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Leitfaden: NeoProg der 90er Jahre
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24723 Rezensionen zu 16922 Alben von 6590 Bands.
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Jadis

More Than Meets The Eye (Special Edition)

(Siehe auch: Leitfaden "NeoProg der 90er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1992 (Wiederveröffentlichung von Inside/Out 2005)
Besonderheiten/Stil: HardRock; Neoprog
Label: Inside/Out
Durchschnittswertung: 11.25/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Gary Chandler guitars and vocals
Stephen Christey drums
Martin Orford keyboards,backing vocals and flute
John Jowitt bass

Gastmusiker

Trevor Dawkins Bass on CD 2 (12)
Mark Ridout Drums on CD 2 (12)
Trevor Dawkins Bass on CD 2
Pete Salmon Keyboards on CD 2
Paul Alwin Drums on CD 2 (5, 6, 7, 8)
Mark Law Drums on CD 2
Les Marshal Guitar on CD 2 (12)

Tracklist

Disc 1
1. Sleepwalk 7:45
2. Hiding In The Corner 4:18
3. G. 13 5:43
4. Wonderful World 8:19
5. More Than Meets The Eye 4:52
6. The Beginning And The End 6:12
7. Holding Your Breath 9:44
Gesamtlaufzeit46:53
Disc 2
1. This changing face   (the Rothery demos 87) 4.09
2. Follow me to salzburg   (the Rothery demos 87) 4.23
3. Scratching the surface   (the Rothery demos 87) 3.14
4. Taking your time   (the Rothery demos 87) 4.39
5. G.13   (the Rothery demos 87) 5.40
6. Out of reach   (the Rothery demos 87) 4.03
7. Don't keep me waiting   (the Rothery demos 87) 3.15
8. In the dark   (the Rothery demos 87) 3.58
9. Lost for words   ('86 Version) 3.55
10. This changing face   ('86 Version) 4.15
11. Baboon enquiries - one   (Demo) 0.42
12. The beginning and the end   (Demo) 4.56
13. Baboon enquiries - two   (Demo) 1.08
Gesamtlaufzeit48:17


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @ (Rezension 1 von 4)


Die Wurzeln von Jadis gehen bis 1980 zurück, als Gary Chandler und Mike Holmes (IQ) zusammen mit Nick May (b) die Schulband "Saruman Grass" gründeten. Später spielten unter anderem Les Marshall und Mark Ridout (ex-IQ) mit. In den 80er Jahren war Jadis als Support-act mit IQ auf Tournee. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Martin Orford und John Jowitt mit von der Partie waren, als 1992 das erste Album eingespielt wurde. Eine Mischung aus Camel, It bites und IQ. Bis heute ist diese Platte die mit Abstand beste der Band.

Das erste Stück beinhaltet bereits alle Attribute, welche die Musik von Jadis auszeichnen : eingängige Melodien und ein charakteristisches Gitarrenspiel. Die nächsten beiden Tracks sind eher durchschnittlich, dann folgt das starke "Wonderful world", welches in das Titelstück des Albums überleitet. Ein etwas melancholisches, von Flöte und ruhigen Gitarrentönen dominiertes Oeuvre, welches man zum Sonnenuntergang hören könnte.

"The beginning and the end" ist dann das meiner Meinung nach beste Stück der Platte. Chandlers Gitarre strahlt hier in vollem Glanze, das Ende ist perfekt. Dreiklänge in verschiedenen Tempi, unterbrochen von einem kurzen Keyboard-Interlude, tragen zum erlösenden Schlussakkord.

Das letzte Stück hat nochmal viel Atmosphäre und rundet den guten Gesamteindruck ab.

Anspieltipp(s): Wonderful world, More than meets the eye,The beginning and the end
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.8.2002
Letzte Änderung: 2.5.2015
Wertung: 11/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 4)


CD 1 entspricht dem Original mit etwas verbessertem Klang.

zur Bonus-CD:

"This Changing Face" unterscheidet sich von der späteren Version dadurch, dass der Klang etwas schlanker, Gitarren und Keyboard dezenter abgemischt sind.

"Follow Me To Salzburg" wartet mit etwas anderen, "flötigeren" Keyboardsounds auf, die ebenfalls dezenter wirken als in der späteren Once upon a time...-Version, der Gesamtsound ist ebenfalls schlanker. Dafür gibt`s ein neues "altes" Gitarrensolo und mächtigere Toms.

Mit "Scratching The Surface" folgt ein erster wirklich neuer Titel, den es bisher nirgends zu hören gab. Zu Recht! Ein stimmungs- und liebloses Gedudel.

