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Maxophone

From Cocoon To Butterfly

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: DVD; Klassischer Prog
Label: MuViArt
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Sergio Lattuada pianoforte, organo, piano el., voci
Roberto Giuliani chitarra el., pianoforte, voci
Alberto Ravasini basso, chitarra el., voce solista
Sandro Lorenzetti batteria
Maurizio Bianchini corno, vibrafono, percussioni, voci
Leonardo Schiavone clarinetto, flauto, saxofono

Tracklist

Disc 1
1. Kaleidophonia 9:55
2. Mercanti Di Pazzie 3:44
3. Elzeviro 6:08
4. L`Isola 5:01
5. C`è Un Paese Al Mondo 4:56
6. Fischio Del Vapore 4:49
7. Antiche Conclusioni Negre 6:36
8. Il Lago Delle Ninfee 2:01
9. Dadaidà 8:01
10. Al Mancato Compleanno Di Un Farfalla 5:50
Gesamtlaufzeit57:01
Disc 2
1. C`è Un Paese Al mondo   (DVD) 6:24
2. Al Mancato Compleanno Di Un Fafalla 5:31
3. Fase 4:33
4. Mercanti Di Pazzie 6:13
5. Antiche Conclusioni Negre 6:36
6. (interviews) 20:00
Gesamtlaufzeit49:17


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Maxophone ist einer jener vielen kleineren Progbands, die es in Italien in den 70ern gab, und die oft nur eine LP oder gar nur eine Single veröffentlichen konnten, bevor sie verschwanden. Besonders spannend ist es gemeinhin in solchen Fällen, wenn man von einem zweiten Album weiß - das aber nie veröffentlicht wurde. Oft werden solche Alben dann mythisiert: Was wäre drauf gewesen? Wäre es vielleicht der Durchbruch geworden? Womöglich sogar ein Meilenstein der Rockgeschichte?

Je länger so etwas zurückliegt, umso mehr Zeit hat man, sie mit solchen Spekulationen zu füllen. Wenn dann jenes unveröffentlichte Album irgendwann doch noch das Licht der Welt erblickt, ist die Spannung dann, weil über Jahre gewachsen, kaum noch erträglich.

Und dann? Tja, wie es eben so ist in unserer Welt: Manchmal ist so ein Album mies, und es wird klar, warum es nie veröffentlicht wurde. Manchmal ist es genauso gut wie die anderen Alben der Band. Und manchmal...

Bei Maxophone war es so: Die Band hatte gerade ihr erstes Album veröffentlicht, da ging ihre Plattenfirma bankrott. Das Label wurde verkauft, aber die neuen Besitzer wussten mit der Band nichts anzufangen. Dazu kam eine gehörige Portion Unerfahrenheit der jungen Leute - und Maxophone lösten sich auf.

"From Cocoon To Butterfly" ist nun eine Archiv-Box, in der ganz verschiedenes versammelt ist. Da ist zunächst einmal ein Auftritt bei der italienischen RAI, März 1976, ausgestrahlt im Mai, im Zuge dessen Maxophone vier Stücke ihres damals einzigen Albums spielten - in teils verkürzten (d. h.: ausgeblendeten) Fassungen. Diese Aufnahmen werden auf der DVD kombiniert mit aktuellen Interviews der Bandmitglieder. Dazu kommt dann als besonderer Bonus eine Live-Version von "Mercanti di pazzie", 2005 extra für die DVD gespielt. Musik und Interviews können separat geschaut oder ineiandergeschoben werden, im letzteren Fall kriegt das Ganze dann den Charakter einer Doku.

Die CD enthält dann echte Raritäten. Ich will's mal chronologisch sortieren:

"L'isola" und "Il lago delle ninfee" sind die ältesten Aufnahmen, die es von Maxophone gibt. Demos, die aus dem Frühjahr 1973 stammen. Vielleicht waren sie der Band zu wenig eigenständig? "L'isola" klingt jedenfalls ziemlich nach Genesis. Die Klangqualität ist natürlich nicht besonders, die Band hat die beiden Stücke in ihrem Proberaum auf Kassette aufgenommen.

"Mercanti di pazzie", "C'è un paese al mondo" und "Al mancato compleanno di una farfalla" stammen ebenfalls aus dem Jahr 1973, die Aufnahmen entstanden aber später und sind von deutlich höherer Qualität. Während man an "Al mancato compleanno di una farfalla" kaum einen Unterschied bemerkt, ist es spannend, zu hören, dass das Finale von "Mercanti di pazzie" später zu dem Song "Fase" hinüberwanderte, während "Mercanti di pazzie" ein neues Ende verpasst bekam. In "C'è un paese al mondo" erklingt eine Orgel anstelle des Klaviers.

Die Demos von "Elzeviro" und "Antiche conclusioni negre" stammen aus dem Jahr 1974. Die Unterschiede zu den Albumversionen sind auch hier minimal. Ach so, in diesem Zusammenhang ist es vielleicht interessant, zu erfahren, dass die Band ihre Demos weitgehend in Englisch eingesungen hat. Dass es ihr Debütalbum auch in einer englischen Version gab, wusste ich - aber warum Demos auf Englisch einsingen? Wollte man die weltweite Vermarktbarkeit dieser Musik unter Beweis stellen?

Kommen wir nun zu den Songs vom geplanten zweiten Album: "Kaleidophonia" (Aufnahme von 1975), "Fischio del vapore" und "Dadaidà" (Aufnahmen von 1976). Die Stücke können kompositorisch absolut mithalten mit den auf dem Debüt veröffentlichten Songs: Maxophone haben wieder ihren typischen, von Jazz(rock) und frühklassischer Musik inspirierten Sound am Start, es geht eingängig, aber nicht unterkomplex zu: "Kaleidophonia" hat ein schönes 11/8-Motiv, "Dadaidà" ist ein bigbandartiger Jazzprogger, und "Fischio del vapore" ist so ein bisschen aus dem 18 Jahrhundert. Tolle Songs, und mit "L'isola" und "Il lago delle ninfee" die eigentlichen Schatzfunde dieser kleinen Box. Für Maxophone-Fans essenziell, aber auch für Italoprogallgemeinhörer eine schöne Ergänzung ihrer Sammlung. Sind gute Sachen dabei.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.11.2017
Letzte Änderung: 3.11.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Maxophone

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Maxophone 10.75 4
2014 Live In Tokyo 10.50 2
2017 La Fabbrica Delle Nuvole 10.33 3

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