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24107 Rezensionen zu 16474 Alben von 6406 Bands.
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IZZ

I move

(Siehe auch: Leitfaden "Retroprog")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream; sonstiges
Label: Doone Records
Durchschnittswertung: 12.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Tom Galgano Keyboards, lead vocals
John Galgano Bass, guitar, lead and backing vocals
Paul Bremner Lead Guitar
Brian Coralian Electronic and Acoustic drums and percussion, programming
Greg DiMiceli Acoustic drums and percussion

Gastmusiker

Laura Meade Vocals On Believe
Anmarie Byrnes Vocals on I Wanna Win and Something True
Aaron LoFaro Conducter on Knight of Nights

Tracklist

Disc 1
1. Spinnin' Round 2.59
2. I Move 5.24
3. Weak Little Lad 3.50
4. I Already Know 3.55
5. I Wanna Win 5.46
6. All The New 1.24
7. Star Evil Gnoma Su 8.37
8. Another Door 4.42
9. Something True 2.37
10. Believe 3.33
11. Knight of Nights 6.37
12. The Mists of Dalriada 2.42
13. Oh, How It's Great! 4.46
14. Coming Like Light 11.40
15. Light From Your Eyes 4.24
Gesamtlaufzeit72:56


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 1 von 3)


Vielleicht wurden IZZ etwas voreilig nach ihrem vorzüglichem Debüt "Sliver of a sun" (1998, Doone Records) als die 'neuen Spock's Beard' gefeiert, denn auch wenn die Musik auf dem Debüt nicht wirklich größere Ähnlichkeiten zu Spock's Beard hatte, so glaubte man die unbeschwerte, typisch amerikanische Leichtigkeit die den Bärten so eigen ist in der Musik von IZZ wiederzuerkennen.

Nun, um es vorweg zu nehmen - IZZ sind erwachsen geworden und haben mit "I move" ein sehr abwechslungsreiches und dramaturgisch klug aufgebautes Album vorgelegt, das im Gegensatz zum Vorgänger klangtechnisch und produktionstechnisch deutlich verbessert wirkt. Der rohe Sound des Debüt ist nun ausgefeilter, jedoch ohne wirklich geglättet zu sein. Dafür fehlen die unbeschwerten Songs des Debüts ('Lauradoone') völlig; überhaupt, "I move" will nicht gefällig sein und macht es dem Hörer auf dem Par-force-Ritt durch die verschiedenen Stilarten nicht immer einfach zu folgen (das meine ich ausdrücklich als Kompliment).

IZZ bringen es fertig das Album sehr modern mit stampfendem Beat und krachenden Gitarren auf 'Spinnin' Round' zu eröffnen, gitarrenlastig fortzuführen ('I move'), symphonisch überzuleiten ('I already know', mit deutlichen Yes-Anleihen in der Gitarre), fast funky zu werden ('I wanna win') um das Album nach dem ersten Drittel neu zu erfinden, neu zu beginnen: Ab dem Stück 7 wird alles anders und war das Album bisher mit seiner Stilvielfalt völlig überraschend, so wird es jetzt eindeutig progressiv. Die Keyboards treten deutlicher in den Vordergrund und beim Instrumental 'Star Evil Gnoma Su' fühle ich mich unweigerlich an die deutsche Band Scythe erinnert (die ihnen freilich unbekannt sein dürften). Wer hätte den netten Jungs von "Sliver of a sun" solch ein sperriges Stück zugetraut?

Nach solch einer Zäsur entwickeln IZZ melancholisches ('Another Door'/ 'Something True'), akustisches ('Believe'), dann geht es mit 'Knight of Nights' thematisch und musikalisch in den klassischen Prog. Einmal mehr dienen die klassischen Progbands wie Yes oder ELP als Referenz, v.a. die Keyboardparts scheinen Wakeman- oder Emerson- inspiriert zu sein (ohne dabei so cheesy zu wirken). Nach einem folkigen Intermezzo ('The Mists of Dalriada') kommt dann tatsächlich doch noch eine Reminiszenz an Spock's Beard ('Oh, How It's Great'), um dann mit purem progressive Rock (dem Longtrack 'Coming Like Light' und der stimmungsvollen Ballade/ Coda 'Light From Your Eyes') das Highlight des Albums zu setzen.

Ready - 73 Minuten feinste, facettenreiche Rockmusik, das soll den Galgano-Brüdern (und Co.) erst einmal jemand nachmachen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.7.2002
Letzte Änderung: 19.3.2015
Wertung: 12/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 3)


Sicherlich ist nie alles Gold was glänzt. Doch dass diese Band das Zeug zu viel Größe hat sollte man sofort hören. Schon der Erstling "Sliver Of A Sun" zeigte das großartige musikalische Potential der Band auf. Was im Nachhinein sehr positiv ist, ist die Vielfalt der Stücke, die zwar anfangs etwas die Homogenität im Album missen ließen, aber jeder für sich ein kleines Meisterwerk ist. Bei "I Move" ist nun einiges anders.

