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Sparkle in Grey

The Calendar

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: instrumental; Konzeptalbum; Postrock; sonstiges
Label: Lizard Records / Grey Sparkle / Old Bicycle Records / Moving Records / Gattolino / Under My Bed
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alberto Carozzi Guitars, Bow, Sounds, Percussion, Melodica, Bagpipes, Keyboards, Voice
Franz Krostopovic Violin, Viola
Christiano Lupo Bass, Sax, Toy Organ, Drums, Percussion
Matteo Uggeri Electronics, Rhythms, Field Recordings, Sounds, Loops, Noises, Radio, Trumpet, Voice

Gastmusiker

Francesco Giordani Accordion
Alessandro De Nito Piano
Letizia Sechi Clarinet
Alessandra Spinetti Cello
Marco Dalpiazzo Double Bass
Alessandro Pipino Saw
Gaia Margutti Purring

Tracklist

Disc 1
1. Ianuarius 4:30
2. Februarius 3:59
3. Martius 2:12
4. Aprilis 4:45
5. Maius 4:12
6. Iunius 4:11
7. Quintillis 6:16
8. Sextilis 4:11
9. September 3:20
10. October 4:33
11. November (just like anything) 2:33
12. December 5:48
13. The thirteenth month 3:28
Gesamtlaufzeit53:58


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Einen musikalischen Kalender gibt es auf dem dritten Nachfolger des 2008 erschienen Sparkle-In-Grey-Albums "A Quiet Place" zu hören. Die Band schreibt dazu: "This record is a perpetual calendar. Every track is a month. Every song matches an animal. Evert beast teaches us how to live better and happily. A playful and wise bestiary to be read and listened to." Das Mischwesen auf dem Cover, wie alle Bildwerke im dicken Beiheft wieder von Matteo Uggeri geschaffen, stellt dann wohl die Summe des Gebotenen dar.

Jedes der 12 Stücke von "The Calendar" ist also in chronologischer Folge einem Monat und zudem einem Tier zugeordnet. Der Januar ist den Pinguinen gewidmet, der Februar der Großkopfmeeräsche, der März den Ameisen, der April dem Delfin, der Mai der Felsentaube, der Juni dem Bonobo (Zwergschimpanse), der Juli dem Nebeltrinker-Käfer (Onymacris unguicularis), der August dem Flusspferd, der September dem Weißstorch, der Oktober den Tölpeln (der Vogelart), der November dem Menschen und der Dezember dem Siebenschläfer. Im Beiheft gibt es zu jedem Monat ein Kalenderblatt mit ein paar Anmerkungen, dem lateinischen Namen des Tieres und ein allegorisch-humorvolles Gemälde von Uggeri, welches das jeweilige Tier zeigt. Schließlich gibt es, wie bei jeder ordentlichen Gehaltsabrechnung auch, ein dreizehntes Monatsstück (ohne Tierwidmung) als Ausklang.

Die Tiere werden offenhörlich nicht musikalisch charakterisiert. Einen flink schwimmenden oder drollig watschelnden Pinguin höre ich in "Ianuarius" z.B. nicht. Auch in den anderen Nummern scheint mir eher die Atmosphäre des jeweiligen Monats vertont. Dabei sind die vier Italiener und ihre Gäste ziemlich ruhig und unaufgeregt zu Gange. Eher geruhsam und entspannt, wenn auch oft leicht angeschrägt, plätschert die Musik voran, bestimmt von akustischen Instrumenten, meist verschiedene Akustikgitarren und die Violine, die mal in etwas bewegtere rhythmische Figuren von Bass und Perkussion, mal in schwebende Gemenge aus Elektronik (dezentes Wabern und Brummen), Perkussion, Umweltsounds und Geräuschen (field recordings) eingebunden wurden. Das Ergebnis ist eine Art progressiv-elektronische Kammermusik, ein getragener Kammerrock oder ein kammermusikalischer Postrock, der dezent aber klangvoll und vielschichtig aus den Boxen gleitet.

"The Calendar" wirkt aufs erste Hören etwas unspektakulär und schlicht (vor allem im Vergleich mit den drei Vorgängeralben), doch entfaltet die Musik schnell eine sehr eigene, melancholisch-unwirkliche Atmosphäre. Eine farbige, sehr eigen(artig)e Sammlung an Tongedichten haben die Mailänder hier zusammen gestellt, 13 unaufdringliche, fast zerbrechliche, gleichzeitig aber sehr subtile Klanggemälde (chamber soundscapes?), die jedem, der progressiv-elektronischen, stark mit kammermusikalischen Elementen angereicherten Postrock schätzt, sehr gefallen sollten. Hübsch verpackt ist das Ganze zudem auch. Das dicke Beiheft steckt in einem braunen, auf einer Seite die CD aufnehmendem Pappklappteil, in das ein großes Fenster eingeschnitten wurde, durch das man die Titelseite als Cover sieht. Schön!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.5.2015
Letzte Änderung: 4.5.2015
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sparkle in Grey

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 A Quiet Place 12.00 1
2011 Mexico 12.00 1
2013 Thursday Evening 12.00 1
2016 Brahim Izdag 11.00 1

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