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David Gilmour

Rattle that Lock

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Rock / Pop / Mainstream
Label: Columbia Records
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

David Gilmour vocals, guitars, keyboards, electric piano,hammond organ, piano, bass, bass harmonica

Gastmusiker

Zbigniew Preisner orchestration
Steve DiStanislao drums, percussion, vocals,
Guy Pratt bass
Phil Manzanera hammond organ, keyboard elements, acoustic guitar
Danny Cummings percussion
Mica Paris vocals
Louise Marshall vocals
Eira Owen french horn
Damon Iddins accordion, calliope keyboard
David Crosby vocals
Graham Nash vocals
Yaron Stavi double bass
Roger Eno piano
Andy Newmark drums
Gabriel Gilmour piano
Jools Holland piano
Rado Klose guitar
Chris Laurence double bass
John Parricelli guitar
Colin Stetson saxophone
Robert Wyatt cornet
Jon Carin electric piano
Mike Row electric piano
Polly Samson vocals

Tracklist

Disc 1
1. 5 A.M. 3.04
2. Rattle that Lock 4.55
3. Faces of stone 5.32
4. A boat lies waiting 4.34
5. Dancing right in front of me 6.11
6. In any tongue 6.46
7. Beauty 4.28
8. The girl in the yellow dress 5.25
9. Today 5.55
10. And then..... 4.29
Gesamtlaufzeit51:19


Rezensionen


Von: Marc Colling @ (Rezension 1 von 2)


Durch sein Gitarrenspiel erinnert David Gilmour's Musik unweigerlich an Pink Floyd. Trotzdem sollte man seine Soloalben nicht mit deren Projekten vergleichen. Seine gefälligen Kompositionen tendieren doch eher in die Richtung relativ leicht zugänglich und keinesfalls aufdringlich. Und werden dabei meist mit dezentem Klavierspiel oder großflächigen Synthies sanft unterlegt.

Auf dem Vorgängeralbum On an Island beherzigte er das so sehr, dass die Musik auf Dauer langweilig klang. Hier jedoch umschifft er diese Langeweile mit auch mal lebendigeren Songs. Manchmal nur haarscharf, aber immerhin. Doch auch die langsamen Songs besitzen insgesamt mehr Struktur und lösen den gefürchteten Gähneffekt nicht aus.

Fangen wir mal mit negativer Kritik an. Wie viele Hörer bereits bemerkt haben, finde auch ich das Ausblenden der Songs am Schluss einfach unangebracht. Kann ich weder verstehen noch akzeptieren und lässt mich bei einigen Songs ratlos und enttäuscht zurück. Hier haben David Gilmour und Phil Manzanera als Produzenten versagt.

Wer Gilmour's Solokarriere verfolgt hat, wird nicht überrascht. Man hört einige rhythmischere Songs wie RATTLE THAT LOCK mit seinem fast poppigen Laid Back Feeling, DANCING RIGHT IN FRONT ME mit seinem perlenden Klavier, seiner nur leicht gezupften Gitarre, diesem dezent gespielten Bass und seinem unnachahmlichen Lounge-Gefühl oder TODAY mit seinem am Anfang wunderbar gesetzten Chorgesang und seiner Kirchenorgel und dem abrupten Wechsel zu Disco-ähnlichen Rhythmen aus den 80'ern.

Dem gegenüber stehen ruhige Songs wie der Opener 5 A.M die mit einer elegischen Gitarre verzaubert werden. Hätte gut auf "On an Island" gepasst. Leicht Chansonartig und fast wie ein langsamer Walzer erklimmt FACES OF STONE die höchsten Gipfel.

Das sehr intim wirkende A BOAT LIES WAITING gefällt, wird aber ebenfalls schlecht ausgeblendet. Der Höhepunkt folgt dann mit IN ANY TONGUE, weil Gilmour dort ein unglaublich gutes Solo spielt. Klingt so vertraut und dennoch völlig geil.

Wie PF in ihren besten Zeiten kommt dann BEAUTY instrumental und vollgepackt mit guten Ideen daher. Der wohl umstrittenste Song auf der CD dürfte THE GIRL IN THE YELLOW DRESS mit seinem lasziv-erotischen Rhythmus und seinem 30'er Jahre-Charme sein. Gilmour zeigt hier ein ganz neues Gesicht.

Als Abschluss noch einmal ein instrumental gespielter Song namens AND THEN....Das ist unleugbar Pink Floyd wie zu ihren besten Zeiten. Sauber gespielt, gefühlvoller Prog der so lieblich wie ein kühler Bach an einem heißen Sommertag erklingt.

Gilmour bedient seine Fans maßgerecht, geht kein großes Risiko ein und bleibt bei seinen Leisten. Er muss ja auch niemandem mehr etwas beweisen. Das Album gefällt, klingt nach Vertrautem und ist wie ein alter Freund den man wieder trifft. Durch das teilweise sehr unangenehme Ausblenden ziehe ich aber 1 Punkt ab, das stört mich doch teilweise schon sehr.