Was hab ich mich schwer getan mit diesem Album. Nach den ersten fünf Durchläufen war mir lediglich "Coming Like Light" wirklich positiv aufgefallen. Dann erarbeitete sich auch "Star Evil Gnoma Su" den Weg in die grauen Gehirnzellen. Komischerweise sind dies die beiden schrägsten Momente des Albums. Damit sind wir beim anderen Teil des Albums: Der Rest ist nämlich ungeheuerlich eingängig, wird von jazzigen ebenso wie folkigen Momenten geprägt und auch funky Elements kommen zum tragen. Viele Drumloops machen sich breit, gewöhnungsbedürftig anfangs - genauso auch das vielfach eingesetzte E-Drumming. Doch dieses Album wächst mit jedem Hören. Und so ist auch der ungewöhnliche Drumsound irgendwann geläufig. Und wenn man sich dann noch anhört was der Drummer bei "Star Evil Gnoma Su" da verzapft, dann kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Musiker sind überhaupt absolute Glanzlichter. Die Gitarre kann gefühlvoll böse Läufe servieren aber auch so richtig schön fiese Soli mitten ins Gehörzentrum zimmern. Der Gesang erinnert in vielen Passagen an die Stimme des Neal Morse (sofern nicht eine der Gastsängerinnen gerade das Mikro schwingt), der SPOCK'S BEARD Einschlag ist auch bei einigen der Kompositionen nicht von der Hand zu weisen. Genauso verrückt sind die Musiker allemale ;-)!

Und diese Verrücktheit schlägt schon annähernd in Genialität über. Annähernd... Ein Stück wie "oh, How It's Great" kann man entweder nicht für voll nehmen, als Ausrutscher sehen oder gekonnt wegzappen, vielleicht auch deshalb, weil es das poppigste SPOCK'S BEARD Stück ist, was diese jemals nicht verzapft haben. Für mich könnten IZZ grundsätzlich auch mehr von diesen richtig spannenden, abgedrehten Passagen liefern, wie sie es in den beiden eingangs erwähnten Stücken tun. Die Leichtigkeit der Kompositionen und das Feeling im Arrangement lassen aber auch die eingängigeren Stücke im glänzenden Licht erscheinen. Auch der Frauengesang hatte auf der ersten Scheibe etwas mehr Gewicht. Trotzdem: Ich denke, "I Move" ist ein würdiger Nachfolger zu "Sliver Of A Sun" und sollte sich prompt neben diesem in euer CD Regal einreihen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.7.2003
Letzte Änderung: 17.1.2004
Wertung: 13/15
Drumloops und E-Drums lassen dich "moven"

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 3 von 3)


Nach dem vielen Positiven, das ich über diese Band gehört hatte, habe ich im Rahmen der Freakshow 2004 zugeschlagen und mir dieses Album der Amerikaner besorgt.

Eine gute Wahl... aber ich muss vorausschicken: Für konservative Progheads ist dieses Album nun wahrlich nichts, es sei denn, sie möchten mit aller Gewalt mal ein Stück des "Modern Prog" antesten.

Wie meine werten Vorschreiber schon konstatieren: Hier wird eine irrwitzige, respektlose, interessante und kaum in Worte zu fassende Mischung aus AOR-lastigem (Hard) Rock, symphonischem Material, Anleihen an klassische Prog-Klänge bis hin zu fast neoproggigem, ja manchmal sogar schlagerlastigem Material geboten. Besonders die ersten sechs Tracks bieten alles aus dieser Mischung... und es funktioniert! Heraus kommt eines der besten Prog-Rock-Groove-Spass-Alben, das ich in den letzten Jahren kennengelernt habe.

Interessante Parallele zu Thorsten: Mir ging's ähnlich... nachdem ersten Durchlauf habe ich mir gesagt: Und das soll nun das "kommende Dingen in Sachen Prog" sein? Neee, aber dann ist der Instrumentaltrack "Star Evil Gnoma Su" ( = Rats Live Among Us??? Kleines Scherzle, wie? har, har) in meinen Ohren förmlich explodiert... geile Keys, tolle Gitarre und vor allem Wahnsinns-Drumarbeit, die perfekte Verbindung von akustischem und elektronischem Drumming. Als nächster Track zündete dann "Coming Like Light" und schliesslich so ziemlich das Album.... Trotzdem finde ich die eher instrumentalen Sachen einen Tacken besser als die gesungenen Beiträge. Und die Vergleiche zu den "Bärten"? Vergesst es, IZZ sind um einiges besser (und eigentlich auch ganz anders, finde ich), auch wenn der Sänger vielleicht hin und wieder ein ähnliches Timbre wie Neal Morse aufweist.

Was die Kollegen noch nicht angesprochen haben: Mich begeistern vor allem die immer wieder eingestreuten Keyboard- / Synthesizer-Leads. Diese Tastendominanz in ihrer jaulenden, manchmal bis hin zur Quietschigkeit (leichte Neoprog-Anleihen, aber irgendwie passend), Präsenz, habe ich schon lange nicht mehr so mitreissend gehört. Manches klingt wie eine Hommage an den seligen Keith Emerson (in seinen guten Zeiten).

Da können auch kurze Ausflüge ins Schnulzen-Fach (z.B. "I Already Know") und gelegentliches Gitarren-Geschrammel nichts trüben: Ein echtes Klasse-Album, das nun wirklich eine Runde nach der anderen in meinem CD-Player dreht. Highly Recommended!

Anspieltipp(s): I Move, Star Evil Gnoma Su, Knight Of Nights
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.7.2004
Letzte Änderung: 3.7.2004
Wertung: 12/15
Bin versucht eine "13" zugeben, aber in der Hoffnung, dass das nächste Album noch besser wird, ziehe ich mal die "12"

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von IZZ

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Sliver of a Sun 11.33 3
2004 ampersand volume 1 10.00 1
2005 My River Flows 11.25 4
2007 Live at NEARfest 10.00 1
2009 The Darkened Room 11.67 3
2011 IZZ LiVE 8.00 1
2012 Crush of Night 12.00 1
2015 Everlasting Instant 10.00 2
2016 Ampersand Vol. 2 9.00 1

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