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Ni (AT)

Dedoda

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: RIO / Avant
Label: Zach Records/Red Wig
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Martin Flotzinger drums
Gigi Gratt Gitarre
Tobias Hagleitner Gitarre
Manu Mitterhuber Gitarre

Tracklist

Disc 1
1. Öl 4.56
2. Jona 1.05
3. Depate 5.55
4. Welo 6.10
5. Weost 5.36
6. Docht 4.16
7. Dedoda 1.33
Gesamtlaufzeit29:31


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Zufall, oder Absicht, dass zwei Avant-Prog-Quartetts, eines in Frankreich, das andere in Österreich, die auch noch sehr ähnliche Musik spielen, sich beide Ni genannt haben?

Ni aus Österreich besteht aus drei Gitarristen und einem Schlagzeuger. Die abgehackten Riffs und Rhythmen sowie die Gitarrenfiguren, die mal zueinander versetzt gespielt werden, mal ein komplexes Geflecht bilden, das wären die wichtigsten Merkmale der österreichischen Ni. Ihre zugleich diszipliniert und rebellisch wirkenden Klänge bieten sie gerne rau, rotzig, punkig und noisig dar.

Die komplexe, aufeinander abgestimmte Riffarbeit der drei Gitarristen, die in „Depate“ nach einem kurzen anarchistischen Free-Rock-Intro folgt, erinnert mich abwechselnd an die Arbeit der Captain Beefheart Band und an die Post-Wave-Version (die in den 80ern aufspielende) von King Crimson. Wobei ein Teil der Komplexität der möglichen Vorbilder gegen verstärkte rockige Akzente eingetauscht wurde.

Es gibt immer wieder die kurz eingesetzten polyphonen a capella-Gesänge, die jeden Progger sofort an Gentle Giant erinnern werden. Die einminütigen „Jona“ und „Dedoda“ bestehen nur aus solchen Gesängen.

Die kurz auftauchenden wortlosen Gesänge in „Welo“ könnte man dem Zeuhl-Einfluss zuschreiben, während die meiste Zeit des Stückes den zwischen noisig-anarchistisch und melodisch-mehrstimmig agierenden Gitarren zu Polka-ähnlichen Rhythmen gewidmet wird.

In „Weost“ gelingt die Verschmelzung des progressiven Noise Rock mit Mathrock, während die ständigen Tempowechsel und die Sprechgesang-Einlagen von „Docht“ eine Schwäche für das Zappaeske vermuten lassen.

„Dedoda“ von Ni aus Linz sind eine Empfehlung wert für Freunde von verrückt-verspieltem Avant-Prog im Allgemeinen und den Gruppen wie Ni (Frankreich), PoiL oder Jack Dupon in Speziellen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: (teilweise) Ni aus Frankreich
Veröffentlicht am: 3.11.2017
Letzte Änderung: 4.11.2017
Wertung: 11/15

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