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I Am The Manic Whale

Gathering The Waters

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: RetroProg; sonstiges
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Ben Hartley Drums,percussion,xylophone,backing vocals
John Murphy Keyboards,Murphatron,backing vocals,second lead vocal on Tracks 1,7
David Addis Guitars,backing vocals
Michael Whiteman Bass guitar, bass pedals,twelve-string electric and acoustic guitars,lead and backing vocals,percussion

Gastmusiker

Ella Loyd Flute on Track 3,4,6
Matthew Talks Cello on Track 6

Tracklist

Disc 1
1. The Man with many Faces 7.32
2. The Milgram Experiment 7.53
3. The Lifeboatmen 11.22
4. Strandbeest 13.32
5. I'll Interlude you in a Minute 1.25
6. Stand Up 18.30
7. One (Hopeful Song) 7.49
Gesamtlaufzeit68:03


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 3)


Die Musiker von I Am The Manic Whale zählen Neal Morse, Genesis, Spock’s Beard, The Flower Kings und Big Big Train zu den wichtigsten Inspirationen. Während einige Prog-Musiker, von ähnlichen Vorbildern ausgehend, zwecks Eigenwerbung stolz musikalische Pioniertaten in Aussicht stellen, bemerken I Am The Manic Whale (im weiteren Verlauf dieses Textes „nur noch“ „IATMW“ genannt) auf ihrer Webseite ganz bescheiden, dass sie es hoffentlich schaffen, auch eine eigene musikalische Note mit einzubringen. Das macht doch eine Band sofort sympathisch.

Die Anerkennung, die vorliegende Retro-/Neoprog-Scheibe mit thematisch engagierten und durchdachten Songtexten komponiert zu haben, gebührt fast alleine dem Bassisten, akustischen Gitarristen und Sänger Michael Whiteman. Nur der Longtrack „Stand Up“ geht auf das Konto vom Keyboarder John Murphy.

Textlich geht es bei IATMW um die Themen wie den Sozialpsychologen Stanley Miligram („The Miligram Experiment“), oder um die Lebensretter auf See, die mal von einem gewissen Henry Blogg (Anfang des 20en Jahrhunderts selbst ein Lebensretter) beschrieben wurden. Derartige Vorgehensweise beim Texteschreiben haben Big Big Train offenbar in gewissen Kreisen populär gemacht. Macht sich wahrscheinlich besser, als über Mäuse, oder Magier zu texten.

An dem eröffnenden „The Man with many Faces“ fallen mir die komplexen Gesangsmelodien auf, die von Whiteman und Murphy geteilt werden. Der Keyboarder Murphy ist es offenbar auch, der in dem nach Yes klingenden „One“ für den ein wenig gewöhnungsbedürftigen Falsettgesang sorgt. (Eigentlich merkwürdig, dass von den Musikern Yes nicht als Einfluss genannt werden. Die vergleichbaren Klangbilder könnten aber eigentlich auch einer Inspiration durch The Flower Kings zugeschrieben werden). Die beiden übrigen Gruppenmitglieder steuern zudem den Hintergrundgesang bei (zu Neudeutsch: backing Vocals), so dass das gesamte Album mit zahlreichen mehrstimmigen Gesängen aufwarten kann.

Tragende Gitarrenriffs und die vielseitigen Keyboardklänge zwischen elektronischer Orgel, Piano und den melodischen Synthies sorgen in „The Man with many Faces“ für dichte Arrangements, die mitunter schon sehr temperamentvoll und rockig ausfallen. In den übrigen Stücken agiert der Gitarrist eher melodisch, als rockig, aber die eben beschriebene Rolle der Tasteinstrumente trifft für alle Stücke des Albums zu.

„The Lifeboatmen“ wird federleicht von der Gastflötistin Ella Loyd zur zarten Begleitung seitens der akustischen Gitarre und Piano eingeleitet. Nach diesem möglicherweise an Genesis erinnernden Einstieg gehen IATMW zu ihrem favorisierten Klangbild über. Dieses vereinigt die Einflüsse der US-Prog-Größen Spock’s Beard und Neal Morse mit einem ordentlichen Schuss Big Big Train und den gelegentlichen Anflügen von Genesis und Yes aus ihrer Prog-Zeit.

