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24093 Rezensionen zu 16464 Alben von 6401 Bands.
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Spock's Beard

The Light

(Siehe auch: Leitfaden "Retroprog")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1995 (Amerikanische Ausgabe (anderes Cover))
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Metal Blade Records USA
Durchschnittswertung: 11.8/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Neal Morse Lead Vocals, Mellotron, Hammond Organ, All other Keyboards, Acoustic & electric Guitar
Alan Morse Lead electric Guitar, Cello, Mellotron & Vocals
Dave Meros Bass, French Horn
Nick D'Virgilio Drums, Percussion & Vocals

Tracklist

Disc 1
1. The Light

1. the dream
2. one man
3. garden people
4. looking straight into the light
5. the man in the mountain
6. senor valasco's mystic voodoo love dance
7. the return of the horrible catfish man
8. the dream

15:33
2. Go the way you go 12:03
3. The Water

1. introduction / the water
2. when it all goes to hell
3. a thief in the night
4. FU / i'm sorry
5. the water (revisited)
6. running the race
7. reach for the sky

23:14
4. On the Edge 6:11
Gesamtlaufzeit57:01


Rezensionen


Von: Christoph Scholtes @ (Rezension 1 von 5)


Jetzt werden natürlich wieder einige Leute schreien: "Buuuh! Wardochschonmalallesda! Hammwadochschonmadaundagehört!", aber Leute, im Ernst, die Jungs machen Prog-Rock (vom Feinsten!). Prog-Rock muß wie Prog-Rock klingen sonst wäre es (logischerweise) kein Prog-Rock. Wer definiert wie Prog-Rock klingt? Der Hörer. Man frage den Hörer wie Prog-Rock klingt und bekommt mit 99,99%iger Sicherheit die Antwort:"Tja, so wie...Yes...oder Gentle Giant...und Genesis natürlich. Das ist Prog-Rock.". Dies sind sicher nicht alle möglichen Antworten, aber meiner Meinung nach sehr repräsentative Aussagen.

Jetzt kommt also eine Band wie Spock´s Beard daher, macht Prog-Rock (vom Feinsten!) und das erste was an Kritik aus dem Prog-Lager schallt ist: "Schimpf! Schande! Die kopieren ja Yes...und Gentle Giant auch! Und Genesis!". Keine Spur meine Herren. Die spielen zwar Prog-Rock, klingen demnach auch wie Gentle Giant & Co, aber kopieren? Keineswegs! "The Light" gehört für mich zum traditionell-innovativsten, was es an Prog in den letzten Jahren zu Hören gab! Kein sog. "Neo-Prog", sondern eine Musik, die die alten Ideen, der Pioniere wieder aufgreift und - was am Wichtigsten ist - zu neuem Stoff weiterverarbeitet. Das macht das besondere an "The Light" und Spock´s Beard aus. Macht man es einer Rock´n´Roll Band zum Vorwurf wie Chuck Berry oder Elvis zu klingen? Ich glaube kaum. Und welche Musik wird heute schon Neu erfunden, wo ist man noch wirklich innovativ? Alles klingt als war es schonmal da. Und das ist auch gut so.

Fazit: Ein Album voller Prog-Juwelen von einer der besten Prog-Bands der heutigen (und aller) Zeit(en)!

Anspieltipp(s): The Light, The Water
Vergleichbar mit: Transatlantic
Veröffentlicht am: 3.4.2002
Letzte Änderung: 16.6.2002
Wertung: 14/15

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Von: Udo Gerhards (Rezension 2 von 5)


"PARENTAL ADVISORY: EXPLICIT LYRICS"

Ich traute meinen Augen kaum; eine CD in einem Progressive-Rock-Regal mit diesem Sticker, das hätte ich zugegebenermassen nie erwartet. Alleine das wäre schon ein Grund, sich diese Platte zuzulegen, aber da ich sowieso gekommen war, um mir "Spock's Beards" "The Light" zu kaufen, war dies nur eine nette Dreingabe, die meine Neugier auf diese vielgepriesene amerikanische Combo noch steigerte.

