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Simon Steensland

25 Years of Minimum R&B

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017 (Aufnahmen von 1993 bis 2015)
Besonderheiten/Stil: RIO / Avant
Label: AltrOck
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Simon Steensland

Gastmusiker

zahlreiche Gastmusiker

Tracklist

Disc 1
1. Psychlone   ("Led Circus", 1999) 9:01
2. Yes / Even Johnny Franklinztein   ("The Phantom of the Theatre", 2001 / "The Zombie Hunter", 1995) 5:30
3. Alexandria   ("The Simon Lonesome Combat Ensemble", 1993) 3:16
4. Zombies & Windmills   ("The Zombie Hunter", 1995) 7:51
5. The Dance Itself   ("Led Circus", 1999) 1:22
6. Hemlighetstufft   ("The Phantom of the Theatre", 2001) 2:24
7. Another Badluck Tango   ("The Simon Lonesome Combat Ensemble", 1993) 6:29
8. Gang-Gang   ("Under Öknar", 1997) 2:33
9. Before We Can Drown   ("The Zombie Hunter", 1995) 13:14
10. Angels Without Eyes   ("Led Circus", 1999) 3:40
11. Panterjakt   ("Kamikaze Unit Live Gang-Gang", 2004) 2:41
12. Parade   ("The Zombie Hunter", 1995) 11:53
13. Regn   ("The Phantom of the Theatre", 2001) 1:13
14. The Opera   ("The Phantom of the Theatre", 2001) 3:21
Gesamtlaufzeit74:28
Disc 2
1. Sketch 1 Of Jan Jösta   (2007; alles unveröffentlicht) 0:33
2. Koda For Kane   (2012) 1:46
3. The Wooden Panther   (2015/2010) 6:17
4. KoKo   (1995/2015) 5:09
5. Invisible (for as)   (2015) 1:47
6. Is It You Then?   (2003) 2:41
7. Vertigo   (2014) 2:17
8. Tollkarlen   (2007) 4:01
9. Floating   (live 2010) 2:55
10. Welcome!   (2012) 0:47
11. Påskmiddagen   (2015) 1:26
12. Das Blues   (1996) 4:38
13. Parade   (live 2004) 3:39
14. The Sinking Psalm   (2010) 2:04
15. Snow Angel   (2001?) 1:48
16. Lûxopisten   (2008) 1:53
17. The Vacuum Panther   (2014) 2:00
18. The Night Before The War   (2007) 3:00
19. Calling Dystopia   (1997/2013) 4:01
20. Orkestern   (2004) 15:06
Gesamtlaufzeit67:48


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Ein Vierteljahrhundert wäre nun schon die Solokarriere des schwedischen Multiinstrumentalisten Simon Steensland, und dieses Jubiläum feiert das Mailändern Label AltrOck, bei dem Steenslands Alben seit 2009 erscheinen, mit dieser Retrospektive auf zwei CDs mit dem schönen Titel 25 Years of Minimum R&B.

Die erste CD enthält dabei Stücke aus Steenslands bisherigen Alben, inklusive des mit Sten Sandell entstandenen Under Öknar von 1997. Auffällig ist, dass die Auswahl der Stücke nur bis 2004 reicht. Grund dafür ist, dass die beiden danach erschienenen Alben Fat Again von 2009 und A Farewell to Brains von 2015 (leider liegen meist mehrere Jahren zwischen Steenslands Veröffentlichungen) bei AltrOck erschienen und problemlos erhältlich sind, während seine früheren Alben mittlerweile vergriffen sind. Also schon mal eine gute Möglichkeit, die Frühzeit Simon Steenslands zu erkunden, wenn man, wie ich, den Musiker erst relativ kürzlich entdeckt hat. Da alle seine bisherigen Alben auf diesen Seiten bereits besprochen wurden, verweise ich der Einfachheit halber auf die entsprechenden Rezensionen.

Für den fortgeschrittenen Steensland-Kenner dürfte freilich die zwote CD interessanter sein. Hierauf sind allerlei bis dato unveröffentlichte Aufnahmen aus Simon Steenslands Archiv versammelt, entstanden fast ausschließlich in den Jahren ab 2000, die meisten davon wiederum in den letzten 10 Jahren. Erste Entwürfe zu später voll ausgearbeiteten Stücken finden sich darunter ebenso wie solche, die auf den Studioalben keine Verwendung fanden (in den Kommentaren merkt Steensland dann manchmal sowas an wie „zu recht“), Musik für Schauspiele, oder solche, die wohl einfach mehr oder weniger spontan im Studio entstanden. Auch zwei Liveaufnahmen sind dabei: Floating wurde 2010 im Rahmen einer Aufführung von August Strindbergs „Traumspiel“ aufgenommen, Parade entstand 2004 bei einem Konzert von Steenslands Liveband Kamikaze Unit (siehe Simon Steensland's Kamikaze United - Live Gang-Gang).

Vielfach sind die Stücke sehr kurz, um die zwei Minuten, mache bleiben sogar noch darunter. Klangskizzen sozusagen. Aber auch auf diesen bietet Simon Steensland seinen typischen Kammer-RIO, sperrig und verquer, oft düster grollend und gelegentlich etwas in Richtung Zeuhl schielend. In einigen Stücken kommen Sängerinnen zum Einsatz, auch mal mehrere. Deren Darbietungen reichen von Zeuhl-artigen Gesängen (VertigoPåskmiddagen), in Is it you then? klingt es sogar etwas nach Varieté. In den längeren Kompositionen zeigt sich oft der Einfluss von Kammerproggern wie Univers Zéro.

Ein besonderes Juwel ist das abschließende, eine Viertstunde währende Orkestern von 2004, das ausladendste Stück dieser Sammlung. Weitegehend formlose Geräusche und sonores Brummen nicht ganz eindeutiger Herkunft werden vom beständigen Knarzen und Quietschen einer Tür begleitet. Wie Steensland in den Kommentaren schreibt, stammt dies vom Tor eines im Wald gelegenen kleinen Friedhofs. Um die üblichen Störgeräusche des Tages zu vermeiden, machte er sich nachts mit Taschenlampe und Mikrophon dorthin auf und schwang etwa eine halbe Stunde lang das Tor auf und zu, was nach einiger Zeit eine gewisse Beklemmung auslöste… die kann man beim Hören dieses düsteren Stücks durchaus nachvollziehen. Zu solchen Klänge kommen die Untoten langsam aus ihren Gräbern gekrochen.

Diese Zusammenstellung bietet einen schönen Überblick über das Schaffen von Simon Steensland. Die Sammlung bislang unveröffentlichter Archivaufnahmen macht dieses Album auch für Kenner des Steenslandschen Œuvres lohnenswert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.9.2017
Letzte Änderung: 3.9.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Simon Steensland

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 The Simon Lonesome Combat Ensemble 10.00 1
1995 The Zombie Hunter 10.00 1
1999 Led Circus 11.00 1
2001 The Phantom of the Theatre 11.00 1
2004 Simon Steensland's Kamikaze United - Live Gang-Gang 11.00 1
2009 Fat Again 11.00 1
2015 A Farewell To Brains 12.00 1

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