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Demetrio Stratos

Cantare la voce

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1978 (Neuveröffentlichung offenbar für 2002 geplant)
Besonderheiten/Stil: sonstiges
Label: Cramps
Durchschnittswertung: 15/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Demetrio Stratos Stimme

Tracklist

Disc 1
1. Investigazioni (diplofonie e triplofonie) 14:41
2. Passagi 1,2 5:16
3. Criptomelodie infantili 6:23
4. Flautofonie ed altro 6:17
5. Le sirene 6:19
Gesamtlaufzeit38:56


Rezensionen


Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 1 von 2)


Diese Platte des griechischen Sängers Demetrio Stratos, bekannt vor allem durch seine Arbeit mit der italienischen Jazzrock-Band Area, wurde 1978, ein Jahr vor Stratos´ Tod veröffentlicht (bitte die Angaben auf der Künstler-Infoseite nicht übersehen). Das Album enthält fünf Stücke für menschliche Stimme, die weder etwas mit Rock, noch mit Jazz zu tun haben. Eingeflossen in diese radikalen Stimmexperimente sind vielmehr Stratos´ eigene Erfahrungen und seine Kreativität als Sänger und Erforscher der menschlichen Stimme, daneben aber auch die im Jahr 1977 von ihm neu erworbenen Kenntnisse im Bereich des Obertonsingens und sein generelles Interesse an der orientalischen Musikkultur.

Es ist schlechterdings unmöglich, die Klänge auf dieser Platte in Worte zu fassen. Was die menschliche Stimme hergibt, ist hier zu hören - und einiges mehr. Neben Röcheln, Krächzen, Grunzen, Sprachfetzen, Knack- und Plopplauten gibt es langgezogene, helle, mit schrillen Trillern versehene Passagen, aber auch flöten- oder krummhornartige Sequenzen, die eher nach einem überblasenen Instrument als nach einem menschlichen Kehlkopf klingen. Spektakulär in dieser Hinsicht ist insbesondere Track 4 "Flaustofonie ed altro", der übrigens auch durchaus melodiös "schön" ist, soweit man darunter nicht Schönheit im Sinne der Popindustrie versteht.

Diese Platte entzieht sich im Grunde einer Punktbewertung, aber sie ist so außergewöhnlich, daß ich dafür ohne zu zögern die Höchstnote vergebe. Nicht zuletzt deshalb, weil ich sie bei aller Radikalität auch als sehr unterhaltsam empfinde.

Anspieltipp(s): Flaustofonie ed altro
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.7.2002
Letzte Änderung: 18.9.2006
Wertung: 15/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Ich beginne meine Rezension mit der sonst bisweilen an den Schluss einer Besprechung geklebten Warnung: "zuerst mal reinhören". Die 15 Punkte meines geschätzten Kollegen könnten beim Käufer sonst für einige Verwirrung sorgen.

Denn das was uns Demetrio Stratos hier in knapp 40 Minuten kredenzt ist wohl unterhaltsam, mit Sicherheit auch radikal. Es ist aber zudem so was von aussergewöhnlich, schräg, unkonventionell, seinesgleichen suchend, unvergleichlich, beinahe unhörbar, verstörend, fordernd, an den Nerven zerrend und manchmal beinahe nervend. "Cantare la Voce" ist Stimmakrobatik. Was Kehlkopf, Lunge, Mundhöhle und Lippen an Tönen zu erzeugen in der Lage sind; Demetrio Stratos "singt" es uns in 5 "Liedern" vor.

In "Investigazioni" singt sich der Künstler ein. Viel mehr als einatmen und langgezogene Töne gibt es nicht. In "Passagi 1,2" wird gegrunzt, geschnarcht, gequiekt und beinahe tonlos gekreischt. Musik würde ich das nicht nennen.

"Criptomelodie Infantili" ist mein Highlight des Albums. "Ohh Nore Nore Nore No Le ZACK le B`eck Hammm". Unbeschreiblich!

"Flautofonie ed altro" ist tatsächlich das melodiöseste und schönste Stück der Platte. Darunter sollte man sich aber nichts vorstellen, was man sonst gemeinhin als schön bezeichnet.

Ich finde "Cantare la Voce" ein einmaliges Album. Stratos beweist eine unglaubliche Musikalität und ich habe noch nie jemanden mit seiner Stimme derartiges anstellen gehört.

Für mich entzieht sich diese Platte tatsächlich einer Bewertung, weshalb ich auch darauf verzichte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: unvergleichlich
Veröffentlicht am: 19.4.2009
Letzte Änderung: 20.4.2009
Wertung: keine

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Demetrio Stratos

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 Metrodora 11.00 1
1980 Recitarcantando 11.00 1

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