"Spock's Beards" machen rockbetonten Prog, bei dem kaum auffällt, daß alle Songs vom Keyboarder, Gitarristen und Sänger der Band, Neal Morse, geschrieben wurden: keineswegs ein Keyboard-lastiger Sound. Vielmehr fand ich den Sound beim ersten Durchhören eher mager, was sich inzwischen in den gegenteiligen Eindruck umgekehrt hat: gerade das Tastenspiel ist angenehm mannschaftsdienlich und geschmackvoll; Hammond und Mellotron dräuen gottseidank nicht so aufdringlich wie bei anderen Kollegen der Neo-Prog-Fraktion, sind aber dennoch kompetent und virtuos gespielt. Besonders angenehm finde ich die Ausgewogenheit der Orchestrierung in den Keyboards; keines wird zu sehr strapaziert, relativ wenig Synhtie und auch das gute alte Klavier kommt ausführlich zu Ehren.

Aber auch die restlichen Bandmitglieder scheinen fit an ihren Instrumenten zu sein, auch wenn die Soli des Lead-Gitarristen Alan Morse immer sehr hart an der Grenze zum Genudel um des Genudels willen sind und diese manchmalüberschreiten. Andererseits ist es vollkommen genial, wie er in 'The Water' Textzeilen wie "...I was a general of darkness..." oder "...that you'll find yourself scathed and attacked/ when it all goes to hell..." mit einer maulenden-jaulenden Quäkgitarre ironisiert. Zucker. Bassist Dave Meros pflegt größtenteils einen recht metallischen Plektrum-Ton wie er eher in Heavy- oder Hardrockbands bevorzugt wird, aber gerade an den weicheren, jazzigeren Stellen zeigen flinke, passende Breaks seinerseits, daß er auch anders kann. Insbesondere Drummer Nick D'Virgilio überzeugt: Auf den Punkt genau, schlanker, gleichzeitig rockender Sound, einfallsreiche Rhythmen, virtuose Breaks, also alles, was einen wirklich guten Schlagzeuger ausmacht. Lediglich Neal Morse' Stimme ist nicht besonders erwähnenswert; auf jeden Fall keine typische Prog-Stimme, auch sonst in keiner Richtung hervorragend oder einzigartig. Vielleicht wird sie gerade deshalb im Mix an vielen Stellen mit Effekten (Verzerrer und insbesondere Chorus ohne Ende) bearbeitet.

Die Musik selbst ist im allgemeinen nicht besonders abgedreht; ab und an taucht ein ungerader Rhythmus auf, aber ihre Progressiveness bezieht sie im wesentlichen aus der komplexen Struktur der Stücke: ausgewogene Tempo-, Stimmmungs-, Instrumentierungs und Lautstärkewechsel zwischen den verschiedenen Teilen der ausgedehnten Kompositionen. Akustisch-Balladeskes fehlt ebensowenig wie rockiger 5/4, mainstreamige AOR-Passagen, schnelle, schräge Soli, mehrstimmiger Gesang oder die obligatorische Halbes-Tempo-schwere-Hammond/Mellotron-Akkorde-mit-jaulemden-Gitarrensolo-obendrüber-Stelle.

Besonders gut kommen die akustischen Farbtupfer, die durch die Hinzunahme von Horn (Dave Meros) und Cello (Alan Morse) an wenigen Stellen, doch dann effektvoll, gesetzt werden: symphonischer Sound ohne Bombast. Was außerdem aus dem Meer zeitgenössischen Progs heraussticht, ist, daß "Spock's Beards" keine Angst vor verschiedenen Stilrichtungen jenseits des Prog haben und diese sinnvoll in ihre Stücke einbauen; relativ oft kommt es vor, daß Themen oder Akkordfolgen in zwei oder mehr Stilen variiert werden. Manche dieser Versuche sind natürlich nicht sooo gelungen, wie z.B. der Pseudo-Country-mässige "I'm so sorry.."-Akustikteil in "The Water", der ebensogut von "Mr.Big" (kennt die noch jemand?) stammen könnte oder der Spanische Teil in "The Light", der zu klischeehaft daher kommt, andere sind dafür höchst unterhaltsam, wie der "Funk-Jazz"-Teil in 'Go The Way You Go'.

Alles in allem ist der Sound durch die ausgewogene Mischung relativ eigenständig, auch wenn ein Songtitel wie 'On The Edge' natürlich den Vergleich mit "Yes" und 'Close To The Edge' geradezu herausfordert, der aber musikalisch auf keinen Fall gegeben ist. Allerdings verbreiten die Anfänge von "The Water" und "On The Edge" kurzzeitig einen sehr starken Hauch von "Saga", und die Backgroundchor-Stellen ("Gonna reach for the sky" etc.) in "The Water" hören sich doch ziemlich stark nach 'Dark Side Of The Moon'-"Pink Floyd" an.

