vergleichsebene.

Die DVD folgt mit Sicherheit. Die Uraufführung des Ganzen hat bereit stattgefunden und im Internet kann man schon diverse Ausschnitte aus der Darbietung bewundern (oder erschrecken)… nun, die Beteiligten sind halt keine Schauspieler, da sieht man mal welche Leistungen Musical-Profis vollbringen. Aber es ist ja irgendwie auch schön, dass es Nolan immer wieder gelingt, solche Projekte durchzuziehen, vielleicht ist die Welt also doch nicht komplett schlecht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: für Freunde von "Phantom der Oper", "Tanz der Vampire" & Co.
Veröffentlicht am: 24.4.2013
Letzte Änderung: 24.4.2013
Wertung: keine ...wie sollte man hier nach BBS-Maßstäben eine Wertung abgeben? Macht keinen Sinn...

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Clive Nolan

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2003 Skeletons in the cupboard - 1
2013 Alchemy Live - 1

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