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Simon Phillips

Protocol 4

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion
Label: Phantom Recordings
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Simon Phillips Schlagzeug
Ernest Tibbs Bass
Greg Howe Gitarren
Dennis Hamm Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Nimbus 8.56
2. Pentangle 6.47
3. Passage to Agra 7.16
4. Solitaire 5.59
5. Interlude 1.39
6. Celtic Run 7.48
7. All Things Considered 5.53
8. Phantom Voyage 7.31
9. Azorez 6.44
Gesamtlaufzeit58:33


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Der Schlagzeuger Simon Phillips ist vermutlich auf Hunderten von Tonträgern zu hören, ohne dass es immer besonders auffallen würde. Von Hiromi Trio, Jon Anderson, Jeff Beck und Toto, über Asia, Jack Bruce, Camel, Dave Greenslade, bis hin zu Gary Moore, Mike Oldfield, Joe Satriani, John Wetton, Judas Priest und The Who, um nur einige Beispiele zu nennen, überall ist das kompetente Getrommel von Phillips zu hören. Zudem war er als Produzent von zahlreichen Alben tätig.

Da stellt sich natürlich die Frage, wie sieht es mit dem eigenen musikalischen Profil des vielbeschäftigten Schlagzeugers aus. Nicht übermäßig originell erscheint mir dieses Profil, aber es könnte auch viel schlimmer sein, lautet meine subjektive Antwort. Soll heißen, die Soloalben von S.Phillips scheinen sich ausschließlich der Jazz-Rock-Fusion-Musik zu widmen, aber er ist immer noch kompositorisch aktiver, als viele seiner Schlagzeug-Kollegen.

So stammen alle durchkomponierten Einfälle auf „Protocol 4“ von Phillips. Das war sein erster Versuch, das neue Material während einer Konzertreise zu schreiben. Der Atmosphäre auf Tour ist es angeblich zu verdanken, dass einige Stücke energetischer ausgefallen sind.

Zu den Aufnahmen für „Protocol 4“ hat Phillips erstklassige Musiker eingeladen. Der bekannteste dürfte der Gitarrist Greg Howe sein, der einiges von Allan Holdsworth gelernt zu haben scheint. Seine Gitarrenarbeit zusammen mit dem wie gewohnt technisch tadellosen und geschäftigen Schlagzeugspiel von Phillips sind für mich das Beste an „Protocol 4“.

Die mit ausgeprägter rockiger Komponente aufwartende Jazz-Rock-Musik von „Nimbus“, „Azorez“ und „Celtic Run“ hebt sich angenehm von dem in diesem Subgenre weit verbreiteten Weichspüler-Sound ab. Schon die vorbildliche und dichte Teamarbeit aller Beteiligten am Anfang von „Nimbus“ kann die Hoffnungen auf ein erstklassiges Prog-Fusion-Album wecken. Die nach meiner Ansicht größtenteils erfüllt werden. In den besten Momenten lässt sich „Protocol 4“ mit den gelungenen Prog-Fusion-Alben vergleichen, in den schwächeren kommt man dem guten, aber wenig aufregenden Fusion-Durchschnitt gefährlich nah. Bei „All Things Considered“ beschleicht mich der Eindruck, Ähnliches an Jazz-Rock-Fusion schon öfters – wenn auch nicht unbedingt besser – gehört zu haben. Hier finde ich die Dialoge zwischen Keys und der Gitarre ganz besonders gelungen.

„Pentangle“ bietet energetische Fusion-Funk-Musik, die gegen Ende durch die Soloeinlagen des Schlagzeugers eine Steigerung erfährt. „Solitaire“ schlägt in eine ähnliche Kerbe. „Passage to Agra“ ist zum Teil ethnisch angehaucht und mit einem melodischen Thema versehen, das zeitweise von Bass und Synthesizer unisono angestimmt wird. Bei der Gelegenheit fällt einem auf, wie melodieorientiert viele der Stücke von Phillips doch sind. Dazu passen die im ähnlichen Geiste gehaltenen Solos des Gitarristen (und etwas seltener die des Keyboarders), die weniger auf die Zurschaustellung von Virtuosität, als eben auf ihre melodische Wirkung setzen.

Wer melodisch (und manchmal auch rockig) orientierte und damit wohl eher nach Art des „Prog“ gestaltete Jazz-Rock-Fusion mag, der sollte sich „Protocol 4“ zulegen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.12.2017
Letzte Änderung: 27.12.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Simon Phillips

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1988 Protocol 2.00 1
1997 Another Lifetime 11.00 1

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