Das mit Xylophon-Klängen aufwartende „Strandbeest“ ist textlich dem niederländischen Künstler und Ingenieur Theo Jansen gewidmet, dessen Kraft des Windes bewegliche, tierähnliche Konstruktionen als Grundlage für das gesamte Artwork dienten. Der jazzige Unterton und die leichten Yes-Anleihen von „Strandbeest“ könnten die Inspiration durch The Flower Kings verraten.

Liebe Prog-Traditionalisten und Freunde von melodischem Retroprog, das zweite Werk von I Am The Manic Whale wird euch wahrscheinlich sehr gut gefallen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: The Flower Kings,Yes,Spock's Beard,Neal Morse
Veröffentlicht am: 24.11.2017
Letzte Änderung: 24.11.2017
Wertung: 11/15

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Von: Roland Heil @ (Rezension 2 von 3)


Michael Whiteman veröffentlichte 2014 auf bandcamp (wo sonst?) mit "Open your eyes" einen ersten Song. Dabei half ihm David Addis mit diversen Gitarren aus. Das war wohl die Geburtsstunde des Projektes "I AM THE MANIC WHALE" - welch ein Bandname!

Im Jahre 2015 folgte in Reading/England die offizielle Gründung. Im Dezember des gleichen Jahres veröffentlichen sie mit "Everything Beautiful in Time" ihr Debutalbum. Auf ihrer HP nennen sie Neal Morse, Genesis, BBT und die Flower Kings als ihre Vorbilder. Für ihr zweites, nun vorliegendes Album "Gathering the Waters" möchte ich den Kreis um die Namen Kansas, Styx ( Opener "The man with many faces") und vor allem Barock Project erweitern. Kompositorisch und bezüglich der Gesangsarrangements sind die Italiener nicht allzu weit weg. Wobei den Engländern die Klassik als Motivlieferantin nicht so sehr als Quelle dient wie den Italienern.

Wie schon erwähnt, eröffnet "The Man With Many Faces" das Album mit unüberhörbaren Bezügen zu Kansas und Styx ohne zu plagiieren. Der Refrain geht sofort ins Gehör und verschraubt sich in den Windungen. Es wird hier schon deutlich, dass die Band wie aus einem Guss musiziert, locker und flüssig schüttelt sie die Songteile aus den Ärmeln. Den Spaß bei den Aufnahmen geben sie an die Hörer weiter. Das ist schon mal ein Qualitätsmerkmal und eine der Parallelen zu den oben genannten Italienern. Auch die Soli von David Addis (g) können sich hören lassen. Es wird nicht wild herumgekniedelt, sondern songdienlich (so heißt das,gell?) improvisiert.

Während der Opener eher gitarrenbetont daherkommt, übernehmen die Keys (Piano, Orgel, Synt) die Führung im Instrumentalbereich in weiten Teilen von "The Milgram Experiment". Der Gesang liegt eh' über allem und gefällt zunehmend, sowohl was die solistischen als auch die mehrstimmigen Passagen betrifft.

Klavier, Akustikgitarre und Flöte eröffnen ruhig "Lifeboatman" bevor man wieder die Bezüge auf die amerikanischen AOR-Bands aufnimmt. Einflüsse von Bärten / Morse kann ich bisher nicht entdecken, was aber nicht an der Musik liegen muss. Sie bringen dieses Material allerdings so frisch und souverän auf die Rille, dass man die Altvorderen nicht misst. Bombast können sie auch wie dieser Titel mit der Anreicherung von Tubular Bells, Glockenspiel und großem Melodiegestus beweist. Einfach schön - ein Höhepunkt des Albums, der nicht allzu hoch aus dem eh schon hohen Niveau herausragt.

