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Brian Pern

The Life of Rock with Brian Pern

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016 (3 DVDs)
Besonderheiten/Stil: DVD; Dokumentation
Label: BBC Comedy
Durchschnittswertung: 14/15 (1 Rezension)

Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Brian Pern.

Brian Pern!

Was soll man über Brian Pern noch sagen, was nicht schon tausendmal gesagt wurde. Leadsänger von Thotch! Miterfinder des Progressive Rock! "Spirit Level"! Impresario, Erfinder der Weltmusik, Humanist, Tierschützer.

Brian Pern.

Na, für die jungen unter Euch ein paar dürre Worte zu seiner außergewöhnlichen Karriere: Brian Pern war der Leadsänger der britischen Urgesteine Thotch, die Ende der Sechziger/Anfang der Siebziger den Progressive Rock erfunden haben. Auftritte in Maskerade, Alben wie "Onion Divorce", Longtracks über Raupen und Songs wie "In dulci Yuletide" oder "Black Christmas" sind legendär und veränderten die Rockmusik für alle Zeiten.

1977 verließ Pern Thotch, um Solo zu gehen. Die Band veröffentlichte ohne ihn zahlreiche sehr erfolgreiche Alben, beginnend mit "And then there were Four", Pern wiederum veränderte währenddessen die Rockmusik für alle Zeiten mit Alben wie "Digital Dance Floor" und "Spirit Level", dessen Titelsong heute jedes Kind kennt. Doch wie gesagt, Pern ist nicht nur Rockmusiker, er nahm mit der Opernsängerin Maria Domingos das Album "Winter in Winnipeg" auf, mit dem Theme Song für die Winterolympiade dort, er entdeckte die mexikanische Vokalakrobatin Pepita Sanchez und er erfand im Alleingang die Weltmusik: Es war seine Band, in der zum ersten Mal Schwarze als Backgroudsänger auftraten.

Daneben ist Pern bekanntlich als Humanist und Tierschützer äußerst engagiert, Aufsehen erregten etwa seine Tourneen durch afrikanische Schulen oder seine Einsätze für bipolare Polarbären und durch Handystrahlen desorientierte Motten.

Als Pern sein vierzig Jahre lang verschollenes Album "Day of the Triffids" am Gipfel des Kilimandscharos zur Aufführung brachte, machte das weltweit Schlagzeilen. Noch größer war allerdings die Nachricht, dass Thotch sich in Originalbesetzung wiedervereinigen würden. Das schickte seismischen Wellen um den gesamten Erdball.

Die BBC hat sich nicht lumpen lassen und eine nicht weniger als zehn Teile auf drei DVDs umfassende Dokumentation über Brian Pern gedreht. Der preisgekrönte Filmemacher Rhys Thomas ("Freddie Mercury: The Great Pretender") durfte Pern dafür auf Schritt und Tritt folgen, und ermöglicht uns intime Einblicke in Leben und Schaffen des Ausnahmekünstlers. Dazu äußern sich langjährige musikalische Wegbegleiter wie Roger Taylor, Jools Holland, Rick Wakeman, Rick Parfitt, Chrissie Hynde, Tim Rice, Billy Bragg, Roy Wood, Paul Young, Mark King, Noddy Holder, Martin Kemp, Melanie Chisholm, Chas Hodges und Dave Peacock, sowie weitere Persönlichkeiten aus Film, Fernsehen und Radio wie Roger Moore, David Arnold, David Baddiel, Noel Edmonds, Miranda Sawyer, John Humphrys, Dan Cruickshank, Mike Read, Jack Whitehall, Kathy Burke, Alan Yentob, Paul Gambaccini, Tony Blackburn, Simon McCoy, Annie Nightingale, Dermot O'Leary, Kirsty Young und Ian Wright. Zum Schreien sind die Auftritte von Martin Freeman, der Perns Autobiografie einliest.

Oh, und ein gewisser Peter Gabriel ist zu sehen, ein ziemlich sinistrer Charakter, dessen Rolle im Leben Perns äußerst dubios bleibt.

Die - um es gleich vorweg zu sagen - großartige, nicht weniger als zehn Teile auf drei DVDs umfassende Dokumentation ermöglicht uns intime Einblicke in Leben und Schaffen des Ausnahmekünstlers. Wir sind hautnah dabei, wenn sich Pern, Pat Quid und Tony Pebblé nach 40 Jahren endlich zusammenraufen und Thotch wiedervereinigen, und wir bekommen tiefe Einblicke in die Arbeit des Managers John Farrow. Wer noch nicht alles über Brian Pern weiß, der wird es hier spätestens erfahren. Die BBC hat sich in Sachen Doku mal wieder selbst übertroffen. Großartig.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: The Rutles
Veröffentlicht am: 30.6.2016
Letzte Änderung: 29.6.2016
Wertung: 14/15
Urkomische Prog-Satire auf gewohnt hohem BBC-Niveau - und näher an der Realität, als mancher Rockfan glauben mag...

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