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The Flower Kings
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Roine Stolt

The Flower King

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: InsideOut
Durchschnittswertung: 9/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Jaime Salazar drums
Hasse Bruniusson percussion
Ulf Wallander soprano saxophone
Hasse Fröberg voice
Roine Stolt voice, guitar, bass, keyboards

Tracklist

Disc 1
1. The Flower King 10:28
2. Dissonata 9:57
3. The magic circus of Zeb 7:02
4. Close your eyes 3:10
5. The Pilgrims Inn 9:11
6. The sounds of violence 5:38
7. Humanizzimo 20:55
8. Scanning the greenhouse 3:32
Gesamtlaufzeit69:53


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @ (Rezension 1 von 3)


Dieses erste Werk von Roine Stolt fungiert noch unter seinem Namen. Der Titel des Soloalbums, auf dem jedoch alle späteren Bandmitglieder schon spielen, wurde dann später zum Bandnamen erhoben.

Das Titelstück des Albums beinhaltet schon alles, was die FloKis später auszeichnet und ausmacht: wunderschöne, eingängige Melodien, das typische Gitarrenspiel Roine Stolt`s, dichte Arrangements, vielfältige progressive Stilelemente und eine tolle eindringliche Stimme. "The Flower King" ist ein sehr stimmungsvolles, fliessendes Stück, welches sich vertrackter Rhythmen und abgespacter Soli enthält und dadurch sehr zugänglich ist. Auf einer Best of-CD der FloKis hätte es aber nichts verloren. Es folgt "Dissonata", ein treibendes, eindringliches Stück im 5/4-Takt, welches dann in einen 4/4-Mittelteil überleitet, der ein schönes Stolt-Solo enthält, teilweise mit WahWah (schreibt man das so?) verzerrt. Dann wird's ganz schräg und der anfängliche 5/4-Takt wird wieder aufgenommen und das Stück bis zum Schluss crescendoartig weitergeführt.

Track 3 ist ein zum Teil bombastisches Instrumental mit interessantem HiHat-Offbeat-Rhythmus. Es endet in einem Satriani-artigen Gitarrensolo, ein Highlight der Platte. Close your eyes ist überflüssig, ein seichter Füller. The Pilgrims Inn ist wiederum ein Instrumental, das jedoch nicht so gut gelungen ist, wie Track 3. Das Thema wird auf 9 Minuten breit gewalzt. Auch hier erinnert mich das Gitarrenspiel gelegentlich an Joe Satriani, ohne dass es derart technisch virtuos wäre.

Mit "The sounds of violence" folgt ein rockigeres Instrumental, das aber auch nicht richtig vom Hocker haut. DoubleBass, Synthi-Akkorde und etwas Gitarren-Gefrickel, das alles im straighten 4/4-Takt. Gelegentlich ein nettes Drumbreak, aber mehr nicht. Auch ein Füller.

Humanizzimo besteht aus 6 Untereinheiten, wovon aber lediglich ein kurzer Instrumentalpart am Ende von "The nail" überzeugen. Der Rest ist einfach in die Länge gezogene Langeweile. Schade drum.

Scanning the greenhouse ist eine reprise des Titelstücks, welches wieder etwas versöhnt.

Als ganzes verströmt die Platte zu wenig Prog-feeling. Die Musik ist zwar sehr eingängig, sie beisst niemanden, hat eigentlich keine wirklichen Schwachstellen, aber auch nur wenige Momente, die einen wirklich packen.

Anspieltipp(s): The magic circus of Zeb
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.8.2002
Letzte Änderung: 7.3.2011
Wertung: 8/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 3)


Ich besitze nach wie vor "nur" die ursprüngliche CD-Ausgabe, inzwischen ist 2004 eine remasterte Version erschienen. Das Remaster soll soundmäßig eine Verbesserung darstellen, aber ich finde den Sound des 'Originals' jetzt nicht besonders schlecht oder gar problematisch. Ich bin allerdings auf diesem Gebiet nicht so kritisch veranlagt, daher mag das vielleicht nicht wirklich als Maßstab gelten.

