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Broekhuis, Keller & Schönwälder

Yellow

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Manikin Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bas Broekhuis Analog & Digital Synthesizers, Sequencer, Drums, Percussion
Detlef Keller Analog & Digital Synthesizers, Sequencer
Mario Schönwälder Analog & Digital Synthesizers, Sequencer, Computer

Tracklist

Disc 1
1. Yellow Stone 18:52
2. Yellow Sun 14:26
3. Yellow Train 12:53
4. Yellow Cab 14:21
5. Yellow And Purple 10:56
Gesamtlaufzeit71:28


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Wie vorher angekündigt (siehe "Green") trägt das im Herbst 2017 veröffentlichte, übrigens schon 25ste Album von Bas Broekhuis, Detlef Keller und Mario Schönwälder (alle nur als Download erhältliche Aufnahmen mitgezählt) den Titel "Yellow". Ein offenbar im Mittelgang eines Weltkriegs-U-Boots gemachtes, gelb eingefärbtes Bild ziert das Cover. Man könnte nun an ein bekanntes Album der Beatles denken, aber mit deren Musik hat die hier vorzufindende wohl eher wenig gemein.

Aber, der Technikbezug (hinten auf dem Cover und auf der CD sieht man Riemen und Räder eines Motors - in Gelb natürlich) kommt nicht von ungefähr, hat doch die Musik von "Yellow" eine eher maschinelle Atmosphäre, bestimmen Rhythmusmuster und Sequenzerlinien das Tongeschehen, scheint man durchweg einem langsam dahintuckernden Motor (eines U-Boots?) zu lauschen, eingebettet allerdings in ein dichtes Gemenge an elektronisch-flächigem Klang.

Nach dem eher naturverbundenen "Green", auf dem gelegentlich auch akustische Instrumentalklänge zu hören waren, bewegt sich "Yellow" also in eher industriellen Gefilden, und steht damit den Tonschöpfungen der klassischen Berliner Schule etwas näher. Freiformatige Abschnitte reinen Klangmalens gibt es zwar diesmal auch (man höre den Anfang von "Yellow Sun"), doch dauert es nie lange, biss sich Sequenzermuster oder Perkussives nach Vorne arbeiten. Diese Beiträge bleiben zwar eher dezent und zurückhalten, verströmen aber durchaus Intensität, und drücken der Musik einen sehr eindringlichen Stempel auf. Man meint hier ständig unterwegs zu sein (siehe auch die Titel von Track drei und vier), ohne Hektik und Stress, dynamisch fließend bzw. wogend. Im letzten Stück erreichen die rhythmischen Einlagen fast tanzbare Gefilde, so dass sich "Yellow And Purple" als die druckvollste und bewegteste Nummer des Albums darstellt, was vielleicht Rückschlüsse auf den Stil der nächsten Scheibe des Trios zulässt.

Ansonsten gleitet die Musik elegant und voluminös dahin, sehr farbig ausgestaltet, unaufgeregt, aber bestimmt und bewegt voran gleitend, dicht, symphonisch-klangvoll und rund. Mein Favorit ist das hypnotisch-minimalistische "Yellow Cab", welches eine Art großstädtische Dynamik versprüht, einer flotten Taxifahrt gleich (unter der Voraussetzung allerdings, das man nicht in einen Stau gerät). Oder, man könnte natürlich auch an ein schnell dahin gleitendes U-Boot denken.

Wie auch immer, Elektronikadepten machen hier sicher nichts falsch. Broekhuis, Keller & Schönwälder bieten die gewohnt hohe Qualität und den vielschichtigen Abwechslungsreichtum, den man von ihnen gewohnt ist. Demnächst dann also "Purple". Ich bin gespannt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.12.2017
Letzte Änderung: 25.12.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Broekhuis, Keller & Schönwälder

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2002 Wolfsburg 11.00 1
2007 Orange 11.00 1
2008 Live @ Dorfkirche Repelen 2 11.00 1
2009 Blue 10.00 1
2012 Red 12.00 1
2014 Direction Green 10.00 1
2015 Green 12.00 1
2017 Red Live @ USA 12.00 1
2018 Repelen Revisited 10.00 1

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