Anspieltipp(s): In any tongue
Vergleichbar mit: Pink Floyd
Veröffentlicht am: 14.8.2016
Letzte Änderung: 13.11.2017
Wertung: 9/15
reifes Werk ohne Höhen und Tiefen

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 2 von 2)


„Rattle That Lock“ heißt das vierte Solo-Album des Ex-"Pink Floyd"-Gitarristen David Gilmour. Es erschien am 18. September 2015 und wurde auf dem Plattenlabel Columbia Records veröffentlicht. Auf „Rattle That Lock“ hört man an vielen Stellen unverwechselbar David Gilmour heraus, gerade der Klang seiner Gitarre lässt hier kaum Möglichkeiten der Verwechslung zu. Dazu diese Stimme, absolut keine Verwechslung mehr möglich. Speziell klingen dabei die Instrumentallieder und Instrumentalpassagen wie kleine Reminiszenzen an längst vergangene Tage.

Leider stellt man beim Hören der Scheibe allerdings auch schnell fest, dass David Gilmour gerade in der Verbindung zu Roger Waters, vielleicht auch noch in Kooperation mit Rick Wright zusammen, in der Lage war, geniale Musik schreiben. Auf „Rattle That Lock“ ist das leider immer nur ansatzweise zu hören. Das soll nicht bedeuten, dass die Lieder auf dem Album schlecht klingen oder gar nicht unterhalten. Doch im Grunde genommen ist das, was David Gilmour hier seinen Hörerinnen und Hörern vorsetzt, oftmals ziemlich austauschbarer Pop-Rock geworden, der nur an ganz wenigen Stellen aufhorchen lässt.

Drei Instrumentalstücke gibt es auf „Rattle That Lock“. Zu zwei der weiteren Titel schrieb David Gilmour selbst den Text. Die restlichen Liedertexte steuerte Polly Samson bei, Journalistin, Autorin und gleichzeitig auch die Ehefrau von David Gilmour. Gabriel Gilmour, David Gilmours Sohn, hat auf „Rattle That Lock“ übrigens ebenfalls einen Auftritt, er spielt das Piano auf dem Stück „In Any Tongue“. Auch "Roxy Music"-Keyboarder und -Gitarrist Phil Manzanera war beim Einspielen der Titel beteiligt und schließlich sind Graham Nash sowie David Crosby beim Stück „A Boat Lies Waiting“ im Hintergrund zu hören. Doch trotz all dieser Beteiligung, weder textlich noch musikalisch kann die Scheibe vollends überzeugen. Fängt alles noch ganz interessant mit der Instrumentalnummer „5 A.M.“ an, so klingt das bei dem Titellied „Rattle That Lock“ schon anders. Die Nummer basiert auf dem SNCF-Jingle, der Erkennungsmelodie der französischen Eisenbahn. Nicht weiter schlimm, doch das Lied klingt eben poppig bis rockig, nur dieser Gitarrensound möchte uns hier noch etwas anderes verkaufen. Das folgende Stück „Faces Of Stone“ stellt für mich den Höhepunkt der Scheibe dar. Sehr bedächtig mit sanften Pianoklängen beginnend, im weiteren Verlauf folkiger werdend und schließlich werden sogar Themen aufgegriffen, die an Zirkusmusik erinnern. Hier klingt David Gilmour spannend, sehr abwechslungsreich und überaus eingängig – auch wenn dieser Titel gerade so gar nichts mit der Musik von Pink Floyd zu tun hat.

Leider war es das dann auch bereits mit den Höhepunkten. Die Platte plätschert vor sich hin, ohne dabei jedoch wirklich schlecht zu klingen. Überzeugend ist das allerdings auch nicht, eher austauschbar. Pop-Rock, Mainstream oder wie auch immer man das nennen möchte. Eine Ausnahme stellt noch die Nummer „The Girl In The Yellow Dress“ dar. Jetzt klingt David Gilmour leicht jazzig swingend. Da haben wir die Abwechslung, das Auffällige. Aber musste das wirklich sein? Nun, Herr Gilmour hat es wahrlich schwer, kann es nur wenigen Recht machen. Ansonsten wird an der ein oder anderen Stelle von ihm nochmals an die eigene musikalische Vergangenheit erinnert. „A Boat Lies Waiting“, klingt das Lied nicht sehr ähnlich wie „Us And Them“? Die Lieder hinterlassen einfach kaum Spuren mehr, setzen sich nicht mehr fest, klingen aus oder werden zumeist ausgeblendet. Aus vorbei.

Fazit: Es ist meiner Meinung nach überhaupt nicht schlimm, wenn sich Musikerinnen und Musiker selbst zitieren, denn sie stehen zumeist für eine ganz spezielle, eigene Art der Musik, wenn sie denn nicht rein im Mainstream verwurzelt sind. Man kann das nicht nur als Wiederholung, sondern durchaus auch als Ausweitung der Musik auffassen. David Gilmour zitiert sich auf „Rattle That Lock“ zwar ebenfalls selbst, bleibt dabei jedoch irgendwie hängen, stecken, endet schließlich im Mainstream des poppigen Rocks. Das Album ist damit auch immer noch keine schlechte Scheibe, jedoch auch nicht mehr als Durchschnitt.

Anspieltipp(s): 5 A.M., Faces Of Stone
Vergleichbar mit: ...anderen David Gilmour Solo-Alben.
Veröffentlicht am: 5.1.2018
Letzte Änderung: 5.1.2018
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von David Gilmour

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1978 David Gilmour 7.00 3
1984 About Face 6.50 2
2006 On an Island 9.00 2
2008 Live in Gdansk 11.00 1
2017 Live at Pompeii (DVD) 12.00 1

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