Ich bin auch dagegen den "Flower King" immer wieder als das Quasi-Debüt der Flower Kings (der Band) hinzustellen. Damit tut man diesem Album nichts Gutes. Ja, hier sind schon die Grundlagen der Flower Kings erkennbar, ja, es ist typische Roine Stolt-Musik und ja, die Flower Kings haben sich schließlich auf dieser Basis gegründet und danach benannt. Aber, es gibt Gründe, warum dies eben doch ein Roine Stolt-Soloalbum ist: Hier fehlt der für den Gesamtsound der Flower Kings wichtige Keyboarder Tomas Bodin noch vollends. Die für die Flower Kings so charakteristische außergewöhnliche Rhythmussektion existiert hier noch nicht, der Bass (wie überhaupt fast alles außer Drums und Percussion, Sax) wird von Roine Stolt gespielt, die Drums oftmals noch von Hasse Bruniusson. Und Jamie Salazar, der schon bei drei Titeln mitwirkt, wird sich später noch deutlich steigern. Daher ist dieses Album nur der Vorbote der Flower Kings, deren Debüt ist "Back in the world of Adventures".

Dermaßen "geistig entschlackt" kann man den "Flower King" auch viel besser genießen: Roine Stolt offenbart in seinen Kompositionen bereits ein glückliches Händchen für die gelungene Kombination aus zeitgemäßem progressivem Rock und den Klängen der 'klassischen' Vorbilder. Außerdem gibt es auf diesem Album ein paar der besten Gitarrensoli, die Roine Stolt im Laufe der Zeit so vom Stapel gelassen hat. So rockig hört man Stolt erst wieder auf "The Rainmaker".

Unbestritten ist allerdings, dass die Live-Versionen der beiden besten Titel des Albums, "The Flower King" und "Humanizzimo", noch einen deutlichen Tick stärker sind, tolle Songs sind das auch hier. Der Refrain des "Flower Kings" ist eine der Live-Hymnen der Band Flower Kings geworden. Und die negative Einschätzung von Jörg zu "Humanizzimo" kann ich nicht nachvollziehen: Ein sehr stimmungsvoller Longtrack mit gelungenem Spannungsbogen, zum "Immer-Wieder-Hören" ;-)

(Kleine) Schwachpunkte des Albums sind eigentlich nur die laue Ballade "Close Your Eyes" und "The Pilgrims Inn" ist vielleicht 2 bis 3 Minuten zu lange. Das Roine Stolt fast alle Instrumente selbst spielt führt manchmal dazu, dass Instrumente, die er nicht so gut beherrscht (wie den Bass) etwas untergehen und das die Keyboard-Sounds nicht immer geschmackssicher sind.

Sehr schönes Album, für 'Flower Kings'-Fans sowieso Pflicht, alle anderen dürfen mal ein Ohr riskieren, wenn sie gepflegten Retro-Sounds nicht abgeneigt sind.

Anspieltipp(s): The Flower King, Humanizzimo
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.5.2004
Letzte Änderung: 13.9.2013
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 3)


Ich habe ebenfalls nur die "normale" Ausgabe und finde sie eigentlich, wie Kollege Thomas, soundmäßig in Ordnung. Auch sonst finde ich "The Flower King" eigentlich ganz sympathisch. Klar, die Musik ist noch nicht so ausgereift wie auf späteren FloKis-Alben, und Füllsel sind auch drauf - aber das ist auch später bei den FloKis auf jedem Album mehr oder weniger der Fall.

Jedenfalls gefällt mir "The Flower King" besser als manche unausgegorenen neueren FloKi-Ergüsse wie "The Rainmaker" oder "Adam & Eve", es wirkt einfach lockerer und ungezwungener. Stolt liefert einige herrliche Gitarrensoli, Ulf Wallander setzt schöne Akzente am Sopransaxofon - da kann ich den wenig druckvollen Bass einigermaßen verschmerzen.

Anspieltipp(s): The Flower King
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.1.2005
Letzte Änderung: 10.1.2005
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Roine Stolt

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1980 Fantasia 8.00 2
1989 The lonely heartbeat 3.00 2
1998 Hydrophonia 9.00 1
2005 Wall Street Voodoo 8.83 6

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