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Kaipa

Children Of The Sounds

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Insideout Music
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Hans Lundin keyboards & vocals
Per Nilsson electric & acoustic guitars
Morgan Ågren drums
Jonas Reingold electric basses
Patrik Lundström vocals
Aleena Gibson vocals

Gastmusiker

Elin Rubinsztein Violin on 3,4 & 5

Tracklist

Disc 1
1. Children Of The Sounds 11:31
2. On The Edge Of New Horizons 17:10
3. Like A Serpentine 12:52
4. The Shadowy Sunlight 6:57
5. What`s Behind The Fields 9:31
Gesamtlaufzeit58:01


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @ (Rezension 1 von 2)


Demnächst erscheint das 13. Album der schwedischen Progrocker um Hans Lundin, das achte der zweiten Inkarnation. Lundin hat dafür dieselben Musiker um sich versammelt, die schon die gelungenen Vorgänger Sattyg, Vittjar und In the Wake of Evolution eingespielt haben. Lundin begann Ende 2014 mit dem Schreiben neuer Songs. Inspiration und neue Motivation fand er damals einerseits in einem Konzert seines Drummers Morgan Ågren, welches ihn sehr beeindruckte und ihn in einen besonderen "Groove" versetzte, zum anderen in ausgedehnten Fahrradtouren durch die Landschaft um Uppsala.

Herausgekommen sind dabei fünf farbenfrohe, bunte und abwechslungsreiche Kompositionen in typischer Kaipa-Tradition. All das, was schon die letzten Alben ausgemacht hat, findet sich auch hier wieder: gekonnter Retroprog mit nordischem Folkeinschlag. Kaipa spielen eingängige Melodien, die ihren Weg schnell ins Ohr finden und bald einmal mitgesummt oder -gepfiffen werden, die Stücke sind garniert mit flotten Geigensoli, die das rockige Grundgerüst schön ergänzen, aus den Boxen fliessen rollende Hammondeinsätze, sirrende Gitarrensoli und geschäftige Bassläufe. Aleena Gibson und Patrick Lundström, deren Stimmen sich tonal schön ergänzen, singen mal alleine, oft aber im Duett.

Ab und an wird auch etwas progressive Farbe aufgetragen, wenn mal ein kurzer Krummtakt eingeschoben oder die Harmonien etwas schräger zusammengefügt werden. Insgesamt erlebt man mit Children Of The Sounds aber keine Überraschungen. Wie seine Vorgänger ist es ein frühlingshaftes, lebensbejahendes, positives Album, welches den langsam endenden Sommer nochmals ein wenig verlängert.

Wer die letzten Alben mochte, wird hier nicht enttäuscht werden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.9.2017
Letzte Änderung: 9.9.2017
Wertung: 10/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 2 von 2)


Sehr schön und eigentlich fast schon erhebend, dass man sich mit jeder neuen Kaipa-Scheibe immer wieder die Ton gewordene Lebensbejahung ins Haus holen kann.

Kaipa machen auch auf ihrem dreizehnten Album natürlich dort weiter, wo sie auf ihrem zwölften Album aufgehört haben. Inspiriert unter anderem durch Schwedens sommerliche Landschaft hat der Keyboarder und Projektchef Hans Lundin fünf Kompositionen zwischen sieben und siebzehn Minuten Dauer abgeliefert.

Hier gibt es keine kollektive Arbeit beim Stückeschreiben, keine assoziativen Wortfetzen, die der Sänger mehr nach ihrem Klang, als nach ihrer Bedeutung auswählen würde. Wie einst bei Jon Anderson, der den überschwenglich lebensbejahenden Prog, dem sich Kaipa verschrieben haben, wenn schon nicht erfunden, dann zumindest entscheidend mitgeprägt hat.

Umrahmt von dem schöngeistig-romantischen Symphonic Prog erfahren wir in den Songtexten unter anderem folgendes: „We’re children of the sounds, In a sonic universe, we are daughters and we are sons, we’re descendants of the sound cloud“. Ich will derartige Texte keinesweges lächerlich machen. Die darin enthaltene Aussage mag ja sogar auf gewisse Weise stimmen. Zudem wird die in dem Titelsong von einem männlichen und von einer weiblichen Sängerin unisono vorgetragene Gesangsmelodie mit einer gesunden Prise Aggression vermittelt.

Über das gesamte Album verteilt, wechseln sich lyrische und energetische Einfälle ab, so dass der Musikfreund nicht nur eine harmonische Märchenwelt vorgegaukelt bekommt, sondern manchmal auch mit schillernd-lebhaften Farben in ihren Bann gezogen wird. Eine leicht folkige Klangfarbe wird einigen Passagen durch die Gastgeigerin Elin Rubinsztein verliehen.

Eine Bemerkung am Rande: legt man die CD in ein Computer-Laufwerk ein, erscheinen chinesische, oder japanische Schriftzeichen als Song- und Albumtitel. Was wollte uns die Plattenfirma damit sagen? Kaipa wird dort folgendermaßen geschrieben: カイパ

„Children of the Sounds“ (sowohl das Album, als auch der Titeltrack) präsentiert virtuose und zugleich melodieorientierte Gitarrenbeiträge von Per Nilsson, eine mitunter flott und immer gekonnt agierende Rhythmussektion mit einigen Chris Squire-Gedächtnis-Parts sowie einen Keyboarder, der eher sanft und diszipliniert in der Art eines Tony Banks agiert, anstatt sich in den Vordergrund zu spielen.

Das Artwork zeigt ein Kind am Eingang zu einem paradiesischen Garten. Zu meiner Überraschung gelingt es Kaipa hier, mich in einen möglicherweise vergleichbaren Zustand zu versetzen, so dass ich sogar eine leicht höhere Note vergeben möchte, als ich es nach der Kenntnis der vorigen Kaipa-Alben vermuten würde. Wenn Yes schon nichts Vernünftiges mehr zustande bringen, kann man immer noch zu Kaipa greifen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.3.2018
Letzte Änderung: 5.3.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kaipa

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Kaipa 11.67 3
1976 Inget Nytt Under Solen 11.75 4
1978 Solo 8.50 2
1980 Händer 8.00 1
1982 Nattdjurstid - 1
2002 Notes from the Past 7.60 5
2003 Keyholder 7.11 9
2005 Mindrevolutions 6.50 4
2005 The Decca Years 1975 - 1978 13.00 2
2007 Angling Feelings 7.00 4
2010 In the Wake of Evolution 9.25 4
2012 Vittjar 10.00 1
2014 Sattyg 10.50 4

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