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Leitfaden: Nordamerik. symphonischer Prog der 70er Jahre
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Hands

Hands

(Siehe auch: Leitfaden "Nordamerik. symphonischer Prog der 70er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1996 (Aufnahmen aus den Jahren 1977-1980)
Besonderheiten/Stil: Folk; Klassischer Prog
Label: Shroom Productions
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Skip Durbin Flutes, saxes, oboe, clarinet and various other woodwinds, keyboards, percussion, backup vocals, composer
Steve Parker Bass guitar, keyboards, drums, percussion, trombone, vocals, composer
Ernie Myers Guitars, mandolin, drums, percussion, vocals, composer
Paul Bunker Viola, violin, sitar, quatro, keyboards, percussion, backup vocals, composer
Michael Clay Keyboards, piano, tubular bells, electric guitar
John Rousseau Drums, tuned percussion, percussion, backup vocals, composer

Gastmusiker

David Carlisle Bass
Mike Barreyre Guitar
Sonny Sollel Sax
Tom Reed Vocals
Shannon Day Keyboards
Gary Stone Vocals
Mark Menikos Violin
John Fiveash Drums and percussion

Tracklist

Disc 1
1. Zombieroch 4:19
2. Prelude #2 1:35
3. Triangle of New Flight 6:50
4. Mutineer's Panorama 3:12
5. Worlds Apart 4:08
6. Dreamsearch 9:49
7. Left Behind 6:02
8. Mindgrind 5:40
9. Greansoap 2:27
10. I Want One of Those 3:16
11. Antarctica 10:32
12. The Triburon Treasure 2:25
13. Hands in the Fire   (Bonus Track) 7:16
14. Castle Keep   (Bonus Track) 3:36
Gesamtlaufzeit71:07


Rezensionen


Von: Ralf Damaschke (Rezension 1 von 2)


Bei dieser CD handelt es sich um die erste in einer Reihe von Sammlungen mit Archivmaterial der texanischen 70er Jahre-Prog-Band Hands, die das kleine Label Shroom Productions veröffentlicht hat. Die Scheibe stieß bei ihrem Erscheinen auf sehr positive Reaktionen, so daß bis heute 3 weitere derartige Platten veröffentlicht wurden und sich einige der ehemaligen Bandmitglieder sogar zu einer Reunion zusammenfanden ("Twenty Five Winters", das erste reguläre Album der Bandgeschichte, erschien 2002).

Wer sich dieses Album zu Gemüte führt, kann leicht erkennen, warum Hands inzwischen recht beliebt geworden sind: die Band spielt eine vielschichtige und detailreiche Variante des klassischen Progs, die aber eher selten schräg oder vertrackt daher kommt und damit sowohl Anhängern komplexerer als auch melodischerer Töne munden dürfte. Oft werden sie als die "melodischeren Gentle Giant" angepriesen, was auch eine durchaus passende Beschreibung ist.

Denn Hands machen ebenfalls starken Gebrauch von akustischen Instrumenten wie Piano, Geige, Flöte und A-Gitarre und haben offensichtlich gut aufgepasst, als in der Schule klassische Kompositionstechniken durchgenommen wurden. Statt des Barock-Touches der sanften Riesen macht sich bei Hands allerdings ein deutlicher Folk-Einschlag bemerkbar und die Musik ist, wie gesagt, ruhiger und eingängiger. Die gelegentlichen Versuche, wirklich vetrackte, rockige oder bombastische Passagen in der Art ihrer großen Vorbilder zu spielen, wirken fast immer auch reichlich unbeholfen, während die Texaner in den harmonisch und locker fließenden, von einprägsamen, gänzlich unpeinlichen Melodien getragenen Passagen durch eine spannende Interaktion der einzelnen Instrumente und geschmackvolle Arrangements auftrumpfen können.

Die längeren Stücke kranken im übrigen auch bei Hands an der typischen Prog-Schwäche mangelnden Zusammenhangs der verschiedenen Songteile. Hinzu kommt, daß sich durch die lose Zusammenstellung der Aufnahmen kein geschlossener Gesamteindruck einstellt, wobei die CD durch die Homogenität des Materials jedoch auch nicht zerrissen wirkt. Die Leistungen der Musiker und die Soundqualität geben (bis auf die beiden clever als Bonustracks ausgewiesenen Songs) weder Anlaß zur Klage noch zu Freudensprüngen. Ein Lob gebührt Shroom Productions für das dicke Booklet, das dank einer ausführlichen Beschreibung der bizarren Bandgeschichte die optimale Einführung in die Welt dieser interssanten Formation darstellt.

Insgesamt offenbart diese Sammlung also eine ganze Menge Potential, das leider nur teilweise, dann aber mit einem umso schöneren Ergebnis, realisiert wurde. Ich mag's, gerade auch wegen des unschuldig-amateurhaften Charmes dieser Aufnahmen.

Anspieltipp(s): Zombieroch, Dreamsearch, Greansoap
Vergleichbar mit: Gentle Giant; z.T. auch Jethro Tull
Veröffentlicht am: 11.7.2003
Letzte Änderung: 13.7.2003
Wertung: 9/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Eine melodischere Version von Gentle Giant? Ja, das passt ganz gut, wenn man sich die vielschichtigen Vokallinien der Engländer wegdenkt, dafür aber noch einen Schuss Camel oder Caravan, etwas Jazzrock, Jethro Tull und King Crimson dazugibt (gerade der Gesang erinnert mich stellenweise, in "Dreamsearch" z.B., an John Wetton) und das Ganze mit einer Prise franko-kanadischem Symphofolkprog verrührt. Eine weniger bombastische, dafür verspieltere und folkigere Ausgabe von Happy The Man vielleicht?

Wie auch immer, Hands spielten in der zweiten Hälfte der 70er Jahre (erst unter dem Bandnamen Prism, dann eben als Hands) hervorragenden klassischen Prog, der sehr melodisch, aber gleichzeitig komplex aus den Boxen fliesst. Leider war die Band mit ihrer speziellen Mischung etwas spät dran (die auf "Hands" zu findenden Aufnahmen stammen aus den Jahren 1977-80), so dass sie in der sich aufbauenden Discowelle einerseits und den wüsten Strömungen von Punk- und New Wave sang und klanglos untergingen, ohne je ein Album produziert zu haben. "Hands" versammelt eine Ladung von Demoaufnahmen aus dieser Zeit, die aber - bis auf die letzten beiden Bonustracks - von durchaus sehr guter Klangqualität sind.

Natürlich hat Ralf recht wenn er meint, dass hier nicht alles perfekt ist. Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass es sich eben nur um Demoaufnahme handelt, die nicht bis ins Letzte ausgefeilt sind. Trotzdem halte ich die hier vorzufindende Musik für sehr reif, professionell gemacht und virtuos vorgetragen. Dazu kommt noch, dass das Ganze eben nicht auf "Hochglanz" produziert wurde und dabei einen gewissen rauhen, aber frischen Charme behalten hat. Viel Musik bekommt man schliesslich auch noch fürs Geld.

Kurzum, "Hands" bietet schönen klassischen Prog der 70er, der mir sehr viel Spass macht. "Live 75-77" von Prism habe ich 9 Punkte gegeben. Da muss ich hier noch etwas dazugeben!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.1.2006
Letzte Änderung: 24.1.2006
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Hands

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 Palm Mystery 10.00 1
2000 The Early Years 1974-76 7.00 1
2002 Twenty Five Winters 12.00 2
2008 Strangelet 12.00 1
2015 Caviar Bobsled 12.00 1

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