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24716 Rezensionen zu 16917 Alben von 6589 Bands.
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Asgard

Imago Mundi

(Siehe auch: Leitfaden "NeoProg der 90er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1993
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: WMMS
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Kikko Grosso vocals
Max Michieletto guitars
Alberto Ambrosi keyboards
Chris Bianchi D'Espinosa bass
Marco Ferrero drums

Tracklist

Disc 1
1. Transmigration (On A Blow Of Immense) 6:28
2. Justice - Land Of The Silver Drakkar 4:11
3. Violence 1 - Land Of Brutality 2:06
4. Violence 2 - Land Of Ulfhedwar And Berserkir 4:30
5. Virtue - Land Of The Eternal Snows 4:31
6. Fortitude - Land Of The Waves 4:26
7. Serenity - Land Of The Green Flowers 5:04
8. Disharmony - Land Of The Chasms 5:18
9. Courage - Land Of The Dark Wood 4:36
10. Imagination - Land Of The Thule And Tir-N-N"Og 6:26
11. Vulgarity - Land Of The Slimes 3:35
12. Nobility - Land Of The Borealis Auroras 5:39
13. Egoism - Land Of The Burning Sands 9:31
Gesamtlaufzeit66:21


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 1 von 2)


In Italien ist Progressive Rock irgendwie angesagter als anderswo. Wie sonst läßt sich erklären, daß die Italiener sowas wie eine eigene großartige Undergroundszene haben. Aus dieser sind auch Asgard hervorgekommen. Die Band hat mittlerweile mit permanenten Line-Up und auch Wohnortwechseln zu tun. So weilte man zwischenzeitlich in Südniedersachsen um nun wieder in Richtung Bayern abgedüst zu sein. Nun denn.

"Imago Mundi" ist das letzte Album mit festem Line-Up und mit Kikko Grosso am Mikro. Der durfte zwischenzeitlich auch für "Ines" Songs veredeln ("Eastern Dawning" - auch auf WMMS erschienen). Unbestritten gehört er zu einem engen Kreis großartiger Sänger, die eine göttliche Stimme haben. So drücken vielerorts seine Gesangsharmonien auch den Songs auf Imago Mundi den Stempel auf. Das Album hat einen recht eigenwilligen Sound, an den man sich erstmal gewöhnen muß. Ist dies geschehen wird man schnell merken, welches Potential, ja stellenweise sogar welcher Hitcharakter in den Songs schlummert. "Imago Mundi" ist ein Konzeptalbum, welches mal wieder irgendwas mit alten germanischen Sagen zu tun hat. Wenn ich das so richtig verstehe geht es daselbst um das Land Asgard, welches vorgestellt wird. So wurde dieses Album im Zeichen der Rune "R" entworfen ... so stehts zumindest im Booklet. Ich kann nichts damit anfangen, da mir der geschichtliche Hintergrund dazu total fehlt... Aber trotzdem ist das Album auch ohnedies ein Leckerbissen.

Die Einleitung gibts mit "Transmigration". Der Song bereitet einen auf eine Reise durch verschiedene Welten vor. Show me the way, lead me far away, win my war; show me the lands under the snake who bites its tail. Los gehts dann mit "Justice". Der Song wird von einem Keyboardsound getragen, der mich irgendwie immer an alte Van Halen Songs erinnert. Sehr eingängig und straight angelegt entwickelt sich der Song schon bald zu einem Ohrwurm. Violence 1 & 2 sind dann untrennbar miteinander vereint. Der erste Teil ist ein kurzes Intro das recht schwergängig daher kriecht, während der zweite Part voll abgeht. Es ist definitiv der härteste Song und auch der schnellste auf dem Album. "Virtue" beginnt sehr verhalten und erinnert irgendwie an alte Zeiten. Minnegesang usw. Sehr ruhig basiert der Song wieder auf hervorragender Rhythmusarbeit und tollem Gesang, während Gitarre und Keyboards sich die Waage halten. "Fortitude" kommt sehr mystisch daher. Wunderschöne Gesangsmelodien paaren sich hier mit ziemlich sperrigen Instrumentierungen. "Serenity" könnte m. E. jeden Tag im Radio laufen. Sowas eingängiges und harmonisches. Toll, wie die Stimmung zum passenden Land gezaubert wird. "Disharmony" sagt prinzipiell schon alles. Zwar nicht unbedingt disharmonisch, aber diese Stimmung - wieder mal wird eine sagenghafte traurige Atmosphäre gezaubert. "Courage" hat wieder so einen eigentümlichen Keyboardteppich im Hintergrund. Der Song kommt ziemlich kompakt daher und sticht nicht so heraus. Dafür setzt "Imagination" Akzente. Ein sehr starker Rhythmus bringt eine tolle Atmosphäre zustande, die durch herrlich melodiöse Refrains unterbrochen wird. "Vulgarity" ist dann mal wieder eine Abgehnummer. Zügig gehts vorwärts. "Nobility" beginnt wieder total ruhig. Gesang, Keyboardteppich, leichte Gitarrenzippeleien. Der Song bleibt auch nach dem Einsatz von Schlagzeug in diesem langsamen Tempo. "Egoism" schließt die Reise ab. Und auch hier gehts nochmal richtig zur Sache. Gitarrenriffs, hartes Drumming, fetter Bass. Dazu Keyboardteppiche. Geradezu mytisch. Dann der Gesang - die Stimmung schlägt um. Hektik, Aggressivität, wieder ein Umschwung - Harmonie. So geht das hin und her - bis man im Grundthema des Openers endet und so das Album ausklingen läßt.

"Imago Mundi" ist mal wieder so ein Album, das auch nach hundert Durchläufen noch seinen Reiz hat. Hier paßt alles. Erwartet nur nichts herkömmliches. Asgard sind definitiv anders. Man kann sie nicht mit irgendwelchen anderen Prog-Bands vergleichen. Hört einfach mal rein in das Album oder kauft es gleich. Ich finde es lohnt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.6.1998
Letzte Änderung: 2.1.2004
Wertung: 11/15

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Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 2 von 2)


Deutlich musikalisch runderneuert präsentieren sich Asgard ein Jahr nach ihrem Meisterwerk "Arkana". Auf "Imago Mundi" geht es deutlich härter zur Sache, was sicherlich eine clevere Entscheidung der Musiker war, denn das herkömmliche Asgard-Konzept drohte sonst zu einem Selbstläufer, zu einer bloßen Hülle zu verkommen.

Endlich auch einmal eine Produktion, die mich vollkommen überzeugen kann - nie klangen Asgard satter und druckvoller, souverän ohnehin die Stimme Grossos. Abstriche gibt es dennoch für die z.T. klischee- und schablonenhaften Kompositionen und für die etwas "cheesy" Keyboards (die allerdings gewohnt meisterhaft von Ambrosi bearbeitet werden), etwa auf "Justice- Land of the silver drakkar".

Interessant ist der Live-Charakter des Albums - in der Tat kann man sich dieses Album tatsächlich hervorragend live vorstellen, vielleicht würde ich dann auch meine letzten Ressentiments gegenüber dem Album verlieren. Andererseits will ich das Urteil über "Imago Mundi" nicht unnötig schmälern, es gehört mit Sicherheit zu den besten Alben der Band und präsentiert diese vielleicht auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.7.2002
Letzte Änderung: 3.7.2002
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Asgard

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 Götterdämmerung 8.00 2
1992 Esoteric Poem 4.50 2
1992 Arkana 11.00 2
2000 Drachenblut 5.50 2

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