Insgesamt ist "The Light" eine gut gemachte, überaus unterhaltsame Platte, und mehr kann man von einem Debüt kaum erwarten.

Ach ja, der Grund für den oben erwähnten Sticker sind wohl im wesentlichen die Textzeilen "fuck you/ fuck you/ fuck you/ fuck you" aus 'The Water'...

Anspieltipp(s): The Light, The Water
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.6.2002
Letzte Änderung: 3.6.2002
Wertung: 10/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 5)


Spocks Beard haben den Ruf, viele verschiedene Stilrichtungen zu kombinieren, beziehungsweise von vielen Bands der goldenen 70er Jahre inspiriert worden zu sein und dementsprechend auch gelegentlich ähnlich zu klingen, wie diese Bands. Dem will ich hier nicht widersprechen. Je mehr Progmusic man kennt, desto mehr Ähnlichkeiten entdeckt man. So sind bei den Bärten zum Beispiel die polyphonen Vokalarrangements sehr im Stile von Gentle Giant geraten. Andere Bands des Neoprog schenken sich da ebenfalls nichts. Folge : je mehr Platten und Bands man kennt, desto mehr Vergleichsmöglichkeiten hat man und desto eher wird man etwas irgendwo schon mal gehört haben. Die Folge ist, dass man entweder immer weiter in der Zeit zurückgeworfen wird und anfängt, die alten, wirklich authentischen Alben und Bands zu schätzen, oder aber man bewertet die Bands am höchsten, welche man selbst zuerst kennengelernt hat.

Genug philosophiert ! Sonst entsteht noch der Eindruck, ich hielte den Progrock für gänzlich plagiativ. Aber beeinflusst ist wohl jeder irgendwoher. Zurück zu Spock`s Beard und diesem Album. Es gilt nicht zu Unrecht als eines der besten Progalben der 90er Jahre.

Mit "the light" beginnt das Album mit einem pot pourri an Vielfalt. Der Kreis des Liedes öffnet sich mit der Frage "what makes a dream so very different from any other dream", knochentrockene, synchrone Schlagzeug/Gitarren/Keyboard-Akkorde folgen, dann ein grooviger, von einer funkigen Gitarre flankierter 5/4-Takt, der in ein Gitarrensolo mündet, das wie ein Vulkanausbruch klingt. Dann ein eindringlicher Gesangsteil, untermalt von regelmässigen Keyboardakkorden. Der Sound ist dicht, aber nie überladen, jedes Instrument klingt rein und präzis. Die drums sind perfekt, der Bass abgrundtief, Gitarre und Keyboards im richtigen Verhältnis zueinander, nie wirkt ein Instrument aufdringlich. Überhaupt versteht es Neal Morse, mit manchmal minimalem Einsatz an Instrumenten und Stimmen eine grossartige Stimmung und Atmosphäre zu schaffen.

Rockige Passagen wechseln sich in der Folge mit ruhigen, nachdenklichen ab. Neal Morse ist auch ein Künstler im Setzen von Pausen. Nicht nur am Anfang, wo das Schlagzeug stakkatoartige Farbpunkte setzt, sondern auch im Mittelteil. Ein lateinisch angehauchtes, akustisches Gitarrenduett zu Sambarhythmus leitet das Finale ein. Wimmernde Gitarren, bombastische Keyboards und eine aggressiv-verzerrte-dämonische Stimme bilden ein unheimlich dichtes, bedrohliches Klangemälde. Und dann wieder dieser Übergang in ruhige Gefilde, in denen sich der Kreis schliesst. Ein Meisterwerk!

"Go the way you go" setzt diese Kompositionskunst nahtlos fort. Wie sich Instrumente permanent abwechseln, antworten, Raum geben, ist einfach allererste Sahne. Wie dann wieder eine spärlich instrumentierte Gesangspassage folgt, Neal Morse`s Stimme im Vordergrund, mal eindringlich, mal trotzig, mal sanft, und immer wieder überraschend, macht mir jedes Mal von Neuem Spass.

Doch nicht nur die Kompositionen begeistern immer wieder aufs Neue, auch klangtechnisch ist das Album ein Genuss. Alles sauber und klar abgrenzbar, das Schlagzeug klingt toll (nur die Snaredrum in Led Zeppelins "Stairway to heaven" klingt besser), der Bass druckvoll und trocken, die Stimme nie aufdringlich, die Keyboards und Synthis bombastisch und pointiert, aber nie überladen.

