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Profuna Ocean

In Vacuum

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: New Artrock; Progmetal
Label: Freia Music
Durchschnittswertung: 10.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Fred den Hartog Drums
Raoul Potters Vocals, Guitars
Arjan Visser Bass Guitar
Rene Visser Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Thousand Yard Stare 7:29
2. Awakening 4:54
3. Hanging In The Balance 13:30
4. Losing Ground 8:00
5. Ghost 5:09
6. Beautiful Sunrise 10:37
7. In Vacuum 1:11
8. Clean Slate 11:42
Gesamtlaufzeit62:32


Rezensionen


Von: Harald Schmidt @ (Rezension 1 von 3)


Dem Progger fällt vom spitzen Kopf der Hut, die Stachelschweine fallen von den Bäumen! Leicht abgewandelt vom Original – genau wie der Sound dieses niederländischen Quartetts. Profuna Ocean spielen eine moderne und kraftvolle Variante des Progressive Rock, die sich ebenso stark wie gekonnt an den späten Porcupine Tree orientiert. Zudem spannt man den Bogen weiter bis zu klanglich verwandten Bands wie Anathema oder Pineapple Thief und auch moderate Progressive Metal-Klänge lassen sich vernehmen.

Seit der Gründung 2008 waren die Niederländer u.a mit Focus und Knight Area auf der Bühne und bekamen schon von Rick Wakeman persönlich Airplay in dessen Radioshow. In Vacuum ist nach der EP Watching The Closing Sky der erste und rundherum gelungene Longplayer: Die Band spielt sehr tight und kraftvoll auf, die Produktion ist sauber und in fast allen Tracks gelingt es der Band einen guten Spannungsbogen aufzubauen, der auch die längeren Stücke trägt. In den kürzeren Stücken überzeugt man durch klare Strukturen und kraftvolle Rocker oder gediegene Balladen.

Natürlich dominiert bei dieser Spielart des Prog die E-Gitarre, während die Keyboards kaum solistisch auffallen, sondern sich recht songdienlich, flächig und harmonisierend einbringen und somit für Klangvolumen und –farben sorgen. Erwähnenswert ist aber das Drumming, das je nach Situation songdienlich und treibend agiert und besonders schöne Patterns einbringt, welche dann die eher atmosphärischen Abschnitte geschmackvoll aufwerten. Die rockige und stellenweise harte Ausrichtung bekommt dem Gesamtsound sehr gut, wobei die prog-metallischen Ausflüge wohl dosiert und eher am Prog als am Metal orientiert sind. High-Speed-Gedudel und bretthartes Geschrubbe wird man hier also nicht finden.

Fans der oben erwähnten Bands können hier den Blindkauf wagen, denn auch der Gesang geht gut in Ordnung und insbesondere Porcupine-Tree-Fans entdecken mit Profuna Ocean eine Band, die viele Sehnsüchte stillen kann, das macht richtig Spaß!

Anspieltipp(s): Hanging In The Balance
Vergleichbar mit: Porcupine Tree, Anathema, Pineapple Thief
Veröffentlicht am: 27.2.2016
Letzte Änderung: 27.2.2016
Wertung: 11/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 3)


Profuna Ocean spielen zeitgemäßen Progressive Rock, der exakt im Fahrwasser von Bands wie Porcupine Tree oder The Pineapple Thief mitschwimmt. Das zweite Album „In Vacuum“ bringt die Band, die im Jahr 2013 den Preis als beste Progressive Rock Band der Niederlande gewann (Dutch Exposure Projekt), exakt in den Mainstream des Progressive Rock.

Die Band macht ihre Sache gut. Die Musik ist rockig, zeitweise auch mal etwas härter, immer aber gefällig und geradlinig. Der Gesang tönt angenehm und weich aus den Boxen, die Gitarre soliert hier und da brillant, das Schlagzeug wirkt im Gesamtsound gut abgestimmt und druckvoll. Die Songs sind gut arrangiert und songdienlich ausgearbeitet, sprich, es bleibt auch in Instrumentalteilen der rote Faden erhalten. Stärken spielt man dann aus, wenn man mehr auf Gefühl setzt, wie z.B. in der Ballade „Ghost“. Der Gesang kommt hier in den Strophen besonders emotional und tragend zur Geltung.

Was man der Band vorwerfen muss ist, dass man die Nähe zu ihren Vorbildern mit dem zeitweisen Verlust von Eigenständigkeit erkauft. Auch hier sei exemplarisch die Ballade „Ghost“ genannt, die besonders im Refrain auf jedem Porcupine Tree Album Platz gefunden hätte und dann auch vom Arrangement und gesanglich an den Wilson erinnert.

Dem Hörer dieser Spielart wird es egal sein, denn da von Porcupine Tree eh im Moment nichts neues zu erwarten ist, kann man sich ja mit dieser niederländischen Formation trösten. Insgesamt füllt „In Vacuum“ diese Lücke meiner Ansicht nach aber nicht vollends auf. Etwas mehr Mut zur Eigenständigkeit oder gar die Entwicklung eigener „Sounds“ und Trademarks wären durchaus wünschenswert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.3.2016
Letzte Änderung: 28.3.2016
Wertung: 9/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 3 von 3)


Unbestreitbar klingen Profuna Ocean nach Porcupine Tree, Pineapple Thief, Subsignal und den 25 Yeard Screamer. Ich höre sogar hin und wieder Pink Floyd. So wie sie die Stärken der verschiedenen Bands miteinander verweben ist das auch nicht die schlechteste Idee der Holländer gewesen. „In Vacuum“ besticht zu jedem Moment durch seine Fähigkeit, eingängige Harmoniestrukturen zu einem hoch-elektrisierenden, ja manchmal sogar extrem sinfonischen Ganzen, zusammen zu fügen. Gut zu entdecken in HANGING IN THE BALANCE. Das klingt nach einem Mix aller genannten Bands, doch im Endeffekt sind es nur ein paar junge Burschen, die ihre Vorbilder kompositorisch hinter sich lassen ohne sie zu einfach nur zu kopieren.

Natürlich kommt die Musik jederzeit nachvollziehbar, teils vorhersehbar aus den Boxen, und das meist mit einem stramm nach vorn treibenden Rhythmus, hymnischen Orgeln und riffenden Gitarren. Das reicht bis zum angedeuteten Metal, doch es bleibt jederzeit in durchaus hörbarem Rahmen. Großer Pluspunkt sind die unterstützenden Gesangsharmonien. Raoul Potters wird als Leadsänger wunderbar komplettiert.

Glanzpunkte vermögen sie auch in den ruhigeren Momenten, wie im balladesken GHOST zu setzen. Dazu passt eine tadellose und moderne Produktion, die angenehm natürlich und warm tönt. Keine unnötige Hektik im Klang, das ist heutzutage leider schon erwähnenswert.

Für Fans aller erwähnten Bands ist diese CD mindestens ein Antesten wert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: siehe im Text
Veröffentlicht am: 26.2.2018
Letzte Änderung: 26.2.2018
Wertung: 11/15
im Bereich des niveauvoll-melodischen Prog ein Topact

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Profuna Ocean

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Watching The Closing Sky 9.00 1

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