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Agitation Free

Malesch

(Archiv-Tipp 10/2005)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972 (erweiterte Neuausgabe 2008 bei Revisited Records)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; Jazzrock / Fusion; Klassischer Prog; Krautrock
Label: Vertigo
Durchschnittswertung: 12/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Michael Hoenig Synthesizer, Electronic Devices, Steel Guitar
Michael Günther Bass, Tapes
Burghard Rausch Drums, Marimbaphone, Vocals
Jörg Schwenke Guitar
Lutz Ulbrich Guitars, Hammond Organ, Zither

Gastmusiker

Uli Pop Bongos
Peter Michael Hamel Hammond Organ

Tracklist

Disc 1
1. You Play For Us Today 6:08
2. Sahara City 7:42
3. Ala Tul 4:50
4. Pulse 4:43
5. Khan El Khalili 8:10
6. Malesch 8:10
7. Rücksturz 2:09
8. Music Factory Live   (Bonus der Neuausgabe, live 25.2.1972 in Mainz) 15:15
9. Agitation Free at Sakkara   (Bonus der Neuausgabe, Video von 1972) 6:24
Gesamtlaufzeit63:31


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 3)


Agitation Free, Krautrockpioniere aus Berlin, gingen 1972 auf eine ausgedehnte Tour durch Griechenland, Zypern und den Nahen Osten. Die dort gemachten Erfahrungen schlugen sich in ihrem ersten Album nieder, das im Anschluß an die Tour aufgenommen wurde. Malesch, was auf ägyptisch so viel wie "Macht nix!" bedeutet, ist eine interessante Mischung aus psychedelischen Rockimprovisationen, elektronischen Klangspielereien, jazzrockigen Passagen und einigen Ethno-Einflüssen. Letztere schlagen sich vor allem in den exotischen Rhythmen von Schlagzeug und Perkussion nieder und darin, daß die einzelnen Stücke jeweils durch kurze Tonbandschnipsel mit Klangimpressionen der Nahostreise eingeleitet bzw. unterbrochen werden. Malesch ist ein sehr dichtes, abwechslungsreiches Album, mit "spacigen" Gitarren und majestätischen Keyboards, aber auch sehr rhythmischen, jazzigen Passagen. Das intensive Zusammenspiel der beiden Gitarristen zusammen mit Hoenigs Keyboards erzeugt oft eine sehr faszinierende, hypnotische Atmosphäre (Pulse, Rücksturz), die ein wenig an das offensichtliche (hörbare) Vorbild Pink Floyd gemahnt.

Malesch ist sicherlich ein Klassiker des deutschen Progs und als solcher auch heute noch absolut hörenswert!

Anspieltipp(s): Ganz durchhören!
Vergleichbar mit: Pink Floyd, Gong
Veröffentlicht am: 14.6.2002
Letzte Änderung: 9.6.2003
Wertung: 12/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 2 von 3)


Agitation Free gehören mit zu den Begründern der Berliner Schule, obwohl sie nicht so elektronisch daherkommen wie z.B. Tangerine Dream.

Ich kann Achim zustimmen, auf ihrem Erstling mischen sie diverse Stile mit Bravour, es gibt elektronisches ("Ala Tul" oder "Pulse"), die stark an die frühen Tangerine Dream oder Klaus Schulze erinnern, psychedelisches (z.B. "You play for us today"), an Floyd angelehntes ("Khan el Khalili" oder "Malesch"). Dazwischen Jazz, Sprachfetzen, Bongos und andere Ethnosounds.

Ein schönes Debüt der Band, es gehört mit zu den Besten des Krautrocks, wer "Stilmischmasch" mag, sollte hier reinhören.

Anspieltipp(s): Khan el Khalili, You play for us today
Vergleichbar mit: Ash Ra Tempel, frühe Floyd
Veröffentlicht am: 3.4.2004
Letzte Änderung: 10.5.2014
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 3)


Malesch wurde im August 2008 von Revisited Records in einer Remaster-Ausgabe veröffentlicht, zu der ich noch ein paar Worte verlieren möchte. Die Neuausgabe kommt in der für das Label gewohnt hochwertigen Ausstattung, schmuckes Digipack mit reich bebildertem und betextetem Beiheft, die Klangqualität ist sehr gut. Die CD selbst kommt im Vinyl-Look, schwarz mit Rillen.

Dazu gibt es rund zwanzig Minuten Bonusmaterial: eine Liveaufnahme, entstanden im Februar 1972 in Mainz, die die Band in bester Spiellaune zwischen Gitarren-Krautrock und stärker elektronischen Passagen zeigt; die Klangqualität ist nicht ganz so gut wie bei den regulären Stücken, aber durchaus in Ordnung. Desweiteren ein Video, das 1972 im ägyptischen Sakkara entstand. Im Vorspann entschuldigt man sich für die schlechte Bildqualität (es wurde per Videokamera von der Leinwand abgefilmt, der originale Super-8-Film ist verlorengegangen), so schlimm ist es dann aber doch nicht. Gezeigt wird die Band beim Herumalbern zwischen Ruinen und in der Wüste, dazu gibt es Freiformmusik. Na ja, das Video hat eher historischen Wert... aber in jedem Fall nett anzusehen.

Wer diesen Klassiker krautigen Musikschaffens noch nicht kennt, sollte hier unbedingt zugreifen, und wer die alte CD-Ausgabe hat, sollte den Umstieg zumindest in Erwägung ziehen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.8.2008
Letzte Änderung: 14.8.2008
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Agitation Free

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 2nd 9.00 2
1976 Last 10.67 3
1995 Fragments 9.00 1
1998 At the cliffs of River Rhine 11.00 1
1999 River of return 10.00 1
2011 Shibuya Nights 10.00 1
2016 Last, Fragments & Live `74 11.00 1

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