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PeroPero

Lizards

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: HardRock; Mathrock; Progmetal
Label: Panta R&E
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Julian Adam Pajzs Gitarre, Gesang, Synth Programming
Valentin Schuster Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. The Royal Banquet Hall 5.29
2. Ehm 3.52
3. Tongue 5.06
4. Lizards 5.25
5. Meloderma Suspectum 4.58
6. Molting Day 5.05
7. RPS 4.16
8. TOCCAC 3.50
Gesamtlaufzeit38:01


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Das aus Julian Adam Pajzs (Gitarre, Gesang, Synth Programming) und Valentin Schuster (Schlagzeug) bestehendes Prog-Metal-Duo PeroPero wurde in Österreich gegründet. Erst danach entdeckten die beiden die sich in Berlin bietenden Möglichkeiten und ließen sich dort nieder.

Die beiden Musiker sollen ursprünglich mal Jazz gespielt haben, was ich aufgrund der vorliegenden Musik allerdings nicht vermutet hätte.

Bei dem zweiten PeroPero-Album „Lizards“ handelt es sich um ein Konzeptwerk, das sich mit der abstrusen Theorie beschäftigt, die Menschheit wäre von intelligenten Echsen aus dem Weltall regiert. (Wenn ich mir die aktuellen Entwicklungen innerhalb unserer „Zivilisation“ anschaue, muss ich annehmen, dass die Echsen uns inzwischen aufgegeben haben, oder uns nichts Gutes wünschen).

In ihrer wohl mit Mastodon vergleichbaren Art des Progmetal treffen virtuose Mathrock-Einfälle auf aggressive Gitarrenriffs und den dementsprechend energetischen Sprechgesang. Manchmal sind auch gesprochene Texte zu hören, die wie die politische Agitation der unheimlichen Echsen anmuten.

Es gelingt dem Duo mit wenigen Mitteln selbst dann die oben geschilderte erschreckende Vision suggestiv zu vermitteln, wenn man die Songtexte nicht genau verfolgt. Sei es mit den bereits erwähnten narrativen Stimmen, den tierähnlichen Lauten, den ungewohnten Gitarrenklängen, oder den rituellen Rhythmen in “Heloderma…“. Bringt man ein wenig Vorstellungskraft mit, möchte man nach diesem Album am besten aufwachen, oder einen gut gemachten Sci-Fi-Streifen zu dem Thema sehen. (Mir „Arrival“ von 1996 wurde wohl schon ein ähnliches Thema aufgegriffen).

Die gelegentlich auftauchenden flinken Gitarrenfiguren und die zwischen komplex abgehackt und treibend wechselnden Rhythmen haben schon mal für Vergleiche mit King Crimson und Meshuggah gesorgt. Manchmal erreichen die fingerbrecherischen Mathrock-Gitarrenparts fast das Watchtower-Niveau, wie man zum Beispiel in dem Titeltrack nachhören kann.

Falls man also die progressive Rockmusik schätzt, die Komplexität mit Aggressivität verbindet, der sollte PeroPero unbedingt kennenlernen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Mastodon trifft auf Meshuggah?
Veröffentlicht am: 2.9.2017
Letzte Änderung: 2.9.2017
Wertung: 11/15

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