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Leitfaden: NeoProg der 90er Jahre
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Collage

Moonshine

(Siehe auch: Leitfaden "NeoProg der 90er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label:
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Robert Amirian lead and backing vocals,acoustic guitar
Mirek Gil guitars
Krzysztof Palczewski keyboards
Wojtek Szadkowski drums
Piotr Mintay Witkowski bass

Tracklist

Disc 1
1. Heroes Cry 6:40
2. In Your Eyes 14:04
3. Lovely Day 5:11
4. Living In The Moonlight 4:43
5. The Blues 7:17
6. Wings In The Night 11:12
7. Moonshine 12:50
8. War Is Over 6:29
9. Almost There 6:38
10. Video 4:48
Gesamtlaufzeit79:52


Rezensionen


Von: Heiko Westhagen @ (Rezension 1 von 2)


Da diese Band nun leider nicht mehr existiert, ist es an der Zeit ihr Schaffenswerk zu würdigen. Nach Basnie und 'Nine Songs...' war dies die dritte Collage Scheibe. Und was für eine!

Collage waren eine der wenigen NeoProg-Bands der '90, die den Schwung der '80 Bands beibehielten und nicht in Schmalspurprog, dem Galleon, Landmarq oder Arena u.s.w. frönen, verfielen. Allen Fans die noch von ihrer Musik aus dem Sessel gerissen werden wollen oder den frühen Marillion nachweinen, sei Collage aufs wärmste empfohlen.

Mit Robert Amirian hate Collage ja seit 'Nine Songs..' einen Sänger an Bord, der mit gutem englischen Gesang allen den Zugang zu dieser Band erleichtert, die mit polnischem Gesang nicht anfangen können. Mit Moonshine legte Collage nun eine enorme Steigerung vor, mitreißender extrem symphonischer Neoprog dringt da aus den Boxen. Auch in Punkto Produktion hatte man seit Basnie stark zugelegt.

Als ich diese Scheibe das erste mal in den CD Player schob, hatte ich hohe Erwartungen, da ich Basnie zu meinen heimlichen Liebingsplatten zählte. Und ich wurde nicht enttäuscht: bombastische Keyboardkaskaden und Rothery ähnliche Gittarenläufe haben mich damals (und heute) spontan begeistert. Eine gewisse Nähe zu Marillion läßt sich nicht verleugnen, aber Collage hatten durchaus eigenständige Züge.

Insgesamt spielt Moonshine den größten Teil der damaligen englischen Konkurrenz locker an die Wand. Die Scheibe ist stets druckvoll und läßt selten Langeweile aufkommen, man höre nur das ungemein fetzige 'The Blues'. Wer diese CD nicht sein eigen nennt, hat sich einen NeoProg-Klassiker durch die Lappen gehen lassen. Vor allem die Laumichelfraktion um Pendragon und Konsorten (sorry!) sollte sich hiervon mal ne Scheibe abschneiden!

Kurz: Kaufen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Marillion
Veröffentlicht am: 22.6.2002
Letzte Änderung: 22.6.2002
Wertung: 13/15

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Von: Henning Mangold @ (Rezension 2 von 2)


Heiko sagt's, wie es ist, nur eine kleine Einschränkung möchte ich hinzufügen: Die Keyboards klingen über das ganze Album so übertrieben künstlich-orchestral, dass ich sicher bin: wäre diese Band statt aus Polen aus Amerika, dann wär garantiert ein Sticker drauf mit den Worten "New dimensions of great symphonic brainsmashing supersounds" oder so ähnlich. In diesem Arrangement liegt auch der größte Unterschied des Sounds zu dem von Marillion, denn obwohl jeder Musiker sich voll ins Zeug legt, kommt er akustisch in diesem Kleisterteppich kaum zu seinem Recht. Nun ist es ja nicht so, dass ich das nicht gut verstehen könnte – Klappern gehört eben zum Handwerk, und eine Band aus Polen muss sich schon ranhalten, um bemerkt zu werden. Das Ganze hat auch positive Auswirkungen: es ist die reine Freude, wie sehr es die Band geschafft hat, dieses Album zu einer wirklich runden Sache zu machen; wenn man sich an diesem Stil nicht stört, erlebt man eine CD ohne jegliche Ausfälle – hier sind Leute am Werk, die wissen, was sie einem anspruchsvollen Publikum schuldig sind und die eben nicht darauf hoffen können, dass jeder Ton von ihnen sich millionenfach von allein verkaufen wird; das setzt ungeahnte Energien frei, sogar im nicht mehr so neuen Neoprog. Aber da nicht jeder Progfan mit dieser Ausrichtung was anfangen kann, möchte ich diese kleine Warnung aussprechen: Wer z.B. "Not of this world" von Pendragon nicht als ein Meisterwerk ansieht, wird mit der sternenklaren Hymnik von "Moonshine" sicher auch wenig anfangen können und eher in diesem Bombastgewebe steckenbleiben.

Übrigens finde ich persönlich das Album supergut...

Inzwischen liegt es als Remaster von "Metal Mind Records" in einer Neuauflage vor und enthält den Bonustrack "Almost there" sowie zwei Livevideos von 1995 ("The blues" und "Wings in the night").

Anspieltipp(s): The blues
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.12.2003
Letzte Änderung: 5.3.2014
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Collage

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1989 Basnie 7.00 1
1993 Nine songs of John Lennon 8.00 1
1995 Safe 4.00 1
1995 Changes 6.00 1
2004 Living in the moonlight (DVD) 7.00 1

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