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FeatherWolf

FeatherWolf

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Mathrock; RIO / Avant
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Justin Brown Drums
Daniel Corral Keyboards
Jeremy Kerner Guitar
Eric Kiersnowski Bass
Felix Salazar Guitar

Tracklist

Disc 1
1. First Flight 1:58
2. C. fruitys lupus 3:06
3. Canis dirus - Gone But Not Forgotten 2:10
4. Snaaakesss 2:31
5. Supernatural Selection 4:14
6. Pawlitics 3:46
7. Wolven Trials 2:34
8. Featherdreamzzz 3:38
9. Trees Company 4:17
Gesamtlaufzeit28:14


Rezensionen


Von: Andreas Hofmann @


Upsilon Acrux sind sogar manchen Proggern etwas zu anstrengend, wie ich mehrfach herausgefunden habe; und bei Bad Dudes haben vielleicht einige nie wirklich verstanden, warum sie es überhaupt auf die BBS geschafft haben, denn sooo proggig klangen die ja nun auch wieder nicht.

Enter FeatherWolf, die musikalisch irgendwo zwischen diesen beiden Bands angesiedelt sind und ziemlich eindeutig aus derselben Ecke kommen, was man nicht allein an dem typischen Gitarren-Stil festmachen kann, bei dem kaum Akkorde, dafür aber umso mehr Einzeltöne gespielt werden. Natürlich ist es da nicht überraschend, dass es personelle Überschneidungen gibt, denn Eric Kiersnowski hat auch auf den UA-Alben Last Train out, Volucris Avis Dirae-Arum und Galapagos Momentum Bass gespielt. Darüber hinaus sind die ehemaligen FW-Mitglieder Nick Lejejs (Moogs) und Jesse Appelhans (Schlagzeug) ebenfalls zeitweise mal bei Upsilon Acrux unterwegs gewesen; und dass Appelhans genau wie die anderen ehemaligen UA-Musiker Brady Miller, Phil Cobb, Marty Sataman sowie Chris Meszler auch mal bei Bad Dudes musiziert haben, dürfte die enge Verbundenheit noch einmal unterstreichen.

So viel zum inzestiösen Verhalten der Szene rund um den Club The Smell in Los Angeles (in dem auch das Foto im Inneren der CD entstand), der gleichwohl nicht wirklich eine eigene Szene darstellt, weil er einfach zu vielen unterschiedlich gelagerten Bands Auftrittsmöglichkeiten bietet; viel eher bietet es sich an, von einer The Smell culture zu sprechen.

Eng miteinander verbunden sind die genannten Bands und eben auch FeatherWolf aber definitiv nicht nur personell, sondern naturgemäß auch musikalisch. Dem gemeinen Progger sind die Songs natürlich viel zu kurz, denn das könnte man ja schließlich alles durchaus problemlos zu Songs mit jeweils annähernd zweistelliger Minutenzahl aufblasen. Allerdings gehört es bei der Band (genau wie bei Bad Dudes) einfach zum Konzept, die Songs kurz zu halten. Verloren geht dabei rein nichts, ganz im Gegenteil – die Vielzahl der Töne und Ideen fühlt sich nach viel mehr an, und so kann man kaum glauben, dass dieses Album nicht einmal eine halbe Stunde dauert! Drei Longtracks dieser Machart würden sich für mich persönlich wesentlich unbefriedigender anhören als insgesamt neun, von denen lediglich zwei die 4-Minuten-Marke überschreiten. In diesem Format verfügt diese Art von Musik nämlich über wesentlich mehr Drive und Freude – besonders live funktioniert das sicherlich viel besser, als wenn man ein Publikum, das mit der Band vielleicht gar nicht so vertraut ist, mit zeitlich ausufernden Kompositionen „belastet“. Kompositorisch und spielerisch ausufernd genug ist die Musik nämlich auch so!

Einen Anspieltipp zu nennen, erübrigt sich fast, weil das Album ("that mixes dense melodies with the love of retro video game music") nicht zuletzt aufgrund der bescheidenen Songlängen einfach als großes Ganzes viel besser funktioniert. Wer aber gerne ein einziges Stück haben möchte, dem sei "Featherdreamzzz" ans Herz gelegt, bei dem Gitarren und Keyboards vielleicht am auffälligsten und schönsten harmonieren.

Anspieltipp(s): Featherdreamzzz
Vergleichbar mit: Upsilon Acrux, Bad Dudes
Veröffentlicht am: 28.5.2017
Letzte Änderung: 2.6.2017
Wertung: 12/15

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