Ich brauche nicht zu erwähnen, dass die 5 Bärte an ihren jeweiligen Instrumenten absolute Könner sind. Ich hoffe, es entsteht nun nicht der Eindruck einer leblosen, seelenlosen Technokratenmusik. Natürlich ist Progrock oft Musik, die sich im Kopf abspielt, bzw. als intellektuell angesehen wird. Die Beards haben aber ungemein viel Feeling und Kraft in ihren Stücken. Jedem sei der Besuch eines Konzertes wärmstens empfohlen.

"The water" ist ein Epos, das zu beschreiben ich mir spare. Es ist zu vielfältig. Im Grossen und Ganzen ist diese Platte ziemlich authentisch, vereinzelt fallen Passagen auf, die an Pink Floyd erinnern (Chorus in "the great gig in the sky"). Das letzte Stück "on the edge" ist zum Teil einfacher gestrickter Rock, aber dennoch vielseitig.

Fazit: die Kompositionen sind erstklassig, wirken nicht konstruiert, der Klang ist 1A, seit den alten Yes/Genesis/ELP-Alben habe ich nichts so Erfrischendes, Neues mehr gehört und mir fällt im Veröffentlichungsjahr kein weiteres Album dieser Klasse mehr ein. Da mir "on the edge" etwas zu simpel ist und BOD noch eine Spur besser gefällt, gibt`s 14 Punkte.

Anspieltipp(s): alles
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.8.2002
Letzte Änderung: 18.10.2002
Wertung: 14/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 4 von 5)


'ne Rezi zu "The Light" in 2004? Wieso denn das? Na ja, ein Grund könnte sein, dass die ersten Spock's Beard-Alben gerade von InsideOut wiederveröffentlicht werden. So kamen Ende März 2004 "The Light", "Beware Of Darkness" und "The Kindness Of Strangers" als Special Editions auf den Markt.

Ein anderer Grund ist persönliche Vergangenheitsbewältigung: Mir gefallen Spock's Beard nicht! Das war meine feste Meinung, ohne zugegebenermassen die frühen Werke wirklich richtig gekannt zu haben. Oha, wie blöd! Ich kann's nur auf meinen leicht missglückten Einstieg in die Welt von Spock's Beard schieben: Während ich gerade im ersten "Flower-Kings-Rausch" war, habe ich als erstes Album von den Bärten das damals aktuelle "V" erworben. Na ja, konnte mich nicht richtig überzeugen. Dann kam "Snow", welches ich nun gar nicht mochte... so war Spock's Beard für erstmal erledigt. Wie gesagt: blöd!

Jetzt lausche ich gerade "The Light" (der Song) und sage nur noch: Wow! Meine Vorschreiber haben ja schon ausführlich beschrieben, was sich hier abspielt: Perlendes E-Piano, teilweise krachige Gitarren treffen auf solide Rhythmusarbeit und teilweise tollen Gesang (teilweise ist der Gesang auch ein bisschen seltsam, aber niemals schlecht). Spock's Beard schaffen es auf diese unnachahmliche (amerikanische?) Art aus doch zum Verkopfen neigenden Retro-Prog-Rock locker-flockige Rockmusik mit Anspruch zu machen. Das ist ähnlich faszinierend wie z.B. bei Echolyn (die mir allerdings noch einen Tacken besser gefallen). Echolyn würde ich auch eher als Vergleich heranziehen, als die "Altvorderen" Yes, Genesis usw.. Spock's Beard lassen sich sicherlich von diesen inspirieren, schaffen dann aber ihre eigene Musik (was ihnen fast besser als den auf ähnlichem Terrain tätigen "Flower Kings" gelingt). Das ist fast schon genial.

Mir gefallen auch die diversen Gimmicks in den einzelnen Tracks, die Udo ein bisschen aufgesetzt erschienen, wie die "spanische" Einlage in "The Light" oder der "Country-Part" in "The Water". Auch die leicht angejazzten Parts, die vor allem in "The Water" immer mal wieder auftauchen sind erste Sahne.

