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Day Six

Solitary League

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: HardRock; New Artrock; Progmetal; sonstiges
Label: Lion Music
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Eric Smits bass, backing vocals
Robbie van Stiphout guitars, vocals
Rutger Vlek keyboards
Daan Liebregts drums

Tracklist

Disc 1
1. Hypervigilant 4:58
2. Flight to Mars 6:10
3. Myriad Scars 9:44
4. Math's Patterns 8:32
5. The Cloud 8:02
6. Grace in Words 6:35
7. 3:09 1:48
8. Deadlock 5:38
9. Modern Solitude 9:38
Gesamtlaufzeit61:05


Rezensionen


Von: Peter Meyer @


Was geschah eigentlich am sechsten Tag, dem ominösen „Day Six“? Am sechsten Tag ist der Weltenschöpfer kurz in sich gegangen und hat (unter anderem) den Gitarristen erschaffen. Aber das meinen Gründer Robbie van Stiphout und seine Bandkumpels vermutlich gar nicht - sie hatten eventuell einfach nur einen klasse Sci-Fi-Thriller gesehen, daheim in Someren, Noordbrabant - The Sixth Day.

Das Folgealbum dieses Quartetts nach dem durchweg positiv aufgenommenen „The Grand Design“ (2010), „Solitary League“, ist eine funkelnagelneue Veröffentlichung! Das hat den Vorteil, dass ich nicht in Versuchung gerate, bei den Amazon-Rezensionen abzuschreiben (es gibt nämlich noch keine), um dann als folgerichtiges Resultat fünf Sterne zu vergeben. Dann schreibe ich lieber bei mir selbst ab und gebe nur dreieinhalb Sterne. Zum Beispiel trifft auch hier zu, was ich zu „Where the Stories End“ geschrieben habe: „Die [in diesem Fall Holländer] bieten melodischen und technisch versierten Prog Metal bei etwas kürzeren Laufzeiten.“ Wobei mit kürzer gemeint ist: Alles unter 10 Minuten. Baaassd! In der Mixtur sind auch andere Stilelemente vorhanden: Art Rock, Melodic Rock, Jazz, und Symphonic Rock. Andere Quellen suggerieren die Ähnlichkeit zu Dream Theater, Metallica, Rush und Ayreon. Na ja, wenn´s denn sein muss.

Weiter mit dem Wortbaukasten: „Die eingängigen Songs sind in der Struktur relativ einfach aufgebaut.“ Und: „Diese Band macht richtig gute Laune.“ Weiter, diesmal aus der Opus-Arise-Rezi: „Es beginnt direkt mit geradem und ehrlichem Mainstream Prog mit einigen instrumentalen Einsprengseln ohne Firlefanz“ (Hypervigilant). „Schwere Riffs, druckvolle Bässe und symphonische Keyboards steigern sich bei wechselnden Tempi zu Bombast mit eingängigem Refrain, der Sound ist transparent“. Dann: „Die abwechselungsreichen Songs sind durch wuchtige, stark rhythmisierende Gitarrenarbeit mit glasklaren Melodiebögen (Gitarre und Keyboard) gekennzeichnet.“

Nun haben Day Six aber weder mit Darkwater, noch mit Lost In Thought, noch mit Circus Maximus besonders viel gemein. Es ist einerseits die Mischung, die den Charakter ausmacht, anderereits die Uneinheitlichkeit, wenn sich die oben genannten Stilelemente, also Artrock, Jazzrock und Symphonic, innerhalb eines einzigen Songs finden (Grace in Words). Das sowohl gitarrenlastige als auch keyboardaffine Hypervigilant und der Midtempotrack Flight to Mars erinnern mich irgendwie an Rainbow mit Ronnie James Dio. Das muss wohl am kraftvollen Sänger liegen, dem Robbie.

Day Six traten neben den britischen Damnation Angels unlängst als Support-Act von Threshold auf der Legends-of-the-Shires-Tour in Aschaffenburg auf. Ihre hervorstechendste Eigenschaft ist ihre Inhomogenität. Diese stellt sich nicht als Nachteil dar. Der drahtige Progmetal - oder besser Symphonic Metal - von Deadlock, Math´s Patterns und anderen liegt dicht am Dreiländereck zu Artrock (The Cloud, Modern Solitude) und Hardrock (Flight to Mars), was zu unterschiedlichen Klangatmosphären und einer kurzweiligen Vielseitigkeit führt. Modern Solitude endet gewissermaßen als Jam-Session, Myriad Scars wiederum punktet durch Ausflüge in den Jazzrock. Also, Vielseitigkeit durch fehlende Linientreue, könnte man sagen.

Anspieltipp(s): Flight to Mars (scharfes E-Pianosolo ab 3:35)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.12.2017
Letzte Änderung: 21.12.2017
Wertung: 10/15

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