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23867 Rezensionen zu 16308 Alben von 6333 Bands.
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Eloy

The Vision, The Sword and The Pyre Part 1

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: sonstiges
Label: Artist Station/Soulfood
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Frank Bornemann Lead and backing vocals,all guitars,add. keyboards
Klaus Peter Matziol Bass
Hannes Folberth Keyboards
Michael Gerlach Keyboards
Kristof Hinz Drums,Percussion

Gastmusiker

Volker Kuinke,Leon Kaack und Bick Buttchereit vocals on 8
Kim Hutchinson spoken part as Jeanne's Mother Isabelle on 2
The Children's Choir of the Marktkirche Hannover on 9
Peter Becket and Tom Jackson Army Choir on 10
Volker Kuinke Recorders and Flutes on 3,6,8&10
Steve Mann spoken parts as Dauphin Charles on 8
Christoph Van Hal Strings on 1&10
Artur Kühfuss Keyboards on 5 & 8
Niklas Fischer Keyboards on 3 & 8
Johannes Berger Bass viol on 9
Julian Göke Bass voice on 1
Anke Renner Backing vocals on 3,5,6&11
Isgaard vocals on 9
Lisa Laage Smidt backing vocals on 6
Alice Merton spoken parts as Jeanne on 5,6&8
Alexandra Seubert backing vocals on 3,9&11
Jessy Martens vocals as Jeanne on 13
Kai Ritter spoken parts as Jeanne's Father on 2&4
Simon Moskon backing vocals on 3,8&9
Sven-Arne Zinke Backing vocals on 5
Jens Lueck keyboards on 1&5

Tracklist

Disc 1
1. The Age of the Hundred Years' War 4.16
2. Domremy on the 6th of January 1412 1.43
3. Early signs...from a longed for Miracle 2.59
4. Autumn 1428 at Home 0.54
5. The Call 5.58
6. Vaucouleurs 4.34
7. The Ride by night...towards the predestined Fate 3.58
8. Chinon 9.48
9. The Prophecy 4.38
10. The Sword 5.50
11. Orleans 4.23
12. Les Tourelles 7.21
13. Why? 5.11
Gesamtlaufzeit61:33


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Mit „The Vision, The Sword and the Pyre“ verwirklicht Frank Bornemann ein ehrgeiziges Projekt, den Lebensweg von Jeanne d’Arc als zweiteiliges Konzeptalbum (bzw. seine erste Rockoper) und später als Musical und als Buch künstlerisch umzusetzen.

Mit dem Vorgängeralbum „Visionary“ konnte ich persönlich nicht viel anfangen. Das hat sich erfreulicherweise mit „The Vision, The Sword and the Pyre Part 1“ geändert. Hier kann ich die Charakteristika wiedererkennen, die ich mit der Musik von Eloy verbinde. Zumindest mit den von mir bevorzugten Alben aus der Zeit zwischen 1977 und 1984. Da wären zum Beispiel die narrativen Chorgesänge, wie von „Planets“ und „Time to Turn“ bekannt. Nur dass diese auf dem vorliegenden Album bombastische Dimensionen annehmen können.

Nicht unbedingt typisch für Eloy sind dagegen die Passagen, die mit folkloristischer Musik die mittelalterlichen Stimmungen heraufbeschwören. In den wiederholt eingesetzten opulenten Arrangements entdeckt man außerdem noch orchestrale Klänge und klassisch inspirierte Chöre. Ein Kinderchor und feenhafter Damengesang dürfen auch kurz ihre Wirkungen entfalten.

Der brillant arrangierte Mittelteil von „Early Signs…“ erinnert an die besten Zeiten von Eloy, bzw. transportiert diese in die Gegenwart. Auf diesem Album durch die mittelalterlich angehauchten Flötentöne angereichert.

Das Album bietet zudem die unverkennbaren Beiträge von Hannes Folberth und Michael Gerlach. Von zwei Keyboardern also, die in der Geschichte der Band eine wichtige Rolle spielten und immer noch spielen. Außer den Eloy-Veteranen hört man auf dem Album zahlreiche Gäste als Solosänger, Hintergrundsänger, Instrumentalisten und Narratoren.

An mehreren Stellen des Albums gilt es, die ausführlichen gesprochenen Texte zu rezitieren, die öfters von den melodischen, Eloy-typischen Keyboard-Arrangements umrahmt werden. Die Rolle von Jeanne d’Arc, die sprechend aus ihrem Leben erzählt, fiel Alice Merton zu, die ansonsten als eine erfolgreiche kanadische Sängerin unterwegs ist.