"Strandbeest" ist von Beginn an so nah' bei Barock Project, dass man fast an ein Cover denken könnte. Aber nein, der Titel ist original von den Briten, könnte allerdings bei BP etwa auf "Cafè in Neukölln" passen. Sehr schön wirkt das Xylophonsolo gesetzt, das Drummer Ben Harley beisteuert. Der ganze Titel atmet Retro(prog) in einer Art, dass man wegen Suchtgefahr davor warnen müsste. Noch ein Highlight!

Dass sie auch souverän Longsong können, beweisen sie mit "Stand Up", indem sie die Spannung in einem großen Bogen zu halten vermögen. Sie packen nochmals alle ihre Talente hinein ohne zu überfrachten. Dass die einzelnen Musiker ihre Instrumente beherrschen, wird spätestens in diesem Stück klar.

Großartig wie auf dem ganzen Album sind im Schlusstitel "One (Hopeful Song)" die Gesangsarrangements und die Komposition angelegt. Das Stück ist kein Abgang der leichtgewichtigen Art, sondern nimmt das Thema - musikalisch wie textlich - des Openers wieder auf und rundet so dieses Werk eindrucksvoll ab.

So findet der/die dem Retro(prog) zugeneigte HörerIn mit diesem Album eine sehr unterhaltsame Musik der frischen und entspannten Art.

Mit der Bewertung habe ich allerdings ein Problem. Das Progressive finde ich hier eher nicht. Also verzichte ich auf eine Wertung als Progalbum. Als Retrorockwerk würde ich dem Album von Herzen gerne 12 (von 15) Punkte geben wollen.

Anspieltipp(s): Strandbeest/Stand up
Vergleichbar mit: Barock Project (ohne Klassik)
Veröffentlicht am: 26.11.2017
Letzte Änderung: 26.11.2017
Wertung: keine Fürs Retrorockalbum gibt's 12 points!

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Von: Marc Colling @ (Rezension 3 von 3)


Doch doch. Das hier ist schon Retroprog. Mein Kollege Roland möge mir verzeihen, aber ich höre hier so viele gute Bands der 70'er Progphase heraus, dass man sie nicht alle aufzählen kann. Proggies mit Affinität zu schönen Melodien, herrlich arrangierten mehrstimmigen Gesangsmelodien und einem gehörigen Schuss 70'er Jahre Feeling der absolut zeitgemäß klingt, die sind hier richtig. Tracks wie das unwiderstehlich positive STRANDBEEST mit seinem holprigen Rhythmus oder das gefühlvolle THE LIFEBOATMEN sind komplexe Gebilde und bieten den nötigen Prog. Da werden Erinnerungen an Gentle Giant wach und die Gitarrensoli bestechen durch ihre Leichtigkeit .

Das 18-minütige STAND UP besteht aus 5 Teilen und beginnt wild wie Joe Jackson in seinen legendären Rocksongs inklusive dieser typischen Jazzmomente. Schwenkt nahtlos in harten Südstaaten-Rock über um anschliessend hymnisch-melodisch in den furiosen Schlussteil zu leiten.

Die restlichen 4 kürzeren Tracks sind ebenfalls absolut hörbar und wunderbar Retro mit Hammondorgel und mal harter, mal melodischer Gitarre. Das wechselt dann zwischen rockig-harten Passagen und gefühlvoll-melodischem Prog und sorgt für Kurzweil.

Das Album hat mich anfangs gar nicht mal so sonderlich mitgerissen. Erst nach mehreren Versuchen (wobei die Musik wahrlich nicht kompliziert ist) fand ich mich im Kosmos dieser Band zurecht. Die Arrangements mögen spielerisch leicht erscheinen, wirken aber nicht sofort. The Flower Kings (und ähnliche) haben seit Ewigkeiten kein solches Album mehr abgeliefert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: siehe im Text
Veröffentlicht am: 8.6.2018
Letzte Änderung: 8.6.2018
Wertung: 11/15
Tendenz zu 12

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von I Am The Manic Whale

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 Everything Beautiful In Time 11.00 2

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