"Taking Your Time" ist ebenfalls etwas schlanker abgemischt, als auf Once or twice. Ist aber auf jeden Fall interessant, die Entwicklung als dieser Stücke von ihrer Rohfassung bis zur finalen Version auf Medium Rare zu verfolgen.

"G.13" unterscheidet sich von seinem Zwilling durch teilweise fettere, teilweise futuristischere Keyboards, später mehrlagige Gitarrenlinien, gesamthaft aber doch wieder durch einen schlankeren Sound. Dieser ist übrigens stets glasklar und sauber.

"Out Of Reach" ist der zweite neue Titel. Und auch dieser ist keine Offenbarung. Ein Stück, auf das man ebenfalls verzichten kann.

"Don`t Keep Me Waiting", ebenfalls neu, ebenfalls unnötig.

"In The Dark" stammt von Once or twice, hat durch ein etwas anderes Bassspiel und frickeligere keyboards mehr drive als die spätere Version, sonst aber sehr ähnlich.

"Lost For Words", ebenfalls neu, ebenfall unnötig.

Wenn man sich die ganze Bonus-CD in einem durchhört, macht sich schon so etwas wie MTMTE-Übersättigung bemerkbar. Viele der Tracks klingen sehr ähnlich, vor alles das "Neue" Material kann nicht überzeugen und wurde auf den EP`s und Medium Rare zurecht nicht verwendet.

Track 10 ist eine weitere, noch schlankere Version von "This Changing Face".

Zum Abschluss gibt`s noch die Akustik-Gitarren/MickyMaus-Spielerei "Baboon Inquiries", unterbrochen vom wohl ältesten je auf einen Tonträger gebannte Jadisoeuvre "The Beginning And The End". Aufgenommen mit einem 4-Spur-Tascam-Recorder im Schlafzimmer eines Jadis-Bandmitglieds. So klingt es denn auch.

Braucht man diese Special-Edition? Jein. Auf Medium Rare findet sich das meiste auch und die wenigen neuen Stücke sind verzichtbar. Allerdings ist diese Special-Edition wohl die einzige jetzt erhältliche Version von More Than Meets The Eye, daher stellt sich die Frage nicht. Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass man auf die Special-Edition verzichten kann, wenn man das 92er-Original besitzt.

Von mir daher die gleiche Bewertung.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.5.2005
Letzte Änderung: 2.5.2015
Wertung: 11/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 3 von 4)


1984 veröffentlichte die Band Jadis (die auf Plakaten auch schon mal als „Gadis“ angekündigt wurden) das rund 40minütige Demotape „Baboon Enquiries“, bis 1988 folgten mehrere Tapes mit je zwei Songs, die jedoch den Großen der Szene nicht das Wasser reichen konnten. Zu gradlinig, zu unspektakulär war die musikalische Ausrichtung. Auch ein im Marquee-Club aufgenommenes VHS-Video gehört zum Output der ersten Inkarnation der Band.

Keyboarder Pete Salmon war bzw. ist der (wenn mich meine Erinnerung nicht im Stich lässt) Schwager von Steve Rothery, der die vier angesprochen 2-Track-Demos produzierte. Nachdem sich die Band 1989 auflösten, wurden die acht Tracks der Demos als Vinyl-LP neu aufgelegt. Die nummerierten LPs kamen in einem Low Budget-schwarz/weiß-Cover im seinerzeit gewohnt spartanischem Jadis-Stil. Jadis#1 waren Geschichte.

Jadis#2 präsentierten 1990 mit IQ-Keyboarder Martin Orford einen prominenten Neuzugang (IQ-Bassist John Jowitt folgte...). Sowohl Jadis als auch IQ stammen aus der südenglischen Hafenstadt Southampton, was auch in der Vergangenheit schon zu personellen Überschneidungen führte.

1992 war es soweit, Jadis veröffentlichten mit „More Than Meets The Eye“ ihre erste professionelle CD. Nicht nur personell, auch musikalisch präsentierte sich die Band runderneuert. Die Arrangements waren nun deutlich verspielter und komplexer, der Sound symphonisch, bombastisch geradezu. Sympathisch ist, dass die ausgewählten Songs bis weit in die Vergangenheit zurückreichen: „G.13“ war bereits der Klassiker der ersten Formation, „The Beginning & the End“ stammt gar von „Baboon Enquiries“, klar die Songs wurden neu arrangiert und fügen sich nahtlos in den neuen Sound ein. Ein Sound, der auch heute noch passt und den „Spaß-Prog“ begründete.

