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Xordox

Neospection

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Editions Mego
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

JG Thirlwell Electronics, Synthesizers, Keyboards

Gastmusiker

Sarah Lipstate Guitar

Tracklist

Disc 1
1. Diamonds 7:32
2. Antidote 5:17
3. Corridor 5:21
4. Pink Eye 6:13
5. Alto Velocidad 6:11
6. Sheep Delta 5:27
7. Destination: Infinity 4:12
8. Asteroid Dust   (nur auf der CD) 14:33
Gesamtlaufzeit54:46


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Xordox ist ein rezentes Elektronikprojekt des in New York lebenden Australiers James George Thirlwell, der sich ansonsten eher in avantgardistisch-noisigen, punkig-experimentellen, modern-klassischen, schräg-jazzrockigen, oder auch düster-poplastigen Gefilden aufhält, bisweilen als Frank Want, Phillip Toss oder Clint Ruin auftritt, seit den frühen 80er Jahren des letzten Jahrhunderts Tonträger veröffentlicht, und dessen sonstige Projekte z.B. Foetus, Wiseblood, Steroid Maximus, Baby Zizanie oder Manorexia heißen.

Elektronische Klänge spielen auch in den meisten anderen Projekten des Australiers eine große Rolle. Mit Xordox widmet sich Thirlwell nun ganz elektronischen Klangwelten, die er meistenteils im Alleingang, vermittels allerlei analoger und digitaler Klangerzeuger, nur ab und zu von der Gitarristin Sarah Lipstate unterstützt, eingespielt hat. Das im Sommer 2017 vom österreichischen Label Editions Mego veröffentlichte "Neospection" wurde zudem teilweise im legendären, 1964 von Karl Birger Blomdahl gegründeten Elektronmusikstudion (EMS) in Stockholm aufgenommenen.

Man muss eigentlich nur einen Blick auf das Cover werfen, um zu verstehen welcher Art Musik auf "Neospection" zu finden ist. Ein buntes und voluminöses Spektakel sehr analog klingender Elektroniksounds strömt hier aus den Boxen (oder besser den Kopfhörern), ganz im Geiste der 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts. Inspiriert von Jean-Michel Jarre, Tangerine Dream, Klaus Schulze, Popol Vuh, Conrad Schnitzler, Heldon und wohl auch Carpenter-Soundtracks, aber auch den wirklichen Elektronikpionieren der 60er Jahre (wie der schon erwähnte Blomdahl) erzeugt Xordox ein ausgesprochen abwechslungsreiches und farbiges Klanggemenge, welches sich vor den besten Momenten rezenter Gleichgesinnter (z.B. ARC, Redshift, Radio Massacre International, Node, [’ramp], Steve Moore, Cremator oder auch WintherStormer) nicht zu verstecken braucht.

Sehr frisch und fett klingt die Musik, sehr retro, aber auch modern, nicht nur weil gelegentlich (selten) pulsierende Beats und Klonx für rhythmische Muster sorgen (die mich erstaunlicherweise kaum stören – wohl weil die Abschnitte kurz sind, und das pulsierende Wummern fest in ein ebenso lautes Elektronikgefüge eingebettet ist), sondern weil die Musik sehr viel lauter, verspielter und aggressiver daher kommt als damals. Wobei anzumerken ist, dass es auch die eine oder andere ruhig, klangschwebend-mysteriöse Stelle gibt. Die oben erwähnten Gitarreneinlagen sind übrigens stark verfremdet (super-processed Soundscape-Guitar steht da), und kaum als solche zu erkennen.

Ein ausgesprochen dichtes, stimmiges und mächtiges und erstaunlich kurzweiliges Gemenge an unzähligen Elektroniksounds ist auf "Neospection", das wie ein Soundtrack zu einem monumentalen SF-Streifen wirkt, und jedem Adepten der weiter oben erwähnten Formationen und Musiker sehr, sehr viel Spaß machen sollte. Grandios!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.7.2017
Letzte Änderung: 30.7.2017
Wertung: 12/15

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