(Weil das Album nun mal Jeanne d’Arc gewidmet ist, erscheint es nicht weit verwunderlich, dass man die Dame darauf oft sprechen hört).

Erst in den letzten drei Stücken des Albums wird weniger gesprochen und weniger gesanglos musiziert, was Bornemanns Gesang wieder mehr Raum lässt.

In einigen Stücken kommen verstärkt Gesänge zum Einsatz, die wohl zum ersten Mal auf „The Dark Side of the Moon“ zu hören waren. Ansonsten kann es schon mal recht „floydig“ werden, wie in „Les Tourelles“.

Insgesamt ist Frank Bornemann mit „The Vision, The Sword and the Pyre Part 1“ ein beachtenswertes Eloy-Album gelungen, das gar nicht mal so selten nach den besten Zeiten von Eloy klingt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.8.2017
Letzte Änderung: 29.8.2017
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Ich war schon einigermaßen überrascht, als damals - letztes Jahr oder so? - ein neues Album von Eloy angekündigt wurde. Die Ankündigung als „Rockoper“ hat mich dann allerdings etwas skeptisch gestimmt, das klingt doch gleich nach arg viel Pathos und hohlem Bombast. Nicht dass Pathos und Bombast der Eloy-Musik fremd wären, aber solche Zutaten müssen genau dosiert werden, um nicht die Ohren zu verkleben. Natürlich hielten derlei Bedenken nicht vom Erwerb ab, alte Liebe rostet bekanntlich nicht.

Jeanne d’Arc oder Johanna von Orléans ist also das Thema, das nun über dieses und ein noch folgendes Album behandelt wird. Schon in früheren Songs wurde es aufgegriffen, etwa Jeanne d’Arc (auf Destination, 1992) oder Company of Angels (auf The Tides Return Forever, 1994). Aus letzterem finden sich hier übrigens einige Zitate. Bei der Umsetzung wurde Frank Bornemann von ein paar alten Eloy-Recken unterstützt: Bassist Klaus-Peter Matziol war schon in den 70ern dabei, die beiden Keyboarder Hannes Folberth und Manfred Gerlach griffen in den 80ern in die Tasten. Dazu kommen eine Menge Gastmusiker.

Umgesetzt wird die Geschichte in typischer Eloy-Manier - schwelgerisch, stets nah an der Grenze zum Kitsch (mancher würde wohl sagen, dass selbige permanent überschritten wird). Neben opulent arrangierten Passagen finden sich dabei auch leise, zarte Stellen, speziell in den gesprochenen Teilen. Gesprochene Texte sind ja durchaus kein neues Element in der Eloy-Musik (siehe etwa den Dialog in Love over six centuries auf Power and the Passion von 1975), hier werden diese aber deutlich mehr eingesetzt.

Im Gegensatz dazu stehen symphonische Passagen mit massiven Choreinsätzen, die ich hier um einiges gelungener finde als auf manchen früheren Songs (etwa den beiden eingangs erwähnten). Auch den Kinderchor, gerade so etwas kann ganz schnell in die Hose gehen. Eine interessante und zum Konzept passende Neuerung sind die hin und wieder eingestreuten folkig-mittelalterlichen Einschübe.

Nach dem etwas zähen Visionary ist dieses Album eine erfreuliche und nicht mehr erwartete Rückkehr zu alten Eloy-Tugenden (jaja, mancher würde jetzt „Untugenden“ schreiben). Die Musik hat bei aller Erhabenheit zumindest phasenweise wieder mehr „Schmackes“, das hatte ich auf dem Vorgänger vermisst. Natürlich kann man auch hier keine musikalische Revolution oder große Herausforderungen erwarten. Ein erfreuliches Wiederhören ist es aber in jedem Fall. Ich bin gespannt auf Teil 2!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.9.2017
Letzte Änderung: 7.9.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Eloy

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Eloy 7.50 2
1973 Inside 10.75 4
1974 Floating 9.33 3
1975 Power and the Passion 8.60 5
1976 Dawn 9.00 5
1977 Ocean 11.71 7
1978 Live 12.67 3
1979 Silent Cries & Mighty Echoes 10.60 5
1980 Colours 10.00 2
1981 Planets 10.67 3
1982 Time to Turn 10.00 3
1983 Performance 8.67 3
1984 Metromania 8.67 3
1988 Ra 6.50 4
1991 Rarities - 1
1992 Destination 6.00 2
1993 Chronicles I 11.00 1
1994 The Tides Return Forever 9.20 5
1998 Ocean 2 - The Answer 10.50 4
2003 Timeless Passages 10.50 2
2009 Visionary 8.25 4
2010 The Legacy Box (Doppel-DVD) - 1
2014 Reincarnation on Stage 10.50 2

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