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Red Sun

The Wind, The Waves, The Clouds

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; HardRock; Postrock; Psychedelic; Spacerock; sonstiges
Label: PsyKa Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Eno Guitars
Fredo Drums, Synth, Vocals on Track N° 4
Mirco Bass

Tracklist

Disc 1
1. Artic Wind 7.08
2. Hidden Currents 6.10
3. The Clouds 5.31
4. Holy Mountains 5.46
5. T.J.C.O Wales 6.04
6. Aurora 8.16
7. Waves Of Sand 6.18
Gesamtlaufzeit45:13


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Was man auf „The Wind, The Waves, The Clouds“ von Red Sun zu hören bekommt, ist nicht etwa die esoterische New Age-Musik, wie es der Titel – oder das Artwork - schon mal vermuten lässt. Es ist vielmehr – zumindest in ihrem außermusikalischen Konzept – eine Art von esoterischer Rockmusik ohne Gesang.

Aber keine Angst, während die drei italienischen Musiker an der Gitarre, Bass und Schlagzeug in ihren Gedanken „bei den natürlichen, ständig miteinander interagierenden Elementen“ verweilen, die „mal ekstatische Ruhe erzeugen, mal alles auf dem Planeten Lebende mit brutaler Kraft erschüttern“, wird gleichzeitig eine abwechslungsreiche Mischung aus Stoner, Space, Hard, Post, Jam und Psychedelic Rock erzeugt.

„Artic Wind“ (müsste es nicht eigentlich „Arctic“ heißen?) beginnt mit Windgeräuschen, die man normalerweise mit der weißen Wüste der Arktis verbindet. Über das gesamte Album verteilt steht die bodenständig rockige Gitarrenarbeit neben filigraneren, aber immer noch von der Gitarre dominierten Einfällen. Dementsprechend wechseln auch die Stimmungen zwischen energetisch, episch und melancholisch. Eine Trio-Besetzung bedeutet eben auch spartanische Klänge und abgespeckte Arrangements, wenn man – wie Red Sun – die Overdubs nur sparsam verwendet.

Stellenweise wird der Gitarrist von summenden, oder melodisch singenden Synthesizern begleitet, oder er verwendet mehrere Spuren, um den Klang doch ein wenig voller zu gestalten. In „Holy Mountain“ hört man ausnahmsweise mal den Sprechgesang des Schlagzeugers, der uns so über wichtige kosmische Angelegenheiten informiert. „The Jagged Coast of Wales“ mutet stellenweise wie eine Postrock-Hymne an, während „Aurora“ im ersten Teil als leichtfüßiger Alternative Rock ohne Gesang wahrscheinlich gut beschrieben ist. Die letzten Minuten von „Aurora“ sind durch die exponierten und dennoch sparsamen Synthesizerklänge ungewöhnlich sphärisch ausgefallen. In „Waves of Sand“ darf sich die Bassgitarre wiederholt kurz an der Gestaltung der Melodie beteiligen, bis der Gitarrist mal wieder die Führung übernimmt.

„The Wind, The Waves, The Clouds“ gibt es als schwarze, oder farbige Langspielplatte, oder als Download. Welches Medium man auch immer wählt, geboten wird hörenswerte Instrumentalmusik für qualitätsbewusste Rockhörer.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.12.2017
Letzte Änderung: 20.12.2017
Wertung: 10/15

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