Überhaupt "The Water": Das ist einer von den Tracks, von denen man normalerweise sagt: Dafür lohnt sich alleine der Kauf dieses Albums. Ja! Vom Piano-Beginn mit dem netten Cello-Part anbei wird ein Feuerwerk an musikalischen Einfällen und interessanten Gesangsparts gezündet, welches jeder Beschreibung spottet. Das muss man eigentlich gehört haben. Sogar die "Fuck You!"-Einlage (für die sich Neil Morse in den Liner Notes gar entschuldigt) kommt völlig unpeinlich 'rüber. "The Water" ist mein Lieblingswerk dieser Scheibe (und bis jetzt von den 'Bärten' überhaupt).

Begleitend zu den beiden beherrschenden Longtracks gibt es noch die nicht minder begeisternden (etwas) kürzeren Titel "Go The Way You Go" und "On The Edge". Wobei mich die ersten Sekunden von "On The Edge" immer wieder ein bisschen an "The Lamb Lies Down On Broadway" erinnern, aber dass ist nur einer dieser kurzen Dejà-Vus, die einem wohlige Schauer über den Rücken jagen.

Ein tolles Album, welches jeder Liebhaber klassischen oder modernen Retro-Progs (wenn es denn dieses Paradoxon gibt, dann hier) sein eigen nennen sollte. Und: Ja, eigentlich mag ich die "Bärte"!

Nachbemerkung: Ein bisschen seltsam finde ich diese "Special Edition" allerdings schon. Der Sound ist klasse, digital remastered, aber als Bonus gibt es nochmals "The Light", in einer etwas kürzeren "Home Demo"-Version mit schlechterem Klang. Wer braucht denn sowas? Hier hätte man vielleicht sinnvoller einen bisher nicht veröffentlichten Track oder einen Live-Titel untergebracht.

Anspieltipp(s): The Light
Vergleichbar mit: Echolyn
Veröffentlicht am: 12.4.2004
Letzte Änderung: 12.4.2004
Wertung: 13/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 5 von 5)


Auch das Debüt kommt nun als remasterte und um die Demoversion von "The light" erweiterte Ausgabe zu uns.

Geschrieben 1990/91 und erst 1994 aufgenommen frage ich mich: ist das nun Neo-Neoprog? Ja, und ich werfe R & R-Bands vor, wenn sie wie Chuck Berry klingen, auch in der Musik gibt es mehr Möglichkeiten, was neues einzubringen ;-)

Positiv ist, sie können wirklich gut spielen, soweit das meine Ohren beurteilen können, abgesehen, das mir der Gesang nicht besonders gefällt, aber das ist nur eine persönliche Abneigung gegen die Stimme.

Negativ ist, sie klauen, was das Zeug hält, mal bei King Crimson, mal bei Kansas, verschmähen aber auch Yes oder andere Klassiker nicht - immer nach dem Motto, das können wir auch. Ansonsten sind mir die Titel einfach zu sehr zusammengestückelt und des öfteren zu süss. Neue Aspekte sehe ich nicht ;-)

Wie ich woanders schon sagte, warum eine Kopie kaufen, wenn ich die Original habe, dann lieber was Neues. Also für Neulinge was Nettes zum Einstieg, für mich eher langweilig.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.4.2004
Letzte Änderung: 27.4.2004
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Spock's Beard

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1996 The official live bootleg 11.00 1
1996 Beware Of Darkness 11.25 4
1998 From the vault 4.00 1
1998 Live: The Beard Is Out There 11.00 1
1998 The Kindness Of Strangers 11.33 3
1999 Skin (Single) 3.00 2
1999 Day For Night 9.00 2
1999 Live at the Whisky and Nearfest 8.50 2
2000 Don't try this at home 8.50 2
2000 Nick 'n Neal - Live In Europe - Two Seperate Gorillas (The "from the vaults" series vol.2) 3.50 2
2000 V 11.25 4
2000 Don't Try This @ Home Either (The "from the vaults" series vol.3) 6.00 2
2001 All On A Sunday (Single) 1.00 2
2001 There & here (The "from the vaults" series vol.4) 7.00 1
2002 Don't Try This At Home (DVD) 10.00 1
2002 Snow 11.00 2
2003 Feel Euphoria Ltd. Edition 7.20 5
2004 The Making of Snow - 1
2005 Octane 8.57 7
2005 Gluttons For Punishment - Live in '05 9.00 2
2006 Spock's Beard 8.75 4
2008 Live (DVD) 11.00 2
2010 X 11.00 5
2012 The X-Tour Live 11.00 1
2013 Brief Nocturnes and Dreamless Sleep 10.33 3
2015 The Oblivion Particle 10.50 2
2015 The First Twenty Years 10.00 2
2017 Snow Live 12.00 1

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