Einzelne Songs herauszupicken ergibt wenig Sinn. Stets gibt es abwechslungsreiche, kraftvolle Musik, die durch bewundernswerte Soloeinlagen von Orford und Chandler veredelt werden. Überhaupt Gary Chandler. Er ist der Kopf des Quartetts und spielt nicht nur eine markante Gitarre, sondern verfügt auch über eine starke Stimme. Nicht immer selbstverständlich in unserem Lieblingsgenre. Ok, ein Stück will ich doch herauspicken: das finale „Holding Your Breath“. Rockinstrumentals sind mir meist ein Gräuel, doch Jadis gelingt es, in diesen 10 Minuten einen Spannungsbogen zu bauen und darunter wundervollste Melodien zu platzieren.

Wiederveröffentlicht wurde das Debütalbum 2005 mit den alten Demos auf einer Bonus-CD. Kaufen, hören: Sommer, Sonne, Prog!

Anspieltipp(s): Sleepwalk
Vergleichbar mit: It Bites, Menel-IQ
Veröffentlicht am: 11.2.2013
Letzte Änderung: 11.2.2013
Wertung: 12/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 4)


Letztes Jahr feierte MTMTE sein 25-jähriges Jubiläum. Ende 1991 aufgenommen und im Frühling 1992 released gehört das Album ohne Zweifel zu den Highlights des 90er-Jahre Neoprog. Anno 2001 veröffentlichte Jadis das Album Medium Rare, eine Sammlung alter Demo- und Live-Versionen sowie Material von zwei EPs.

Einige Jahre später legte man MTMTE, welches unterdessen als CD vergriffen war, als Special-Edition neu auf, diesmal ergänzt um eine Bonus-CD mit Raritäten. Die ersten 8 Stücke (the Rothery Demos 87) stammten von der auf 500 Stück limitierten Schallplatte "Jadis" aus dem Jahre 1989, von der die ersten 50 Exemplare von sämtlichen Bandmitgliedern und Steve Rothery handsigniert waren und die heute ein gesuchtes Sammlerstück ist. Dazu gesellten sich noch einige weitere Demos.

Ich glaube ich habe noch nie zu einem Album drei Rezensionen geschrieben; nun ist es mit More Than Meets The Eye - 25 soweit. Das schmucke Digipak enthält auf der ersten CD das Originalalbum im neuen Remix von Gary Chandler, auf der zweiten folgende Stücke:

1. G13 - acoustic version 2017
2. Wonderful World - acoustic version 2017
3. The Beginning And The End - live NL 1993
4. This Changing Face - live NL 1993

remastered fom "Medium Rare"

5. Follow Me To Salzburg
6. All In One Day
7. View From Above
8. This Changing Face - acoustic

Zur Musik verweise ich auf obige Besprechungen. Was lässt sich zu 25 sagen. Chandlers Remix klingt gut, was das Original aber auch schon tat. Die Keyboards scheinen etwas mehr in den Vordergrund gerückt zu sein und man meint Tasten-Sounds zu hören, die im Original verdeckt zu sein schienen. Insgesamt hat sich aber nicht allzu viel geändert.

Für die remasterten Titel von Medium Rare gilt im Prinzip dasselbe. Ein klein wenig andere Gewichtung der Instrumente, sonst ähnlich.

Bleiben die beiden Live-Aufnahmen aus dem Jahre 1993, über die man im Booklet allerdings keine weiteren Zusatzinfos erhält. Nette Zugabe.

Schliesslich gibt es zwei akustische Neuaufnahmen. G13 sieht erst die akustische Gitarre im Zentrum, sanft unterlegt von Keyboardflächen, dann singt Chandler, begleitet von Klavier. Sehr ruhig, gelungen. Es folgt Wonderful World, mein Favorit des Albums, bei dem ebenfalls die akustische Gitarre und zarte Keyboard-Akkorde das Gerüst bilden, über dem Chandler singt. Auch diese Version ist gelungen und eine schöne Ergänzung zum Album.

MTMTE ist ein Album, das man kennen darf.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.4.2018
Letzte Änderung: 26.4.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jadis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Once upon a time... - 1
1994 Across The Water 9.00 1
1996 Once or twice - 1
1997 Somersault 4.00 1
1998 As daylight fades 8.00 1
2000 Understand 3.00 2
2001 Alive outside 5.00 2
2001 Medium Rare 9.00 1
2003 View from above (DVD) 4.00 1
2003 Fanatic 7.33 3
2006 Photoplay 6.67 3
2012 See Right Through You 8.33 3
2016 No Fear Of Looking Down 7.00 2

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